Abgasskandal - Razzia bei BMW

Am 20.03.2018 hat die Münchener Staatsanwaltschaft die BMW-Zentrale durchsucht und Ermittlungen wegen des Betrugsverdachts bei der Abgasreinigung eingeleitet. Im Februar hatte BMW mitgeteilt, dass rund 11.000 seiner Diesel-Pkw mit einer falschen Abgassoftware ausgestattet worden sind. Daraufhin haben 100 Polizisten und Staatsanwälte die Räume im Forschungs- und Innovationszentrum München, die Konzernzentrale, aber auch im Dieselmotorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht.

BMW Abgasskandal: Nur fehlerhaft zugeordnete Software?
BMW erklärt dazu, die Razzien stünden im Zusammenhang mit einer lediglich fehlerhaft zugeordneten Software. Das ursprünglich für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelte Programm sei dann irrtümlich auch auf zwei 5er und 7er Modelle aufgespielt worden. Die 11.400 Autos der Modelle M 550d XDrive und 750d XDrive sollen nach der Genehmigung durch das Kraftfahrtbundesamt zurückgerufen und mit einer korrekten Software ausgestattet werden.

BMW Abgasskandal: Ermittlungen erst am Anfang
Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass die Ermittlungen erst am Anfang stünden. Der Verdacht bei BMW war nach einem Fernsehbericht aufgetaucht. Am 04.12.2017 berichtete WISO, dass bei vielen BMW-Dieselfahrzeugen eine starke Differenz beim Abgasverhalten zwischen Straße und Prüfstand erkennbar seien.

BMW Abgasskandal: Schadenersatz für Diesel-Fahrer
Angesichts des drohenden Fahrverbotes für diese Pkw sollten die BMW-Dieselfahrer überlegen, ob sie ihren Diesel-Pkw Zug um Zug gegen Rückzahlung des Geldes wieder an BMW zurückgeben sollten. Schadensersatzansprüche sind möglich.

BMW Abgasskandal: Sammelverfahren in Österreich?

Da auch Ermittlungen im österreichischen Steyr durchgeführt wurden, werden wir zudem prüfen, ob Schadensersatzansprüche über das österreichische Unternehmensstrafrecht möglich sind. Das hätte zur Konsequenz, dass es nicht um die Schuld einzelner Personen geht, sondern um ein schuldhaftes Verhalten des Konzerns. In einer Art Sammelverfahren könnten dann Schadensersatzansprüche der geschädigten BMW-Dieselfahrer in Steyr geltend gemacht werden.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

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