Bundesregierung schont Auto Kartell ++ Kompromiss zu Lasten der Verbraucher

Der Dieselgipfel vom 02.08.2017 zwischen Autoindustrie und Politik führt nur zu einem Mini-Konsens. Lediglich eine Optimierung ist für die Millionen betroffenen Diesel-Fahrzeuge vorgesehen. Für die Käufer und Halter dieser Autos ist dies keine Lösung. Der Wertverfall und das drohende Fahrverbot in deutschen Städten dürften damit nicht aus der Welt sein. Für die Verbraucher, also die Halter und Fahrer dieser Autos, ist es Zeit zum Handeln!

Auto Kartell optimiert Software

Die Abschlusserklärung des Dieselgipfels sieht vor, dass mehrere Millionen Diesel-Pkw „optimiert“ werden müssen. Sie sollen also eine neue Software bekommen. Es betrifft die Dieselautos mit den Euro-6- und den Euro-5-Motoren. Die betroffenen Hersteller, also Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes und Porsche, müssen für die durch die Umrüstung entstehenden Kosten selber aufkommen. Ziel von Bundesministerin Hendricks war, dass 50 % der Stickoxide reduziert werden. Dieses Ziel konnte Hendricks nicht durchsetzen.

Auto Kartell will keine neuen Katalysatoren
Eine solche Reduzierung würde den Einbau neuer Katalysatoren-Systeme bedeuten. Lediglich ein Software-Update hätte nicht ausgereicht. Das Autokartell verpflichtet sich zudem, Systeme mit dem höchsten Wirkungsgrad anzustreben. Das bedeutet, dass die Einspritzung von AdBlue, einer Harnstofflösung, in größerem Umfang beigefügt wird, auch wenn diese zunächst zu zusätzlichen Werkstattbesuchen führen wird.

Mit Lösung des Auto Kartells sind Fahrverbote nicht von Tisch
Für die Käufer der Diesel-Pkw ist das nicht wirklich eine Lösung. Ohnehin sind viele skeptisch, ob sie damit potenziellen Fahrverboten entgehen können. Auch auf den Wiederverkaufswert ihres Dieselautos wird der Kompromiss zwischen der Bundesregierung und dem Auto Kartell nur einen negativen Effekt haben. Es ist ein Kompromiss zu Lasten der Menschen, die auf den Dieselmotor gesetzt haben.

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