Schützen Sie sich vor betrügerischen Handelsplattformen: Tipps der FSMA

Die belgische Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor dem Anstieg betrügerischer Handelsplattformen

Die belgische Finanzdienstleistungsaufsicht (FSMA) warnt vor dem verstärkten Auftreten betrügerischer Handelsplattformen auf dem dortigen Markt. Aber das Gleiche gilt auch für Verbraucher in den deutschsprachigen Ländern. Diese Plattformen locken Verbraucher mit betrügerischen Anzeigen in den sozialen Medien oder Online-Video-Plattformen. In dem heutigen Artikel erfahren Sie, wie Sie sich vor diesen betrügerischen Machenschaften schützen können.

 

Betrügerische Handelsplattformen nutzen verschiedene Taktiken

Betrügerische Handelsplattformen gehen äußerst geschickt vor und bedienen sich unterschiedlicher Methoden, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Eine gängige Taktik besteht darin, gefälschte Anzeigen zu schalten, in denen vermeintlich bekannte Persönlichkeiten erklären, wie man schnell reich werden kann. Manche Plattformen nutzen auch mobile Anwendungen, um Opfer anzulocken. Dort werden oft virtuelle Währungen, Handelssoftware oder Schulungskurse angeboten. Sobald die Opfer auf die Anzeige klicken oder die App herunterladen und ihre Kontaktdaten angeben, werden sie in der Regel von Betrügern kontaktiert. Diese präsentieren den Opfern spezifische Anlagevorschläge, beispielsweise im Bereich Aktien, alternativer Anlageprodukte oder virtueller Währungen. Es gibt auch Handelsplattformen, die Verbraucher über Dating-Apps und gefälschte Social-Media-Konten kontaktieren. Zudem nutzen viele dieser Plattformen WhatsApp und Telegram.

Partnerprogramme als Schneeballsysteme

Einige betrügerische Handelsplattformen bieten sogenannte "Partnerprogramme" für Verbraucher an. Diese Programme weisen Merkmale eines Schneeballsystems auf. Die Plattformen treten äußerst aggressiv auf und behaupten oft, von einer gefälschten Finanzbehörde autorisiert zu sein, um vertrauenswürdig zu erscheinen. Betrüger versuchen sogar, die Opfer dazu zu bewegen, ihnen die Fernsteuerung ihres Computers zu ermöglichen, um Geldtransfers vorzunehmen. Des Weiteren animieren sie die Opfer dazu, immer höhere Geldbeträge zu investieren. Dabei versprechen sie eine Rückzahlung im Austausch für einen letzten Geldtransfer. Dies dient lediglich dazu, noch mehr Geld von den Opfern zu erlangen.

Anlagebetrug und rechtliche Konsequenzen

Diese betrügerischen Handelsplattformen sind nicht nur ohne die erforderlichen Genehmigungen tätig, sondern leiten auch die Gelder der Anleger um. Das bedeutet, dass Anleger ihr Geld in solchen Fällen nicht zurückfordern können, da die illegalen Dienstleister in der Regel im Ausland ansässig sind. Hierbei handelt es sich zweifellos um Anlagebetrug. Um sich vor solchen Machenschaften zu schützen, gibt die FSMA den Anlegern einige wichtige Empfehlungen.

Empfehlungen der FSMA zur Vermeidung von Betrug

Um Betrug zu vermeiden, rät die FSMA den Anlegern, die Identität des Unternehmens immer sorgfältig zu prüfen. Hierzu gehört die Überprüfung des Firmennamens, des Heimatlands und des eingetragenen Sitzes. Wenn das Unternehmen nicht eindeutig identifiziert werden kann, sollte man ihm kein Vertrauen schenken. Des Weiteren empfiehlt die FSMA, stets zu überprüfen, ob das betreffende Unternehmen die erforderlichen Genehmigungen besitzt. Eine einfache Suche auf der Website der FSMA gibt Aufschluss darüber. Bei "geklonten Unternehmen" sollte man besonders vorsichtig sein. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die sich als verschiedene, rechtmäßige Unternehmen ausgeben, obwohl sie keine Verbindung zu ihnen haben. Ein genauer Blick auf die E-Mail-Adressen oder Kontaktdaten des Unternehmens kann helfen, solche Betrugsversuche zu erkennen und zu verhindern.

Handeln Sie vorsichtig und melden Sie Verdachtsfälle

Mehr denn je ist Vorsicht geboten. Bei Zweifeln und bevor Sie (weitere) Zahlungen vornehmen, zögern Sie nicht, über das Verbraucherkontaktformular mit der FSMA Kontakt aufzunehmen. Teilen Sie der FSMA alle Kontakte mit, die Sie mit einem verdächtigen Unternehmen hatten, das noch nicht Gegenstand einer Warnung der FSMA war. Sollten Sie Opfer von Anlagebetrug geworden sein, empfiehlt die FSMA Ihnen, eine Beschwerde bei der örtlichen Polizei oder den Justizbehörden einzureichen. Zudem sollten Sie Ihre Bank kontaktieren und gegebenenfalls Ihre Passwörter ändern, falls Betrüger Zugriff auf Ihren Computer erlangt haben.

27.06.2023

Die FSMA warnt davor, dass betrügerische Handelsplattformen vermehrt auf dem belgischen Markt auftreten. Verbraucher werden durch betrügerische Anzeigen in den sozialen Medien oder Online-Video-Plattformen angelockt:

Assets-Access (assets-accessltd.com; asset-access.com/)
A-trade International (atrintl.com/)
BingX (bingx.com/en-us/; bingsaub.com/)
Bitelitgroup (bitelitgroup.com/; bitelitgrp.com/)
Bitradercode (bitradercode.com/)
Common Investments (commoninvestments.co/)
Comovest (comovest.com/)
DBSINVESTING (dbsinvesting.com/)
ECB crypto (ecbcrypto.com/)
Enduring Markets (enduring-markets.com/)
Erzinex (www.erzinex.com/)
Finextrader (finextrader.com/)
Fivoro (fivoro.com/)
GlobalX (globalx.company/)
Intelligence Prime Capital (intelligenceprimecapital.com/)
Invest Dominate Group (invest-dg.com/)
Invest Ehub (invest-ehub.com/)
Ip-t.trade (ip-t.trade/)
Keller Finance (kellerfin.com/)
Librapros (librapros.com/)
Linitybase (linitybase.com/; linitybase.info/)
MIT-IC (www.mit-ic.com; www.mit-ic.net/)
Nextonbid (nextonbid.com/)
Pocket Option (pocketoption.com/en; po.trade/en; pocketoption.app/)
Polar BTC (www.polarbtc.com/)
PrimeOlympicPro (primeolympicpro.com/)
Priority-Trading (priority-trading.com/)
Sallix Capital (sallixcapital.com/)
Seastock-24 (seastock24.com/)
SolidusX (solidusx.com/)
Spotinvest (www.spotinvest.com/)
Stockswide (stockswide.com/)
SwissFxBank (http://swissfxbank.com/; www.swissfxbank.live/)
T4trade (www.t4trade.com/)
Topologyfis (topologyfis.com/en/) 
Torocoin (torocoin.io/; toroc.io/)
Torrocapital (torrocapital.com/)
Winvestock (winvestock.com/; winvestock.net/)



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