Antares – Ist es Anlagebetrug? Ja!

Antares erweckt den Eindruck, dass dem Anleger exzellente Bedingungen geboten werden, um beim Online-Handel ebenso schnelles wie sicheres Geld zu erwirtschaften. Doch bei Antares ist alles Anlagebetrug. Kein Cent ist investiert worden. Alles, was der Anleger auf seinem Bildschirm sieht, ist fake. Das Geld ist gleich in den Taschen der Anlagebetrüger gelandet. Nichts wird bei Antares gehandelt. Bei Anrufen verhalten sich die Mitarbeiter von Antares sehr aufdringlich und schreien Anleger sogar an, wenn sie aussteigen möchten. Können Sie von ebensolchen Erfahrungen berichten? Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug? Wie bekommt der Anleger sein Geld von unseriösen Anbietern zurück? Was können Anleger tun, die von Antares betrogen worden sind?    


Antares: Versprechen auf der Webseite sind haltlos und unseriös
Was müssen die verblüfften Besucher auf antares.trade rezipieren? „Die internationale Plattform Antares bietet eine Vielzahl von renditestarken Instrumenten mit unterschiedlichem Marketing, Risikoniveau und Einkommen. Mit ihrer Hilfe kann jeder von Ihnen Eigenkapital um ein Vielfaches erhöhen, unabhängig von Ihrem Standort... Wir haben großartige Pläne zur Umsetzung einer breiten Palette von Investitionsprogrammen und -produkten sowie einer Reihe von Schulungs-, Mentoring- und Betreuungsaktivitäten im Bereich Finanzen.“ Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der übertriebenen Beteuerungen, die Interessenten auf der Webseite von Antares finden. Keine einzige dieser gegebenen Zusagen von Antares wurde eingehalten. Betrüblicherweise sorgen die zweifelhaften Geschäftspraktiken eher für enttäuschte Anleger und schlechte Erfahrungen!

Antares: Der Domain-Eintrag wird versteckt!
Natürlich wollen die Anlagebetrüger nicht, dass man sie leicht aufspüren kann. Deshalb hat die Webseite auch kein Impressum mit den vollständigen Angaben und einer Anschrift der Betreiber der Webseite. Auch die Domaindaten der Webseite antares.trade enthalten keinen Hinweis, wer die Seite einst angemeldet hat, sondern nur, dass die Registrierung am 10.12.2018 bei Name.com, Inc. erfolgte und sich die wirklichen Domaininhaber – für uns ganz erwartungsgemäß – hinter einem Anonymisierungsdienst namens Domain Protection Services, Inc. verstecken.

Antares: Wer steckt dahinter?
Anleger werden diese Frage nicht beantworten können. Die Anlagebetrüger verschleiern ihre Identität perfekt – fast. Dies ist normal, denn sie betreiben regelmäßig verschiedene Webseiten, auf denen sie ihr betrügerisches Geschäftsmodell anbieten. Es ist kein Geheimnis, dass Antares bereits einen neuen Plattform-Namen aus dem Hut gezaubert hat. Die Antares-Anleger sollen nun zu Alcor (alcor.trade, registriert am 29.07.2021, ebenfalls anonymisiert versteht sich) wechseln, dort soll natürlich alles besser, großartiger und noch profitabler sein. In Fällen wie diesen handelt es sich um gängige Praxis, und zwar immer dann, wenn ein System wie Antares anfängt, den Bach runterzugehen. Sobald es beispielsweise ins Visier der Justiz gerät, somit zu viel Unruhe gestiftet wird und etwaig ein Imageschaden droht, werden die Macher eines solchen Systems alles tun, um ihre Schäfchen bei der Stange zu halten, damit diese weiter an das „Erfolgsmärchen“ und die vorgebliche Exklusivität glauben, so auch geschehen im Fall Antares.


Antares: Wozu der Namenswechsel?
Kaum auszumalen, wenn die Schäfchen abspringen und im Zuge dessen drohen würden, ihr gesamtes Kapital aus dem System abzuziehen. Oder kurz gefragt: Warum sollte ein ach so rentables System – ja gar eine Marke – den Namen wechseln und praktisch bei null starten, wenn doch alles mit rechten Dingen zugeht und gut läuft? Die Antwort auf die Frage erklärt sich unseres Erachtens von selbst. Zumal mit antares-refund.com – einer vorgeblichen Seite, die dafür da sein sollte, die Verluste, die den Anlegern im Zuge von Antares entstanden sind, wieder auszugleichen – ein weiterer Versuch gestartet wurde, die Opfer hinzuhalten und von weiteren, etwaig rechtlichen Schritten abzuhalten.

Antares: Wer ist nun der Betreiber?
Auf der Antares-Webseite gibt es diesbezüglich nur unzureichende Angaben. Neben der obligatorischen Support-E-Mail-Adresse [email protected], die man lediglich nach langem Suchen im langen Text der „Terms and Conditions“ findet, sucht der potentielle Anleger dann aber vergebens nach einer Kontakttelefonnummer. Auch eine Geschäftsanschrift findet man auf der Webseite nicht. Als CEO wird einem in vielen Videos und fast schon sektenartig ein Alex Richter präsentiert. Nur das der Mann, der dort zu sehen ist, nicht Alex Richter, sondern ein Russe namens Alexey Zhirovkin ist, der bereits öfter als es einem lieb sein könnte, mit der Justiz in Berührung kam. Kein Wunder also, dass es ihn bereits 2012 weit weg von seiner russischen Heimat in die Dominikanische Republik verschlug. Dort lassen ihn die Behörden vorerst in Ruhe und gewährten ihm sogar eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, es ist äußerst fraglich, wie es dazu kam.

Antares: Internationale Recherchen
Die weltweite Suche nach Antares in den einschlägigen Registern führt zu einem Ergebnis. Man findet einen Eintrag im Handelsregister Hongkongs mit der Nummer 2806412, die genaue Firmenbezeichnung lautet Antares Limited. Eingetragen wurde dieses Unternehmen am 21.03.2019. Dies besagt aber noch lange nicht, dass es eine Erlaubnis hat, Finanzgeschäfte zu betreiben. Wir fassen zusammen: Eine Firma aus Hongkong und ein russischer CEO mit krimineller Vergangenheit, der unter falschem Namen agiert und vor der Justiz in die Dominikanische Republik geflohen ist. Ist dies das „Erfolgsmärchen“, das die Anleger glauben sollten? Wohl kaum. Für uns sieht es eher nach den dunklen Machenschaften einer hoch kriminellen Vereinigung aus, von der man sich tunlichst fernhalten sollte. Wir glauben, Herr Zhirovkin ist Teil einer größeren Bande. Und genau hier setzen wir an. Mit unseren Recherche-Werkzeugen ist es unserem Investigations-Team gelungen, die Fährte zu den Anlagebetrügern aufzunehmen.

Antares: Warnung der FSMA
Es ist wenig überraschend, dass Antares mit ihrem Geschäftsgebaren und dem fragwürdigen Auftreten bereits ins Visier der belgischen Financial Services and Market Authority (FSMA) geraten ist. So warnte diese bereits am 04.03.2021: „Antares (www.antares.trade) - Die Behörde für Finanzdienstleistungen und -märkte (FSMA) warnt die Öffentlichkeit vor den irregulären Aktivitäten von Antares, die über antares.trade aktiv ist. Dieses Unternehmen bietet in Belgien Wertpapierdienstleistungen an, ohne die belgische Finanzgesetzgebung zu beachten... Dies hindert dieses Unternehmen jedoch nicht daran, über das Internet so genannte "Investitionspakete" zu verkaufen, die unrealistische Renditen versprechen.
Außerdem ähnelt das System, das dieses Unternehmen anbietet, eindeutig einem Schneeballsystem…“

Antares: Warnung der russischen Zentralbank und weiterer Aufsichtsbehörden
Dieser Warnung schloss sich die russische Zentralbank am 01.06.2021 an und benennt in ihrer Warnung nicht nur die vorgebliche Anschrift in Hong Kong, sondern auch die vielen Domains, die im Namen des Antares-Konstrukts ins Spiel kommen: „Antares Limited (Antares Trade)
●    Name, service mark, commercial designation and other means of individualization of the person: Antares Limited (Antares Trade)
●    Signs established by the Bank of Russia: Signs of a "financial pyramid"
●    Address of provision of services by the person*: 18 Salisbury RD Tsim Sha Tsui, 75 VF MX, Hong Kong
●    Site on the Internet: antares.trade, antares1.trade, antares2.trade, antares3.trade, antares4.trade, antares5.trade, antares6.trade, antares7.trade, an4ares.trade, trade-antares.ru“
Auch die kanadische British Columbia Securities Commission warnte am 02.06.2021 vor Antares, ebenso wie am 14.06.2021 die spanische Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV).

Antares: Warnung vor Nachfolger Alcor
Aufgrund all dieser öffentlichen Warnungen, die seitens der regulatorischen Institutionen im Jahr 2021 ausgesprochen wurden, ist nun auch klar, warum ein neues, bigottes Gewand für Antares her musste und Alcor aus dem Boden gestampft wurde. Schade nur, dass auch Alcor bereits ins Visier der Behörden geraten ist. So warnte auch hier die russische Zentralbank öffentlich am 14.09.2021, diesmal vor Alcor:
„Alcor Limited, Alcor 
●    Name, service mark, commercial designation and other means of individualization of the person: Alcor Limited, Alcor
●    Signs established by the Bank of Russia: Signs of a "financial pyramid"
●    Site on the Internet: alcor.trade, alcor1.trade, alcor2.trade“
Es ist gewiss nur noch eine Frage der Zeit, bis auch weitere regulatorische Institutionen auf Antares und Alcor aufmerksam werden und vor ihren strafwürdigen Aktivitäten warnen werden.

Antares – Kriminelle Geschäftspraktiken!
Es gibt ein klassisches Schema des Anlagebetruges. Idealerweise sollten die Antares-Anleger nur auf Einladung eines bereits registrierten Anlegers Teil der Gruppe werden. Dieser sogenannte Sponsor erhielt natürlich für jede geworbene Person eine nicht unerhebliche Provision. Das neu angeworbene Neumitglied konnte dann auch neue Mitglieder suchen und erhielt dann ebenfalls eine Provision. Aber es ging noch weiter: Warb ein geworbenes Mitglied weitere Mitglieder an, dann profitierte der Erstwerber auch immer noch mit einem gewissen Prozentanteil. Und, wonach klingt das? Genau, es klingt wie ein Schneeballsystem und das ist Antares auch, nicht mehr und nicht weniger. Meist starten die Anleger mit einer kleinen Summe als Einsatz. Besonders kriminell ist dann allerdings, wenn auf der Plattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Wir müssen uns folgendes vor Augen führen: Antares war und ist illegal, da nützt auch eine vermeintliche Registrierung im Handelsregister von Hong Kong nichts. Die Verlierer sind stets die gutgläubigen Anleger, die lange Zeit von den Machern des Systems hinters Licht geführt werden. Bei Schneeballsystemen wie Antares kommt früher oder später aber immer der Zeitpunkt, ab welchem keine Auszahlungen mehr generiert werden können, dies ist der Moment, in welchem das System kollabiert. Und den Anlegern bleibt dann nur noch ein Scherbenhaufen. Das Geld ist weg. Aber wie geht es weiter?
 

Antares: Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?
Was Anleger bei Anlagebetrug anstellen sollten, fragen sich viele wütende Anleger, ergibt doch das Stellen einer Strafanzeige wenig Sinn, weil Strafanzeigen vorrangig der Strafverfolgung dienen, aber nicht der Wiederbeschaffung des Geldes. Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrugsfällen und wie bekommen betroffene Anleger ihr Geld wieder? Ein auf Anlagebetrug spezialisierter Anwalt weiß, wie man den Spuren des Geldes folgen kann, denn wie hieß es doch früher, Geld ist nie weg, sondern woanders. In der Gegenwart kann man ergänzen: Es ist diffizil, doch mit den geeigneten Werkzeugen ist es möglich, Geld regelmäßig digital zu verfolgen – auch wenn es mit Bitcoin über einen Crypto Exchanger transferiert wurde.
 


RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
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07.10.2022


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