Consortis ++ Insolvenz ++ Bankenhaftung

 

Viele Erwerber einer Eigentumswohnung, denen über die Consortis das Rundumsorglospaket vermittelt wurde, werden sich fragen, ob nicht die Banken für die haltlosen Versprechungen der Consortis haften müssen. Denn solche renommierten Häuser wie die Deutsche Bank, die DSL Bank und die ING DiBa haben mit dem Geschäftsmodell den Consortis-Macher Pierre Seiffert überhaupt bis zum Erfolg geführt.

Das Consortis Rundum-Sorglos-Paket mit Garantie
Nach dem Consortis-Konzept erwarben Anleger eine Eigentumswohnung, die sie während der Laufzeit des Consortis-Konzeptes über 10 Jahre nichts kosten würde und die nach 10 Jahren zum Einkaufspreis wieder weiterverkauft würde. Alles wurde mit diversen Garantieerklärungen dem Kunden versichert.

Finanzierung über Banken
Der Erwerb der Wohnung wurde mit einem „normalen“ Immobiliendarlehen finanziert. Die Finanzierungen wurden über den für die Deutsche Bank tätigen Kreditvermittler Remi Bakker über die Filiale der Deutschen Bank in Nordhorn finanziert. Auch andere Banken sind als Immobilienfinanzierer aufgetreten.

Das „zweite“ Darlehen
Die meisten Kunden der Consortis haben dann ein zweites Darlehen aufgenommen, meist um 25.000,00 Euro, in vielen Fällen auch mehr. Dieses zweite Darlehen wurde vielfach von der Deutsche-Bank-Tochter DSL Bank, aber häufig auch über die ING DiBa, vergeben.

Zu Recht wird sich mancher die Frage stellen, warum es der Deutschen Bank oder der Volksbank nicht auffiel, dass vier bis sechs Wochen nach der Vergabe des Immobilienkredites eine Nachmeldung für einen weiteren Kredit über mindestens 25.000,00 Euro erfolgte. Dies dürfte immerhin 200 bis 250 Fälle betreffen.

Bankenhaftungsansprüche realistisch?
Grundsätzlich haftet die Bank nicht, wenn dem Kunden im Vorfeld des Verkaufs unhaltbare Versprechungen oder sogar Garantieversprechungen, wie im Fall der Consortis, gemacht wurden. Unter sehr eingeschränkten Umständen, so die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, muss sich die Bank die Falschberatung des Vertriebes zurechnen lassen. Die hier vorliegenden Erkenntnisse werden jedenfalls derzeit nicht ausreichend sein, um Bankenhaftungsansprüche zu begründen. Hierfür muss also der Erwerber einer Consortis-Wohnung die Kredite weiter bedienen.

Schadensersatz über den Verkäufer
Anders sieht die Rechtsprechung zur Haftung des Verkäufers aus. Dieser muss grundsätzlich für die Falschberatung des Vertriebes einstehen. Der Erwerber hat den Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages und Ersatz des darüber hinaus entstandenen Schadens.





Resch Anlegerrecht

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.
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