Mit Großanzeigen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung warb Ulrich Engler für sein Produkt. In vier Jahren wollte er das Geld seiner Anleger verdoppeln, so versprach er. Im fernen Florida war Engler mit seiner Firma Private Commercial Office Inc. ansässig. Das Geld der von ihm geworbenen Anleger wollte er in amerikanische Immobilien stecken. Als zweites Produkt hatte er ein sogenanntes Daytrading auf der Angebotspalette, bis 72 % Zinsen im Jahr seien hier zu verdienen.
Für uns lag es auf der Hand, dass derart exorbitante Gewinne nicht nachhaltig erzielt werden können. Der Verdacht eines Schneeballsystems war offenkundig. Nach wochenlangen Ermittlungen schlug dann das Landeskriminalamt Baden-Württemberg zu und nahm Engler als Tatverdächtigen für die betrügerischen Kapitalanlagen fest. Der nun mit internationalem Haftbefehl gesuchte Ulrich Engler befindet sich auf der Flucht. Eine Spur führt nach Südamerika.
Nach vorläufigen Schätzungen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg dürfte der Schaden mehr als 100 Millionen Euro betragen.
Jetzt beginnt das Rennen um die verschwundenen Millionen. Für unsere Mandanten machen wir Schadenersatzansprüche gegen die in Deutschland operierenden Vertriebsgruppen geltend. Wir ermitteln, inwieweit die außerhalb des Landes geschafften Gelder wieder zurückgeholt werden können.
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