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04.09.2011

DSL Bank zeigt eigene Kunden an

Resch Rechtsanwälte liegen Strafanzeigen der DSL Bank gegen eigene Kunden vor. Den Kunden wird vorgeworfen, einen Kredit zum Erwerb einer Eigentumswohnung erschwindelt zu haben...

Dabei sollte doch die Bank der Finanzdienstleister, wie sich die DSL Bank selber nennt, die Branche besser kennen. In der Branche ist es üblich, dass die Erwerber von steuerbegünstigten Immobilien meist unter Zeitdruck zum Abschluss eines notariellen Vertrages gedrängt werden. Dann beschafft der Vertrieb die Finanzierung.

So gut wie nie kümmert sich der Käufer um die Finanzierung.  Es ist Teil des versprochenen Gesamtpaketes, das alles aus einer Hand angeboten wird.  Das ganze Geschäft rechnet sich praktisch durch die steuerlichen Vergünstigungen und die Mieteinnahmen von alleine, so wird der Kunde gelockt.

Auch in den hier vorliegenden Fällen lief das Ganze nach dem üblichen Muster ab. Der Vertrieb hatte die Finanzierungsvermittlung übernommen. Es ist durchaus möglich, dass die von dem ahnungslosen Kunden blanko unterschriebene Selbstauskunft später ein wenig „aufgehübscht“ wurde.

Häufig werden auch bestehende Kredite dadurch umgeschuldet, dass später eine Kickbackzahlung erfolgt. Der unerfahrene und ahnungslose Kunde versteht überhaupt nicht, was dort im Hintergrund abläuft.

Für den Vertrieb geht es dabei ausschließlich um die Provision, die rund 25% des Kaufpreises ausmacht. Die fließt nämlich nur, wenn der Kunde finanziert wird. Das ist das einzige Motiv. Die DSL, die Bank der Finanzdienstleister, sollte mit dem Finger auf die Finanzdienstleister zeigen und nicht auf den ahnungslosen Kunden.
 


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