AFD Allgemeiner Finanzdienst: Der Bock macht sich zum Gärtner

05.08.2013

Am 23.07.2013 sind in der Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte zwei Pakete mit Vollmachtenkopien eingegangen. Dabei handelt es sich offenkundig um Anleger verschiedener von dem AFD Allgemeiner Finanzdienst vertriebener Fonds. Diese Anleger erteilten dem AFD standardisierte Vollmachten des Inhalts, dass es Resch Rechtsanwälten von dem AFD verboten wird, diese Anleger zu kontaktieren. Einfach schräg! Resch Rechtsanwälten sind diese Anleger völlig unbekannt!

Wie kommt der AFD Allgemeiner Finanzdienst dazu, Resch Rechtsanwälte unaufgefordert anzuschreiben und ein derartig unsinniges Ansinnen zu stellen. Dabei handelt es sich um verschiedene Fonds, von denen wir teilweise noch nichts gehört haben.

Blind und ohne Zusammenhang werden Resch Rechtsanwälte Daten und Vollmachten von wildfremden Anlegern mitgeteilt. Die sicherlich ahnungslosen Anleger kündigen an, dass sie bei einem Verstoß gegen das Verbot der Kontaktaufnahme unmittelbare anwaltliche und gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen werden. Wie sollten wir Menschen anschreiben von Fonds, die wir gar nicht kennen. Im Übrigen sei angemerkt, Resch Rechtsanwälte schreiben grundsätzlich  keine Anleger an!

Was kann also hinter der Aktion stecken? Offenkundig die blanke Panik. Ein Rundumschlag an alle Anlegeranwälte im Land, um sich unliebsame Frager und Bedenkenträger vom Halse zu halten? Was hat man da zu verstecken? Warum hat der AFD soviel Angst?

Der AFD GmbH Gesellschaft für die Vermittlung im Bank-, Bauspar- und Versicherungsbereich aus Oberhaching ist 1991 von Florian Schuh und Joachim Hiller gegründet worden. Schuh und Hiller haben zudem im Jahre 2001 die SHB Innovative Fondskonzepte AG aus der Taufe gehoben. Zumindest in Sachen SHB Fonds ist es insofern offenkundig, dass aus ureigenstem Interesse die Anleger von möglichen rechtlichen Schritten gegen den AFD oder die SHB abgehalten werden sollen. Dazu passt auch eine eigene Webseite des AFD, die vor den Anlegerschutzanwälten warnt. Der Bock macht sich zum Gärtner.

Damit stellt sich die Frage, ob nicht der AFD seine Position eigennützig missbraucht und massenhaft unsinnige Vollmachten anfordert. Sieht man den engen Zeitrahmen, in dem diese Vollmachten unterschrieben sind, kann man sich den unglaublichen Aufwand nur annährend vorstellen, um diese Unterschriften zusammen zu bekommen.

Das macht uns besonders neugierig. Warum will der AFD seine Anleger im Dunkeln lassen, was passieren könnte? Was soll da versteckt werden? Warum werden Resch Rechtsanwälte bedroht, obwohl dem AFD dazu überhaupt kein Anlass gegeben wurde?

Im Übrigen wird der AFD die vom Bundesgerichtshof die den  Gesellschaftern gewährten Rechte nicht mit solchen standardisierten Vollmachten aushebeln können. „Ein bemerkenswerter Vorgang, den wir sicherlich näher untersuchen werden,“ meint dazu Rechtsanwalt Jochen Resch.