Atlantic MS „Benedict Schulte“ insolvent ++ Atlantic Schiffsfonds ++ Totalverlust

Das Amtsgericht Lüneburg hat über das Vermögen der Einschifffahrtgesellschaft MS „Benedict Schulte“ GmbH & Co. KG das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet (47 IN 2/16). Zusammen mit der MS „Benjamin Schulte“ wurde der Twinfonds MS Benjamin Schulte und MS Benedikt Schulte von dem Emissionshaus Atlantic zur Beteiligung angeboten. Den Anlegern droht der Totalverlust. Von wem können die Anleger Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Atlantic Schiffsfonds MS Benjamin Schulte und MS Benedict Schulte

Der Atlantic Schiffsfonds „Benjamin Schulte“ und MS Benedict Schulte“ hat ein Gesamtvolumen von 104.010.000,00 EUR. Knapp 40.000.000,00 EUR werden von den Anlegern aufgebracht, der Rest sind Schiffshypothekendarlehen in amerikanischen Dollar und japanischen Yen. Bei den beiden Fondsschiffen handelt es sich um Vollcontainerschiffe der Panamax-Klasse.

MS Benedikt Schulte fährt in die Krise

Nach Ablauf der ersten Charterverträge gerät der Atlantic-Schiffsfonds zwangsläufig in die Krise, denn die Charterraten sind seit 2008 stetig gesunken. Schon 2008, als der Schiffsfonds aufgelegt wurde, bahnte sich nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank eine weltweite Wirtschaftskrise an, deren Dimensionen noch gar nicht zu überschauen waren. Die Überkapazitäten auf dem Weltschifffahrtsmarkt und die damit verbundenen Einbrüche der Charterraten waren abzusehen und haben sich bei vielen Schiffsfonds zwischenzeitlich realisiert. In dessen Folge kommt die Insolvenz für die MS „Benedict Schulte“ nicht überraschend.

Altlantic Schiffsfonds MS Benedict Schulte keine sicher Kapitalanlage

Dabei war die Beteiligung an dem Atlantic Schiffsfonds MS „Benedict Schulte“ und MS „Benjamin Schulte“ als eine sichere Kapitalanlage angeboten worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern war überhaupt nicht klar, dass sie sich als Kommanditist an einem Unternehmen beteiligen und damit auch die Risiken einer unternehmerischen Beteiligung eingehen, die bis zum Totalverlust gehen können.

Atlantic Schiffsfonds MS Benedict Schulte: Anleger müssen aufgeklärt werden

Diese Risiken hätten ihnen aber von den Anlageberatern dargestellt werden müssen. Ein Vermittler hat die Aufgabe, seinen Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten, das heißt, er muss prüfen, ob das von ihm empfohlene Finanzprodukt auch den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht. Den Schiffsfonds Atlantic „Benjamin Schulte“ und MS „Benedict Schulte“ hätte er sicherheitsorientierten Anlegern nie anbieten dürfen. Der Schiffsfonds Atlantic „Benjamin Schulte“ und MS „Benedict Schulte“ wäre nur etwas für Anleger gewesen, die im Jahr 2008 bereit gewesen wären, spekulative Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage in Kauf nehmen wollten.

Atlantic MS Benedict Schulte: Bank muss über Provision aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese auf die Rückvergütungen, eine Art „Innenprovision“, hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds Atlantic „Benjamin Schulte“ und MS „Benedict Schulte“ erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Kickback-Zahlung einen Interessenkonflikt, der dem Kunden unaufgefordert mitgeteilt werden muss. Wird der Anleger falsch beraten oder wird ihm die Innenprovision  nicht offengelegt, steht ihm grundsätzlich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds Atlantic „Benjamin Schulte“ und MS „Benedict Schulte“ nicht gezeichnet.

Atlantic MS „Benedict Schulte“ insolvent ++ Atlantic Schiffsfonds
Atlantic MS „Benedict Schulte“ insolvent ++ Atlantic Schiffsfonds

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.