Abgasskandal ++ Software-Update reicht nicht für ältere Diesel

Der Professor für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Berlin hält Software-Updates nicht für ausreichend, um die Stickoxid-Emissionen auf das erforderliche Maß zu reduzieren. Das sei nur durch einen Hardware Umbau möglich. Dieser Umbau sei technisch allerdings trivial. Euro 4-Diesel seien schwer nachrüstbar. Nur bei neueren Modellen gebe es Lösungen. Die Frage ist aber, ob sich der Aufwand lohnt und wer es bezahlt. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Dieselfahrer?

Abgasskandal: Verwaltungsgericht droht mit Fahrverbot

Für die Dieselfahrer ist dieses eine Alarmmeldung. Die vielfach vom Autokartell Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Mercedes angepriesene Software-Update-Lösung führt nicht zu einer relevanten Reduzierung der Stickoxidwerte. Im Frühjahr 2018 steht eine Reihe weiterer Entscheidungen verschiedener Verwaltungsgerichte zum Fahrverbot an. Ein solches Fahrverbot hätte für den einzelnen Dieselfahrer, aber auch für die gesamte Wirtschaft erhebliche Folgen.

Abgasskandal: Fahrverbot ist wie teilweise Enteignung

Schon jetzt macht sich das drohende Fahrverbot bemerkbar. Der Absatz von Dieselfahrzeugen ist deutlich zurückgegangen. Die Preise sind im Keller. Ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge würde unabsehbare Folgen haben. Man braucht schon einige Fantasie dazu, um sich vorzustellen, was es bedeutet, wenn Dieselfahrzeuge nicht mehr ihre Lieferungen in die Metropolenregionen absolvieren könnten. Es ist wohl kaum übertrieben zu sagen, dass damit die gesamte Infrastruktur zusammenbrechen würde. Für den Dieselhalter wäre ein solches Fahrverbot eine teilweise Enteignung.

Abgasskandal: Was kann der Dieselfahrer tun?
Nach wie vor kann der Dieselhalter Schadensersatzansprüche geltend machen. Gerade durch die unzureichende Wirksamkeit des Software-Updates dürften auch alle Verjährungsprobleme wieder aufgehoben sein. Zudem gibt es deliktsrechtliche Ansprüche. Der Dieselhalter wird also am Ende so gestellt, als hätte er seinen Diesel nicht gekauft.

Abgasskandal: VW Sammelklage in Österreich
Eine neue risikolose Möglichkeit eröffnete sich jetzt für Volkswagen-Dieselhalter durch Strafanzeige gegen die Porsche Holding in Salzburg. Die Porsche Holding in Salzburg ist eine Zentrale im Unternehmen des VW-Konzerns. In Österreich gibt es ein Unternehmensstrafrecht. Es werden also nicht nur einzelne Personen angeklagt und bestraft, sondern auch Unternehmen, die Straftatbestände verwirklicht haben.

Abgasskandal: Diesel Fahrer erhalten Schadensersatz
Geschädigte des Unternehmens können sich diesem Unternehmensstrafverfahren anschließen und bekommen dann aus dem Strafverfahren heraus ihren Schaden ersetzt. Ein solches Verfahren läuft jetzt gegen die Porsche Holding. Das Kostenrisiko ist gering. Die Verjährung ist ausgesetzt. Aber im Falle der Verurteilung bekommen all jene, die sich diesem Sammelverfahren angeschlossen haben, ihren Schaden ersetzt.

Resch Rechtsanwälte – jetzt auch in Österreich

Wenn Sie als VW-Dieselhalter in Deutschland mehr über das Sammelverfahren in Österreich wissen möchten oder sogar daran teilnehmen möchten, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.