Claus Clemens PIC - Lügen und Legenden

Im Jahre 2017 erschien ein Video in dem Claus Clemens, vollständiger Name Claus Martin Paul Clemens, im Umfeld auch gerne “Balou” genannt, sich selbst, den KESF Private Asset Management Inc. und den PIC (Pension Investment Club, später Pension International Club) vorstellt, darin wird kaum zu glaubender Unsinn behauptet. Einziges Ziel des manipulativen Machwerks, arglose Menschen täuschen und dazu verführen ihre Ersparnisse dem betrügerischen Schneeballsystem PIC und somit Claus Clemens zu übereignen.

Claus Clemens PIC - Der Gründungsmythos

Im Jahre 1992 soll es geschehen sein. Der gelernte Altenpfleger kommt erstmals in Kontakt mit einer Wirtschaftsloge, geheimnisvoll, wie die Ritter der Artusrunde, einflussreich, wie die Freimaurer und mächtig muss sie sein, denn sie hat Großes vor, allen voran, mit dem Protagonisten Claus Clemens. In dieser Konstellation soll nun gelingen, woran alle anderen scheiterten. Traumhafte Renditen, quasi aus dem Nichts und völlig unabhängig von den Entwicklungen am Finanz- und Anleihemarkt.

Claus Clemens PIC - Angebliche Gründung der privaten Vermögensverwaltung KESF
Es soll sich im Jahr 2008 zugetragen haben, dass die Muttergesellschaft von Claus Clemens PIC ihre Aktivitäten begann. Gegründet mit dem Ziel Anleger vor dem Totalverlust bei Einlagen in Unternehmensbeteiligungen abzusichern und dafür Sicherungsprämien vom Kunden zu kassieren. Das hat dann freilich wenig mit der Verwaltung der Vermögen zu tun. Mal ganz davon abgesehen, dass Claus Clemens, der zukünftige Gründer des PIC, ganz gewiss nicht über das benötigte Kapital verfügte. Vielmehr benutzt er diese Legende, um den Leuten weiszumachen, dass der KESF schon lange existiert.

Claus Clemens PIC - Erste Vorbereitungen
2012, also vier Jahre nach der vorgeblichen Gründung des KESF, will Claus Clemens die Vorbereitungen zur Erschaffung des PIC begonnen haben. Da saß er also und grübelte, wie man einen Geldbetrag innerhalb von zweieinhalb Jahren soweit vermehren kann, dass in der Folge mindestens selbiger Betrag monatlich, sozusagen als Zins oder Zinseszins, abfällt. Da ein solches Grübeln naturgemäß ergebnislos geblieben sein dürfte, liegt die Vermutung nahe, dass Claus Clemens, hinsichtlich des PIC, letztlich ganz anderes durch den Sinn ging.

Claus Clemens PIC - Ponzi-Schema
Wahrscheinlich beschäftigte er sich mit Schneeballsystemen und stieß dabei auf das Ponzi-Schema. Dieses funktioniert, fast genauso wie ein Schneeballsystem, mit einem wesentlichen Unterschied. Den Opfern von Schneeballsystemen ist die Quelle der Ausschüttungen, aber nicht der Urheber des Systems bekannt. Beim Ponzi-Schema ist es umgekehrt, der Urheber ist ihm bekannt, aber die Quelle der ausgeschütteten Gewinne wird ihm verschleiert. Der Urheber ist ganz klar Claus Clemens und sein PIC, die Quelle der sagenhaften Gewinne dagegen, bleibt verschleiert.

Claus Clemens PIC - Die verschleierte Quelle
Eigentlich werden vom PIC und seinem Urheber Claus Clemens mehrere Quellen genannt, wobei die Auskunft vage bleibt, vor allem hinsichtlich der konkreten Vorgehensweise. Es wird zum einen die Bitcoin-Spekulation beschrieben. Bei der von ihm beschriebenen Vorgehensweise kann man Geld gewinnen, aber genauso gut auch verlieren, eine sichere Einnahmequelle ist es also nicht. Weiter wird verschiedentlich von Revenue Shares geschwafelt oder dem Investieren in Start-Ups. Als letztes Geschäftsmodell wird die Nachfolgervermittlung für kleine und mittelständige Betriebe genannt, dafür benötigt man allerdings eine Reputation, wie sie der windige Herr Clemens nie hatte oder jemals haben wird.

Claus Clemens PIC - Mängel im Konzept
Für alle eben genannten Geschäftsmodelle braucht es viel Geld, viel Fachwissen, eine gute Vernetzung in Wirtschaftskreise, hohes Vertrauen in die handelnden Personen und vor allem viel Zeit. Eigentlich mangelte es an allem. Aber auch die insgesamt eingenommenen Gelder, man geht im Moment von 4.500.000,00 Euro aus, würden nicht ausreichen um in den genannten Geschäftsbereichen ernsthaft mitmischen zu wollen. Selbst wenn alles ausreichend vorhanden gewesen wäre, hätten, auch in günstigen Szenarios, die von Claus Clemens und dem PIC sich selbst vorgegebenen dreißig Monate nicht gelangt, um die versprochenen Renditen auch nur ansatzweise zu erreichen.

Claus Clemens PIC - Die Betatestphase
Am 01.01.2014 begann dann angeblich die von Claus Clemens so genannte Betatestphas des PIC, angeblich mit Testern aus dem Verwandten-, Bekannten- und Kundenkreis. Warum ein angeblich vermögender Mann das Ganze nicht zunächst mit eigenem Geld testet, erwähnt er nicht. Da man von diesen Testern, nie etwas hörte, keine Beispiele für gelungene Geschäfte erwähnt wurden und auch kein Nachweis der ausgezahlten Renten erfolgte, tut man gut daran, diese Geschichte für das zu halten, was sie höchstwahrscheinlich ist, eine schlichte Lügengeschichte von Claus Clemens und seinem PIC.

Claus Clemens PIC - Widersprüchliches aus dem Jahre 2016
Gerade in dem Jahr, als die Betaphase des PIC ihren angeblich mehr als erfolgreichen Abschluss feierte und die Renten pünktlich auszahlen konnte, genau in diesem Jahr verließ Claus Clemens Kambodscha um in Berlin Hartz 4 zu beantragen. Selbstverständlich wurde ihm auch eine Wohnung zugewiesen, aber der angeblich so erfolgreiche Unternehmer kassierte von mehreren Wohnungslosen Mieten und Kautionen und verschwand mit diesem Geld wieder nach Kambodscha.

Claus Clemens PIC - Start mit der “Sofortpension”
Am 01.01.2017 war es dann wohl soweit, der PIC legte los und Claus Clemens kassierte Geld. Manche wählten die Sofortpension des PIC, dafür versprach ihnen Claus Clemens ein Achtzehntel der eingezahlten Summe, monatlich, ein Leben lang. Viele erhielten nun über Monate ihr eigenes Geld zurück und teilten die Begeisterung anderen mit und warben somit zahlreiche Neukunden für Claus Clemens PIC, zusätzlich gefördert durch die versprochenen Provision von acht Prozent.

Claus Clemens PIC - Start mit der “Einmalanlage”
Zeitgleich mit der Sofortpension begann auch der Vertrieb für die Einmalanlage in den PIC des Claus Clemens. Dabei sollte ein einmaliger Betrag in den PIC investiert werden, dafür erhielte man nach einer Wartezeit von zweieinhalb Jahren, so versicherte Claus Clemens, eine monatliche “Rente” in der Höhe des einmal angelegten Betrages. Leider steckte Claus Clemens die eingenommenen Gelder nicht in renditeverdächtige Unternehmen, sondern verteilte das Geld auf zahlreiche Konten und gab es mit vollen Händen aus, baute in Kambodscha Häuser mehrere für seine Lebensgefährtin und ihre Brüder

Claus Clemens PIC - Die KESF taucht aus der Versenkung auf
Am 31.03.2017 wurde die angeblich schon seit fast 10 Jahren aktive KESF, nun als KESF Private Asset Management Inc firmierend, in den USA gegründet, nicht ohne dabei mit einem Stammkapital von 50.000.000,00 Dollar zu prahlen. Wer sich mit dem Gesellschaftsrecht in einigen amerikanischen Bundesstaaten auskennt, weiß, dass es sich dabei nicht um hinterlegtes oder vorhandenes Geld handelt, sondern vom Gründer nach eigenem Gutdünken benannt werden kann, um die zukünftige Aktien stückelung zu definieren. Hier wurde den Leuten von Claus Clemens vorgegaukelt, der Betrag wäre hinterlegt und würde die Einlagen in den PIC absichern.

Claus Clemens PIC - Ende der Geschichte zeichnete sich ab
Spätestens im Juli 2019 war mit dem Zusammenbruch des PIC von Claus Clemens zu rechnen, weil ja dann monatliche Auszahlungen in Millionenhöhe angestanden hätten. So viel Geld konnte auch der Vertrieb neuer Anlagen nicht einbringen. Das ist wohl auch den Mitarbeitern so nach und nach klar geworden, wenn sie Claus Clemens nach den verschiedenen Geschäftsmodellen fragten, erhielten sie in der Regel keine oder nur schwammige Auskünfte. Nun zeichnet sich ab, es wurde überhaupt kein Geld in die erwähnten Geschäftsbereiche investiert.

Claus Clemens PIC - Anleger schauen erstmal in die Röhre
Die Anleger müssen nun realisieren, dass sie ihre Ersparnisse einem gewissenlosen, alkoholkranken, alten Mann anvertraut haben. Keiner kann im Moment genau sagen, wieviel Geld noch da ist und auf welchen Konten es versteckt wird. Ein Teil des Geldes wurde wohl von Banken eingefroren, nachdem die Warnungen der deutschen BaFin und österreichischen FMA veröffentlicht wurden.

Claus Clemens PIC - Welche Möglichkeiten bleiben den Anlegern?
Auf jeden Fall ist es ratsam und sinnvoll, mit den anderen Opfern des PIC und Claus Clemens in Verbindung zu bleiben, idealerweise eine unabhängige Interessengemeinschaft zu bilden, um das weitere Vorgehen untereinander abzustimmen. Wichtig ist sich sachkundigen, juristischen Rat einzuholen, bevor man handelt. Und bitte warten Sie nicht ab, sonder handeln sie schnell, am besten heute noch.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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