Ob und wann weiter gebaut wird, ist fraglich. Versprochene Mieteinnahmen fließen nicht. Nur die finanzierende Bank will monatlich ihr Geld haben. Eine desolate Situation.
Aber auch viele Anleger aus den noch rechtzeitig sanierten Immobilien fühlen sich vom Vertrieb und den Anbietern getäuscht. Die errechneten geringen monatlichen Zuzahlungen fallen meist deutlich höher aus. Der versprochene Verkauf nach zehn Jahren ist Illusion.
Freilich kann man die Vertriebe und die verantwortlichen Anlageberater in Haftung nehmen. Es bestehen jedoch große Zweifel, ob bei einem obsiegenden Urteil der Schaden auch wirklich ersetzt werden kann. Das Kapital derartiger Vertriebsfirmen besteht regelmäßig nur in der Redegewandtheit ihrer Anlageberater. Die meisten Vertriebe benennen sich kurzer Hand um und machen unter neuem Namen weiter.
Sofern das Insolvenzverfahren gegen die Heritusfirmen eröffnet wird, bleibt die Möglichkeit, eventuelle Schadensersatzansprüche beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dies gibt jedoch nur wenig Hoffnung. Meist ist die Quote im Insolvenzverfahren für die Gläubiger verschwindend gering.
Wir konzentrieren uns derzeit auf die Prüfung von mehreren hundert Haftungsansprüchen gegen die finanzierenden Banken. Denen muss zunächst ein institutionalisiertes Zusammenwirken mit der Anbieterseite bewiesen werden. Besser noch ein konkreter Wissensvorsprung. Hier stehen die GMAC-RFC, die Deutsche Bank Mannheim sowie die DKB im Zentrum unserer Ermittlungen.
Die Heritus Gruppe hat bereits in den neunziger Jahren begonnen, denkmalgeschützte Immobilien in Leipzig als Steuersparmodell anzubieten. Damals unter dem Namen Immo Concept und später unter REL.