Unsere Fälle

 
13.08.2010

Volkssolidarität Sozial-Immobilienfonds

Nach eigener Aussage wurde die Volkssolidarität mit dem Anliegen gegründet, soziale Not und Elend nach dem Ende des Krieges zu lindern. Seitdem sei der Grundwert Solidarität Leitmotiv des Wirkens des Verbandes. Diese "Solidarität" ist einer Vielzahl von Anlegern nun zum Verhängnis geworden...

Im Jahr 1996 gründeten die Kreisverbände Volkssolidarität Bad Doberan/Rostock Land e.V. und Mecklenburg-Mitte e.V. die Volkssolidarität-Sozial-Immobiliengesellschaft mbH (VSI). Die Aufgabe der Gesellschaft bestand in der Schaffung von Eigentum an Immobilien für die beiden Kreisverbände. Einige Jahre später wurde gemeinsam mit der Volkssolidarität Service- und Verwaltungs GmbH (VSSV) zusätzlich die Volkssolidarität Sozial-Immobilienfonds GmbH & Co. KG (VSI Co. KG) gegründet. Gegenstand dieser Gesellschaft war ebenfalls der Erwerb, die Bebauung, Veräußerung, Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Einrichtungen für soziale und gewerbliche Zwecke. Das Geschäftsmodell war jedoch zum Scheitern verurteilt. Mittlerweile sind die VSI als auch die VSI Co. KG insolvent.

Die Folgen der Insolvenzen haben die rund 1400 Anleger zu tragen. Freunde und Mitglieder der Volkssolidarität konnten sich zur privaten Vermögensbildung als stille Gesellschafter mit Geldeinlagen zunächst an der VSI und später auch an der VSI Co. KG beteiligen.

Zudem wurde den Anlegern, bevorzugt Senioren, der Erwerb eines Mietanspruchs auf ein Appartement in einer der Seniorenresidenzen bzw. Seniorenpensionen der Gesellschaften in Aussicht gestellt.

Viele Anleger betrachteten das Angebot als eine sichere Investition mit gutem Zinssatz. Die Anleger waren sich dabei oftmals nicht bewusst, dass sie eine unternehmerische Beteiligung mit dem Risiko des Totalverlusts zeichneten. Besonderes Vertrauen wurde dadurch erweckt, dass der Vertrieb der Beteiligungen über die Geschäftsstellen zweier Kreisverbände der Volkssolidarität erfolgte.

Im Herbst des Jahres 2009 gingen die Fonds in die Insolvenz. Die Chancen der Anleger das investierte Geld aus der Insolvenzmasse zurückzuerhalten, sind nahezu ausgeschlossen.

Erwähnenswert sind auch die über den Prof. Dr. Ihlefeldstiftung e.V. vermittelten Beteiligungen als stille Gesellschafter an der Volkssolidarität Seniorenhotel GmbH (VSSH). Gegenstand dieser GmbH war der Bau und Betrieb eines Seniorenhotels in Güstrow. Auch hier besteht wenig Aussicht, das angelegte Geld zurückzuerhalten. Sowohl die VSSH als auch der Prof. Dr. Ihlefeldstiftung e.V. haben  mittlerweile ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt.

Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, ob die beteiligten Kreisverbände, der Landesverband oder der Bundesverband der Volkssolidarität für die Handlungen der VSI, der VSI Co. KG und der VSSH rechtlich einzustehen haben und in Haftung genommen werden können.

In sämtlichen der vorgenannten Unternehmungen ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft Rostock wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs, der Insolvenzverschleppung und der Untreue gegen die jeweiligen Fonds-Verantwortlichen. Hier besteht die Besonderheit, dass die Beschuldigten in der Vergangenheit sowohl Geschäftsführer der Immobilienfonds als auch Geschäftsführer bzw. Prokuristen der VS-Kreisverbände gewesen sind.

Weitere Informationen zum Thema:

Volkssolidarität verletzt Veröffentlichungspflichten
Seit langem besteht für Handelsgesellschaften die gesetzliche Verpflichtung, Jahresabschlüsse zu veröffentlichen. Die Volkssolidarität Sozialer Immobilienfonds GmbH & Co. KG (VSI) ignoriert diese Verpflichtungen.

Volkssolidarität sagt Infoveranstaltung ab
Hunderte von Anlegern hatten auf klärende Worte gehofft. Am 19.05.2008 sollte in Laage eine Informationsveranstaltung stattfinden. Mit dürren Worten hat die Volkssolidarität Soziale Immobiliengesellschaft mbH diese Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Ein neuer Termin wird nicht genannt.

Volkssolidarität Fonds insolvent!
Was mehr als tausend Anleger befürchtet haben, ist nun Wirklichkeit geworden. Die Volkssolidarität Sozialimmobilien GmbH VSI und die Volkssolidarität Sozialimmobilien Fonds GmbH & Co. KG haben am 3. Juli 2009 Insolvenz angemeldet.

Gläubigerversammlung der Volkssolidarität in Rostock am 26.11.2009
Am 26.11.2009 fand im großen Saal des Landgerichts Rostock die Gläubigerversammlung für die Fondsgesellschaften der Volkssolidarität statt. Mehrere hundert meist betagte Menschen kamen und hörten ungläubig den Bericht des Insolvenzverwalters Hülsbergen. Im Ergebnis mussten sie sich sagen lassen, dass von den insgesamt eingeworbenen rund 14 Millionen Euro so gut wie nichts mehr vorhanden ist. Die Kriminalpolizei aus Rostock ermittelt gegen die Verantwortlichen.

Volkssolidarität Geschädigte gehen in die Offensive

Der Interessenverband der Geschädigten von Volkssolidarität Geldanlagen (IVG), einer Initiative der Neuen Verbraucherzentrale von Mecklenburg-Vorpommern, hat seine Recherchen beendet. Wir fordern jetzt die Volkssolidarität zur Anerkennung und zum Ausgleich des Schadens in zunächst rund dreißig Musterfällen auf. Wenn nicht binnen eines Monats eine gütliche Einigung erzielt werden kann, werden Klagen eingereicht.

P.S: Wenn Sie sich informieren wollen, klicken Sie unten auf „Kontakt“. Wir machen für Sie eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falles. Sie erfahren, wie Ihre Erfolgsaussichten sind und welche Kosten Ihnen gegebenenfalls gerichtlich oder außergerichtlich entstehen werden.


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Fragebogen bei Erwerb einer Eigentumswohnung mit Finanzierung

Sie haben über einen Vertrieb eine vermietete Eigentumswohnung erworben und diesen Erwerb durch eine Bank finanziert. Zur Prüfung der Rechtslage in Ihrem individuellen Fall, zur Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber dem Verkäufer, den Vertriebsmitarbeitern und der Bank und zur Vorbereitung eines etwaigen Prozesses ist es erforderlich, dass wir einen exakten Überblick über den Ablauf der Vertragsanbahnung bekommen. Allein Sie können uns dabei helfen, indem Sie uns die nachstehenden Fragen beantworten.

1.) Wo befindet sich die von Ihnen erworbene Eigentumswohnung?

2.) Wer war Verkäufer (Voreigentümer) der Wohnung?

3.) Wer hat Sie auf die Möglichkeit des Erwerbes einer Eigentumswohnung hingewiesen?

4a.) Wurden Sie zwecks "Steuerumfrage" zu Hause angerufen?

Bemerkung:

4b.) Wenn nein, wie, wo und warum kam es dann zu diesem Kontakt?

5a.) Sollte der Erwerb der Wohnung der Steuerersparnis und der Altersvorsorge dienen?

Bemerkung:

5b.) War eine Mietgarantie oder ein Mietpool vorgesehen?

Bemerkung:

5c.) Wurde Ihnen versichert, dass Sie die Wohnung bereits nach wenigen Jahren mit Gewinn weiter veräußern könnten?

Bemerkung:

5d.) Sollte sich der Erwerb von alleine tragen? Sollten also die Kosten der Finanzierung durch Steuervorteile und Mieteinnahmen ausgeglichen werden?

Bemerkung:

5e.) Wurde Ihnen eine Beispielberechnung (Einnahmen-/Ausgabenprognose) vorgelegt?

Bemerkung:

6.) Ist Ihnen ein Prospekt über die Wohnung vorgelegt worden?

Bemerkung:

7.) Welche Bank hat den Erwerb der Wohnung finanziert?

Bemerkung:

8a.) Ist Ihnen der notarielle Vertrag mindestens 2 Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung gestellt worden?

Bemerkung:

8b.) Hat der Notar die Urkunde in einer für Sie verständlichen Form vorgelesen? Wurde Ihnen ein Exemplar zum Mitlesen vorgelegt?

Bemerkung:

9.) Hat Sie der Anlageberater darauf hingewiesen, dass er eine Provision erhält und wussten Sie, in welcher Höhe diese anfällt?

Bemerkung:

10.) In welchem Jahr haben Sie die Wohnung gekauft?

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Fragebogen als PDF absenden
http://www.resch-rechtsanwaelte.de/C-944-Volkssolidaritaet-Sozial-Immobilienfonds.aspx