Bitcoin ++ Kryptogeld auf Kredit

Immer mehr Anleger verschulden sich, um Bitcoins zu kaufen. Durch den Crash wird das zum Problem. Jetzt wollen die Regierungen eingreifen. Eigentlich sollten Anleger wissen, dass Bitcoins und andere Kryptowährungen hoch spekulativ sind. Das ändert nichts daran, dass die Blockchain-Technologie eine große Zukunft haben mag. Aber die Idee, eine von den Regierungen und Notenbanken unabhängige Kryptowährung zu schaffen, wird man als gescheitert bezeichnen können.

Bitcoin: Anleger kaufen Kryptowährungen mit Kredit

Trotzdem geht der Hype um den Bitcoin weiter. Nach seinem kometenhaften Aufstieg um den Jahreswechsel ist er jetzt abgestürzt. Das allerdings bekräftigt die Bitcoin-Fans, zu diesem günstigen Preis einzusteigen und darauf zu hoffen, dass der Kurs wieder ansteigt. Sie sind sogar bereit, Kredite aufzunehmen, um in das Geschäft einzusteigen. Tatsächlich werden 18 % der Bitcoin-Käufe mit Krediten finanziert.

Bitcoin: Risiken der Kreditfianzierung
Es ist also nicht nur das Ersparte weg, wenn der Bitcoin fällt oder gar völlig zusammenbricht, sondern man muss auch noch seinen Kredit mit echtem Geld zurückbezahlen. Für die Anleger der Kryptowährungen zählt das alles nicht. Sie ignorieren, dass zumindest Teile des Marktes in kriminelle Hände gefallen sind, dass offenkundige Manipulationen stattfinden, dass China mit staatlichen Eingriffen die weitere Herstellung von Bitcoins verboten hat.

Kein Bitcoin Kauf über Kreditkarte
Auch die großen amerikanischen Kreditkarten-Anbieter lassen keine Käufe mehr von Bitcoins zu. Der Grund dürfte sein, dass sie verhindern wollen, dass sich die Kreditkartenhalter immer höher durch den Ankauf von Bitcoins verschulden und am Ende ihre über die Karten aufgenommenen Kredite nicht zurückzahlen können.

Starke Schwankungen disqualifizieren Bitcoin als Währung
So greift dann auf diesem Wege die Kryptowährung in die Welt der normalen Kreditwirtschaft ein und die hält wenig von der Kryptowährung. Durch die enormen Schwankungen der letzten Monate haben die Kryptowährungen ihre ursprüngliche Idee als Währung endgültig verloren. Man möge sich vorstellen, der Euro oder der Dollar hätten derartige Ausschläge in ihren Bewertungen erlebt.

Das Weltwährungssystem wäre zusammengebrochen. Der Bitcoin ist vielleicht noch am ehesten mit Gold zu vergleichen. Wobei man allerdings davon ausgehen darf, dass Gold immer einen bestimmten Wert behalten wird. Beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist das fraglich.

Wie wird es mit dem Bitcoin als Kryptowährung weitergehen?
Das sei genauso schwierig wie die Vorhersage der Lottozahlen, meint einer der Experten. Augustin Carstens, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, meint, die Kontrolle der Kryptowährungen sei dringend notwendig. „Was vielleicht ursprünglich als alternatives Zahlungssystem ohne staatliche Beteiligung gedacht war, ist inzwischen zu einer Mischung aus Finanzblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe geworden“. Der Stromverbrauch für die Herstellung der Kryptowährungen entspricht bereits dem Verbrauch des Staates Singapur. China und Südkorea wollen den Bitcoin und dessen Herstellung verbieten. Einfach dadurch, dass man die Stromversorgung abschneidet.