ETFinance – ist das seriös? Erfahrungen und Bewertung

„ETFinance, ist das seriös oder unseriös?“ wird sich so manch ein Anleger fragen. Welche Erfahrungen haben Anleger mit der Tradingplattform ETFinance aus Zypern gemacht? Zu welchem Urteil werden Anleger kommen und wie werden die Geschäftspraktiken bewertet? Haben Sie Geld beim Trading investiert und sind mit den Ergebnissen unzufrieden? Was können Anleger dann tun und welche Hilfen gibt es?


ETFinance: Diskussionswürdige Aussagen auf der Website etfinance.eu!
Was kann man auf der Website etfinance.eu lesen? „KLUG INVESTIEREN. Wählen Sie aus Tausenden von CFDs auf Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe.“ Weiter heißt es: „ETFinance wurde mit dem Ziel gegründet, ambitionierte Menschen aus der ganzen Welt dabei zu unterstützen, in einer sich ständig verändernden Finanzwelt ihr finanzielles Potenzial zu verwirklichen. Wir bieten Anlegern ein einzigartiges Trading-Erlebnis, bei dem es darum geht, ihnen alle Tools und Kenntnisse zur Verfügung zu stellen, die sie zur Gestaltung ihrer finanziellen Zukunft benötigen.“ Dies ist nur ein kleiner Auszug von Aussagen, die Anleger auf der ETFinance-Website finden. Konnten Sie von der Anlageberatung der ETFinance profitieren? Haben Sie erfolgreich mit einem ETFinance Handelskonto am Trading teilgenommen oder hatten Sie andere Erlebnisse? Haben Sie Geld verloren und Sie fragen sich warum? Und wer steckt hinter ETFinance?
 

ETFinance: Wer ist das?
Und wer ist der Betreiber der Website etfinance.eu? In der Fußzeile der Website liest man „ETFinance ist ein Handelsname der MAGNUM FX (CYPRUS) LTD“. Magnum FX (Cyprus) Ltd. ist also der Betreiber mit Lizenz in Zypern. Diese ist in Zypern unter der Anschrift Agias Fylaxeos and 2, Zenonos Rossidi, Office 206, 4011, Limassol, Zypern, zu finden. Auch die Anschrift KPMG Center, 1 Agias Fylaxeos Street, 2nd Floor, Agias Filaxeos-Office 1, Limassol 3025, Zypern kann man im Netz als Geschäftsanschrift der Magnum FX (Cyprus) finden. Es bleibt zu prüfen, welchen Hintergrund es hat, dass mehrere Anschriften in Bezug auf die Magnum FX (Cyprus) kursieren. Handelt es sich einfach nur um ein unglückliches Missgeschick seitens der Betreiber oder um schieres Kalkül, sodass es sich mitunter schwierig erweisen könnte, an die Verantwortlichen heranzutreten? Wir werden dies genauestens untersuchen.

ETFinance: Lizenziertes Unternehmen in Zypern
Es gibt auch eine Lizenz für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen der zypriotischen Bankenaufsicht. Demnach kann die Magnum FX alle Finanzprodukte, wie CFD, Forex und das Trading mit Kryptowährungen anbieten. Wenn sie diese Produkte aber in anderen Ländern der EU anbietet, muss sie sich an deren gesetzliche Vorgaben halten. So gilt zum Beispiel ein Verbot, dass Privatanlegern bestimmte Finanzangebote gemacht werden dürfen. Ferner müssen die Berater umfassend auf die Risiken der erlaubten Finanzanlagen aufklären. In den hier bekannten Fällen kann man feststellen, dass die Anleger nicht annähernd über die Risiken der gefährlichen Finanzprodukte aufgeklärt worden sind. Ihnen wurde nicht deutlich gemacht, dass sie mit dem Anbieter eine Wette eingehen, die sie wohl nicht einmal theoretisch gewinnen konnten. Juristisch gesehen liegt damit eine vorsätzlich sittenwidrige Täuschung vor, die zu einem Schadensersatzanspruch führen kann. Für die Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche ist grundsätzlich die Zuständigkeit in Deutschland beziehungsweise Österreich oder der Schweiz gegeben. Zumal man auch auf der Seite der ETFinance den Vermerk findet, dass die Magnum FX (Cyprus) Ltd. seine Dienstleistungen nicht in Belgien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Italien anbietet. Wie kann es somit sein, dass Geschäfte mit in Deutschland ansässigen Anlegern überhaupt zustande kommen?

ETFinance: CFD-Geschäfte mit Kleinanlegern?
Und was ist von den Finanzgeschäften der ETFinance.com beziehungsweise der iTrade Global (CY) Ltd mit deutschen Kleinanlegern zu halten? Über die Website ETFinance.com werden unter anderem Geschäfte mit Differenzkontrakten (Contracts for Difference – CFD) und Forex angeboten. Hier muss man sich klarmachen, dass Geschäfte mit CFDs mit privaten deutschen Kleinanlegern für diese Firmen beschränkt sind. Erst Ende 2019 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese Handelsbeschränkungen verlängert und mitgeteilt: „Finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFD) dürfen in Deutschland auch künftig nur eingeschränkt an Kleinanleger vermarktet, vertrieben und verkauft werden. … Die BaFin greift damit erneut die erheblichen Anlegerschutzbedenken auf, die sie bereits bei ihrem ersten Verbot von CFD mit Nachschusspflicht im Mai 2017 geäußert hatte. Insbesondere bei diesen Differenzkontrakten sieht die BaFin ein unkalkulierbares Verlustrisiko für Kleinanleger. Verluste sind hier nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt, sondern können sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen. … Kleinanleger dürfen nach Meinung der Aufsicht nicht mit Startguthaben, Rabatten, Boni oder anderen Anreizen in Risiken, die mit CFD verbunden sind, gelockt werden.“ Darüber müssen die Firmen, so auch die ETFinance.com beziehungsweise der iTrade Global (CY) Ltd ihre Kunden aufklären. Tun sie dies nicht, so machen sie sich schadensersatzpflichtig und die Anleger können ihr Geld zurückfordern.

ETFinance: Fragwürdige Geschäftspraktiken!
Obwohl es sich bei der ETFinance um eine lizensierte Plattform handelt, berichten uns immer mehr Anleger von unseriösen Vorgehensweisen des Brokers. Hier findet sich immer wieder das gleiche Schema, wie man es auch bei Anlagebetrug findet. Die Menschen werden im Rahmen sogenannten Cold-Calls oder durch geschaltete Werbung in den sozialen Medien auf die Plattform gelockt. Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Meist starten die Anleger mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie Anydesk oder Teamviewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. Dabei verschaffen sich die Anlagebetrüger auch häufig Zugriff auf das Onlinebanking ihrer Opfer. Besonders kriminell ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Aber wie geht es weiter?

ETFinance: Rückzahlung des Geldes wird an Bedingungen geknüpft
Ein Ausstieg ist dann allerdings meist nicht mehr möglich, vielmehr wird eine Rückzahlung des Geldes an weitere Einzahlungen geknüpft. Hier kommen dann die Mitarbeiter zum Einsatz, die noch vermeintliche Steuerschulden und Provisionszahlungen geltend machen. Diese müssten erst beglichen werden, dann käme es zur Auszahlung der vermeintlich erzielten Gewinne. Dazu werden den Anlegern Steuer- und Provisionsrechnungen geschickt, die häufig mit gefälschten Wappen geschmückt sind und natürlich dringend bezahlt werden müssen. Eine Verrechnung mit den vermeintlich erzielten Gewinnen ist allerdings nie möglich. Verweigert man diese weiteren Einzahlungen, werden häufig die vermeintlichen Gewinne in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Damit ist der Schrecken allerdings meist nicht zu Ende, sondern die Anleger werden häufig permanent mit Anrufen anderer dubioser Anbieter konfrontiert, was darauf hindeutet, dass die Kontaktdaten der Anleger unter den Anlagebetrügern weiter gehandelt werden.


ETFinance: Anleger wollen ihr Geld zurück! Wie funktioniert das?
Wenn Sie all das gewusst hätten, hätten Sie sich sicherlich nie auf dieses Geschäft eingelassen. Sie werden sich jetzt die Frage stellen, wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können? Viele Anleger können sich gar nicht vorstellen, dass es überhaupt eine reale Chance gibt, jemals ihr Geld wiederzusehen. Eindeutig ja! Es gibt zahlreiche rechtliche Grundlagen, auf die zurückgegriffen werden kann. Der Oberbegriff lautet „Geldwäsche“.  Wenn Anlagebetrüger Geld einsammeln, ist der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt. Finanzinstitute sind in der Pflicht, gegen Geldwäsche vorzugehen. Hier setzen wir bei guten Erfolgsaussichten an.

ETFinance: Die Spur des Geldes verfolgen!
Seit über 30 Jahren verfolgt die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte derartige Missstände auf dem grauen Kapitalmarkt. Insofern sind die Aktivitäten der ETFinance nichts wirklich Neues. Wir haben ein Instrumentarium aufgebaut, um die Spur des Geldes zu verfolgen. In der Zeit des Internets ist es sehr schwierig geworden, Gelder wirklich verschwinden zu lassen. Wichtig ist dabei, dass wir möglichst schnell handeln.
 


RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
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07.07.2022

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