Anlegerschutz 2018

Dass auch das Jahr 2018 für den Anlegerschutz manche Skandale gebracht hat, wird nicht überraschend sein. Aber die Dimension des größten Anlageskandals des Jahres 2018, nämlich der Skandal rund um die Insolvenz der P&R Container, hat selbst die hartgesottenen Beobachter des Grauen Kapitalmarktes überrascht.

Anlegerschutz 2018: P&R Insolvenz neue Dimension

Anleger der P&R Container Gruppe erleiden Schäden in Milliardenhöhe. Eine neue Dimension im Anlegerschutz. Alle anderen Unternehmenspleiten des Jahres 2018 wirken eher zwergenhaft. Selbst der Zusammenbruch der PICAM Unternehmensgruppe mit einem Gesamtschaden von rund 350 Millionen Euro bleibt hinsichtlich der Schadenshöhe deutlich dahinter zurück.

Anlegerschutz 2018: Bei P&R fehlen 1 Million Container
Eine Gemeinsamkeit gibt es zwischen beiden Komplexen. Beide Geschäftsmodelle beruhten auf Scheingeschäften. Bei der P&R Containergruppe wurden von dem Geld der Anleger ab dem Jahr 2010 immer weniger neue Container gekauft. Das heißt, ab dem Jahr 2010 baute sich ein Schneeballsystem auf, das dann Anfang 2018 platzte. Im Zuge der Insolvenz fand dann im Oktober 2018 die Gläubigerversammlung statt. Hier erfuhren die Anleger, dass von den vermeintlichen 1,6 Millionen Containern nur 600.000 existierten. Aber immerhin waren noch 600.000 Container da.

Anlegerschutz 2018: Scheingeschäfte bei PICAM
Das Konzept des PICAM Unternehmensverbundes beruhte ausschließlich auf dem Schein. Es gab keine Trading Geschäfte, wie es den Anlegern durch aufwendig gestaltete Quartalsberichte vorgegaukelt wurde. Immerhin ist es der Staatsanwaltschaft gelungen, im Zuge einer Razzia im Januar 2018 noch rund 80 Millionen Euro auf diversen Konten zu beschlagnahmen.

Anlegerschutz 2018: Wie geht es weiter bei Deutsche Oel & Gas?
Offen ist der Ausgang eines weiteren Komplexes, der in den vergangenen Monaten besondrers viel Aufmerksamkeit bei Resch Rechtsanwälte auf sich ziehen konnte. Nämlich der Komplex DOGSA Deutsche Oel & Gas. Kurz vor Jahresende fand in Luxemburg die Hauptversammlung der Deutsche Oel & Gas S.A. statt, die wenig dazu beitragen konnte, die Sorgen der Anleger zu beruhigen.

Anlegerschutz 2018: Zwangsaktionäre der Deutsche Oel & Gas
Die Anleger der Deutsche Oel & Gas sind ganz überwiegend gegen ihren Willen im Zuge der Einbringung diverser ECI US Öl- und Gasfonds bzw. ECI NSV GmbH & Co. KGs im November 2015 in die Deutsche Oel & Gas S.A. zu Aktionären geworden. Aus den Kommanditisten der ECI US Öl- und Gasfonds und den Zeichnern der ECI-Namensschuldverschreibungen wurden auf einmal Zwangsaktionäre der DOGSA Deutsche Oel & Gas S.A.. Dies hat Unverständnis und Empörung hervorgerufen.

Anlegerschutz 2018: Anleger der DOGSA warten vergebens auf Börsengang
Manche Anleger ließen sich aber damit trösten, dass ja im Jahr 2016 die Deutsche Oel & Gas S.A. an die Börse gebracht werden sollte und dass damit jeder Anleger durch den Verkauf der Aktien sein Geld zurückerhalten würde. Der Börsengang, der inzwischen zum Running Gag geworden ist, wird in absehbarer Zeit nicht stattfinden. Hier sei Verwaltungsratsmitglied Rainer Klee zitiert, der in der Hauptversammlung zum Thema Börsengang gesagt hat: „Wir haben alles getan, was wir tun konnten. Mehr können wir nicht machen, wir haben alles getan.“


Anlegerschutz 2018: Schadensersatzansprüche verjähren
Immer mehr Anleger haben sich deshalb entschieden, ihr Geld über den Rechtsweg zurückzufordern. In der Masse aller Fälle verjähren allerdings die Schadensersatzansprüche zum 31.12.2018. Den Anlegern, die diesen Zeitpunkt verpasst haben und damit auch alle Ansprüche auf Schadensersatz verlieren, sei zu wünschen, dass die hiesige Einschätzung zum Börsengang falsch ist.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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