Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ – Millionenverluste

Die letzte veröffentlichte Bilanz für das Jahr 2015 macht den Anlegern des Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ erhebliche Sorgen. Welche Verluste werden für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 zu verbuchen sein? Anleger fragen sich, ob sie aus dem Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ aussteigen und von wem sie Schadensersatz verlangen können.

Das Konzept für den Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ ist einfach

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 55 Millionen Euro. Rund 32 Millionen Euro sind davon Fremdkapital. Mit der Vercharterung sollten die Kosten für den Betrieb des Schiffes, aber auch die Kosten  für die Bedienung des Darlehens und darüber hinaus noch eine sichere Rendite  erwirtschaftet werden.  Die Wirklichkeit sieht anders aus. Man könnte sagen, es ist schlichtweg das falsche Schiff gebaut worden. Als der Fonds aufgelegt wurde, war die Erweiterung des Panamakanals längst beschlossen worden.

Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“: Schon bei Konzeption veraltet

Folge der Erweiterung des Panamakanals ist, dass Schiffe mit einer mehr als doppelt so hohen Tragfähigkeit für Standardcontainer den neuen Panamakanal befahren können. Logisch ist, dass die Transportkosten für Container damit deutlich sinken. Für die Panamax-Schiffe – und ein solches ist die MS „Bermuda“ – lässt sich dieser Verfall der Charterkosten nicht auffangen.

Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“: Millionenverluste in 2015

Diese vorher erkennbare Entwicklung macht sich in den Jahresabschlüssen der MS „Bermuda“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG bemerkbar. Der Wert des Containerschiffes MS „Bermuda“ ist vom Geschäftsjahr 2014 zum Geschäftsjahr 2015 um zwei Drittel gefallen. Nur noch 12 Millionen Euro bleiben von den ursprünglichen 34 Millionen Euro noch übrig. In der Konsequenz folgt daraus, dass die Beleihungsgrenze für den Kredit nicht eingehalten wird. Immerhin hat die Bank bis Ende 2017 auf ihre Rechte aus der Nichteinhaltung der Beleihungsgrenze verzichtet. Ansonsten wäre die MS „Bermuda“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG wohl in die Insolvenz gegangen. Aber wie lange kann der Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ die Millionenverluste abfangen?

Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“: Nichts für sicherheitsorientierte Anleger

Für sicherheitsorientierte Anleger war die Beteiligung an dem Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ von vornherein nicht geeignet gewesen. Der Bundesgerichtshof sagt, dass Schiffsfonds zur Altersvorsorge erkennbar ungeeignet gewesen sind und gar nicht hätten empfohlen werden dürfen. Der Anlageberater muss aber seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also genau prüfen, ob der von ihm empfohlene Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ zu den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers passt.

Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“: Bankenhaftung bei verschwiegener Provision
Wird die Beteiligung an dem Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ durch eine Bank vermittelt, muss diese zudem ungefragt auf die sogenannte Rückvergütung (Innenprovision) hinweisen, da der Bundesgerichtshof in der Zahlung einer solchen Innenprovision einen latenten Interessenkonflikt sieht.

Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“: Anleger verlangen Schadensersatz
Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten verschwiegen, wie die Rückvergütung, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Lloyd Fonds LF 92 MS „Bermuda“ nicht gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

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