CAPWELT – BaFin, FMA und CONSOB warnen

Der vorgebliche Online-Broker CAPWELT verkauft sich als anständige Plattform für das Online-Trading. Es mehren sich jedoch die Informationen, dass es bei CAPWELT auffällig viele Ungereimtheiten gibt. Es melden sich immer mehr Trader, die von Telefonterror, Abzocke und Anlagebetrug bei CAPWELT sprechen. Alle Trader verloren ihr bei CAPWELT investiertes Geld. Zweifel sind angesagt. Inzwischen haben viele Trader der CAPWELT Angst, dass es sich um einen Anlagebetrug handelt. Die Webseite von CAPWELT ist bereits abgestellt. Alle Anleger der CAPWELT fragen sich, ob sie Opfer von Anlagebetrügern geworden sind? Und was können die Trader der CAPWELT tun, wenn sich der Verdacht des Anlagebetruges erhärtet? Wie bekommen die Trader der CAPWELT ihr Geld zurück? Macht es Sinn, bei der Polizei eine Strafanzeige gegen CAPWELT zu erstatten? Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?

CAPWELT: Hinweise beim Domain-Eintrag!
Bemerkenswert für die Geschäftspraktiken der CAPWELT-Macher ist, dass die Website keinerlei Impressum mit vollständigen Angaben zu den rechtlich verantwortlichen Betreibern der Website enthält. Man landet direkt in einem Webtrader, ohne dass sich die Plattform irgendwelche Informationen über sich preisgibt. Schaut man sich die entsprechenden Domaindaten der Website www.capwelt.com an, so stellt man fest, dass diese am 15.06.2018 bei GoDaddy.com, LLC von der KLDC Technical Systems LTD registriert worden ist.
 

 

CAPWELT: Wer steckt dahinter?
Diese Frage zu beantworten, wird vielen Anlegern eher schwerfallen, da die CAPWELT-Macher alles tun, um die wahren Verhältnisse zu verschleiern. Dies ist allerdings nicht ungewöhnlich, da die Täter häufig diverse dieser Websites mit dem vermeintlich gleichen Geschäftsmodell betreiben und diese schnell ins Netz bringen, aber auch genauso zügig wieder abschalten. Vielfach wird dabei auch die Top-Level-Domain häufig verändert, möglicherweise auch um die Finanzaufsichts- und Strafverfolgungsbehörden zu täuschen. Und wer ist der Betreiber? Auf der Website capwelt.com gibt es dazu keinerlei Angaben. Wie wir jedoch aus den Domaindaten wissen, wurde die Webseite von der KLDC Technical Systems LTD registriert. Diese hat ihren mutmaßlichen Geschäftssitz im Trust Company Complex in der Ajeltake Road in Majuro auf den Marshall Inseln. Der Trust Company Complex in Majuro ist Finanzermittlern wohlbekannt, denn hier residieren noch diverse Briefkastenfirmen, die sich im Cybertrading tummeln. Die weltweite Suche nach der KLDC Technical Systems LTD in den einschlägigen Registern führt zu keinem Ergebnis und verdeutlicht, dass es sich vorliegend um ein reines Phantasieprodukt handelt. Interessant ist allerdings, dass es mit der KLDC Technical Systems Ltd auch Verbindungen zu der Tradingplattform www.cfxpoint.com zu geben scheint. Auch dort erschien der Hinweis auf die KLDC Technical Systems Ltd, welcher allerdings zwischenzeitlich wieder entfernt wurde. 

CAPWELT: Warnungen der Aufsichtsbehörden
Am 15.05.2019 hatte jedoch die BaFin bereits eine Warnung wegen Unerlaubter Geschäfte bezüglich der KLDC Technical Systems LTD und ihrer CFXpoint herausgegeben. Es folgte eine weitere Warnung zur KLDC durch die österreichische FMA am 20.06.2020, diesmal bezüglich der Plattform BitcapCM. Die aktuellste Warnung, ebenfalls durch die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA, stammt vom 27.03.2021: „Achtung! Die FMA warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit:

  • KLDC Technical Systems (CAPWELT, Tradecenter.fm)
  • Trust Company Complex, Ajeltake Road,
  • Ajeltake Island, Majuro,
  • Marshall Islands MH 96960
  • capwelt.com
  • www.tradecenter.fm
  • [email protected]

Dieser Anbieter hat keine Berechtigung, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegenahme fremder Gelder zur Verwaltung (§ 1 Abs 1 Z 1 erster Fall Bankwesengesetz) sowie der gewerbliche Handel auf eigene oder fremde Rechnung (§ 1 Abs 1 Z 7 Bankwesengesetz) nicht gestattet. Diese Veröffentlichung basiert auf § 4 Abs 7 Bankwesengesetz und erfolgte am 27.03.2021 auch im Amtsblatt zur Wiener Zeitung.“ Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich weitere Aufsichtsbehörden, wie die BaFin oder die FCA, dieser neuen Warnung anschließen werden.

CAPWELT: Die Kundenakquise der Anlagebetrüger
Hier findet sich immer wieder die gleiche Vorgehensweise: Um neue Kunden zu akquirieren werden die Empfehlungen von CAPWELT in allen zur Verfügung stehenden Medien und Kanälen beworben. Es wird beispielsweise Werbung in den sozialen Medien, wie Facebook geschaltet. Um die Wirkung zu erhöhen laden sie Imagefilme auf Youtube oder Vimeo hoch, in denen interessierte Trader mit erfundenen Referenzen überzeugt werden. Hier berichten vermeintliche Prominente, gern auch unter dem irrigen Verweis auf die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, über ihre Erfahrungen mit dem Onlinetrading und Kryptowährungen. Mit demselben Ziel wird in der Regel ein Affiliate-Programm gestartet, um andere anzustacheln, intensiv für CAPWELT zu werben.

CAPWELT: Kriminelle Geschäftspraktiken
Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Vielfach handelt es sich allerdings bei den Machern dieses Geschäftsmodells um mutmaßliche Betrüger, vor denen auch das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen. Meist starten die Trader mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie Anydesk oder TeamViewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. Dabei verschaffen sich die Anlagebetrüger auch häufig Zugriff auf das Onlinebanking ihrer Opfer. Besonders kriminell ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Aber wie geht es weiter?

CAPWELT: Schema des Anlagebetrugs?
Eine Regulierung des Handelsplattform CAPWELT gibt es nicht. CAPWELT fehlt die Regulierung durch eine anerkannte europäische Aufsichtsbehörde, wie die englische Financial Conduct Authority (FCA) oder die von Brokern häufig genutzte Cyprus Securities and Exchange Commission (CySec). Ebenso fehlt eine Genehmigung der für die Schweiz zuständigen Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (finma) oder der Finanzmarktaufsicht (FMA) Österreichs. Dafür gibt es Warnungen der FMA sowie der italienischen Finanzaufsichtsbehörde Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (CONSOB). Es ist gut zu erkennen, dass es sich bei CAPWELT um ein Schema des Kapitalanlagebetrugs handelt. Allen von CAPWELT geschädigten Investoren ist nahezulegen, so schnell wie möglich einen Anwalt für Anlagebetrug einzuschalten.

CAPWELT: Wo agieren die Anlagebetrüger aktiv?
Anleger haben es bei CAPWELT mit Anlagebetrug in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu tun. Die illegalen Aktivitäten der CAPWELT beschränkten sich keineswegs auf den DACH-Raum. Weil sich CAPWELT ebenso an englischsprachige Trader in aller Welt wendet, ist es nur eine Frage der Zeit bis sich auch die Betrogenen aus dieser Sprechergruppe melden. Ein Blick in die Liste der Aufsichtsbehörden ist vor jedem finanziellen Engagement ratsam, um die Gefahr zu verringern, Opfer eines Anlagebetrugs zu werden.

CAPWELT: Schadensersatzansprüche gegen involvierte Banken
Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen und Investmentgeschäfte erbringen möchte, muss zuvor zwingend eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einholen. Solche Geschäfte zu tätigen, zu unterstützen oder zu ermöglichen ist, auch grenzüberschreitend, nach Deutschland hinein, untersagt. Personen die sich trotzdem daran beteiligen sind den Opfern zu Schadensersatz verpflichtet. Die Anlagebetrugsfälle wären ohne diese Banken wohl nicht denkbar gewesen.

CAPWELT: Anleger wollen Ihr Geld zurück!
Die Konstellation ist zum Glück aussichtsreicher, als es scheint. Die geschädigten Investoren können gegen die am Anlagebetrug Beteiligten und das eingesetzte Kapital zurückfordern. Stand jetzt ist es zwar eher nicht zu erwarten, dass die Anlagebetrüger von CAPWELT zeitnah gefasst werden, dennoch gibt es Anlass zu hoffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Geldtransaktionen über Konten liefen, die angesehene Banken zur Verfügung gestellt haben. Die haben es nachweislich versäumt, die teilweise hohen und deshalb kontrollpflichtigen Einzahlung der Trader und deren Weiterleitung auf Rechtmäßigkeit zu kontrollieren. Diese Säumnisse ermöglichten den Anlagbetrügern ihr kriminelles Schaffen erst.

CAPWELT: Sie wollen ihr Geld zurück! Wie funktioniert das?
Ausgestattet mit diesen Kenntnissen, hätten sich die Investoren nicht auf eine Investition bei CAPWELT eingelassen. Jetzt bleibt den Opfern nur noch der Weg, sich um Wiederbeschaffung des unterschlagenen Kapitals zu bemühen. Viele Anleger können sich gar nicht vorstellen, dass es überhaupt eine reale Chance gibt, jemals ihr Geld wiederzusehen. Eindeutig ja! Es gibt zahlreiche rechtliche Grundlagen, auf die zurückgegriffen werden kann. Der Oberbegriff lautet „Geldwäsche“. Wenn Anlagebetrüger Geld einsammeln, ist der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt. Finanzinstitute sind in der Pflicht, gegen Geldwäsche vorzugehen. Hier setzt man mit guten Erfolgsaussichten an. Vorweg sollten relevante Punkte geklärt werden. Zu welchem Ziel sind die von CAPWELT veruntreuten Gelder geflossen? Gibt es eine Chance, dass die geprellten Trader ihr bei CAPWELT eingesetztes Geld zurückkriegen? Welche Vorkehrungen sind von nun an geboten? Gerne wird Ihnen ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt derartige Fragen gründlich beantworten

CAPWELT: Wer kann helfen?
Was tun bei Anlagebetrug? Auf welche Hilfe bei Anlagebetrug können die Geschädigten von CAPWELT hoffen? Die Opfer von CAPWELT finden idealerweise bei einem erfahrenen Rechtsanwalt für Kapitalanlagebetrug die benötigte Hilfe. Er ist in der Lage sich um Ihren Fall mit CAPWELT sowohl hinsichtlich der strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs, als auch um die Rückholung der Gelder und mögliche Schadensersatzansprüche zu kümmern. Ein Rechtsanwalt für Trading kommt ebenso in Frage, weil diesem auch die Methoden betrügerischer Broker, wie CAPWELT bekannt sind.

CAPWELT: Die Spur des Geldes verfolgen!
So geartete Missstände auf dem grauen Kapitalmarkt verfolgt die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte seit über drei Jahrzehnten. Die Methoden der CAPWELT sind demgemäß nichts wirklich Neues. Resch Rechtsanwälte haben im Laufe der Jahrzehnte eine wirkungsvolle Palette von Instrumenten zum Aufspüren der defraudierten Investitionen und Verfolgen der Geldflüsse entwickelt. In Zeiten des Internets wird es immer aufwendiger, Gelder tatsächlich verschwinden zu lassen. Je zügiger die Anleger die Spur des Geldes verfolgen, umso größer sind die Chancen, dass sie ihr Geld sichern lassen können. Nun kommt es darauf an, dass die von CAPWELT geschädigten Anleger sofort reagieren.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein Opfer von CAPWELT geworden sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, rufen Sie an, unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

21.06.2021

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