Finantik – Finanzmarktaufsicht warnt vor Anlagebetrug

Der angebliche Forexbroker Finantik gibt sich auf der Domain Finantik.com als seriöser Anbieter für das Online-Trading aus. Doch allein die Hinweise mehrerer Finanzaufsichtsbehörden sollten Warnung genug sein. Offensichtlich hat man es mal wieder mit einem der nicht regulierten, nicht registrierten und somit auch nicht legitimierten Online-Broker zu tun. Viele, vor allem unerfahrene, Anleger sind in die Falle von Finantik getappt. Welche Möglichkeiten gibt es für die von Finantik geprellten Anleger? Was ist jetzt zu tun?

 

Finantik: Berühmt berüchtigte Adresse in der Karibik
Die auf der Webseite angegebene Adresse von Finantik ist die einschlägig bekannte "Suite 305, Griffith Corporate Centre, Beachmont Street, Kingstown, St. Vincent and the Grenadines", die schon vor Jahren in den Paradise Papers auftauchte. Seit vielen Jahren findet sich exakt diese Adresse auf den Webseiten von Online-Brokern auf, die nachweislich Anlagebetrug betrieben haben. Während viele dieser Plattformen wie Cryptokartal.com oder FXfair.com längst abgestellt sind, tauchen immer wieder neue auf. Die neuen, aktiven Namen von Anlagebetrügern sind Finoperate LTD mit finoperate.com, Honor Capital Markets Limited mit honorfx.com, Trade GF limited mit tradegf.com, Fx-leader Limited mit fx-leader.com, AAAFx International (SVG) Ltd mit international.aaafx.com oder die CHP Holdings Ltd. mit bithandel.com. Neuerdings gibt es dort auch einen angeblichen Regulierer namens Brokerregulator.com und unter anderer Adresse eine angebliche Finanzdienstleistungsbehörde von St. Vincent & The Grenadines, wohlgemerkt unter einer .com-Domain und nicht unter .vc.

Finantik: Telefonnummern aus ganz Europa
Die offizielle Telefonnummer ist aktuell die +44 2038 078 227 also eine Nummer mit britischer Vorwahl. Für Ihre Cold Calls nutzten die Mitarbeiter von Finantik unter anderem die Nummern skandinavischer Länder, des deutschsprachigen Raums sowie Italiens und Spaniens.

Finantik: Wer versteckt sich hinter Webseite?
Die Webseite von Finantik wurde nur auf Englisch angelegt. Auffällig ist die nachlässige Rechtschreibung und der Verzicht auf sonst übliche Angaben. Ein Whois-Abfrage zeigt, dass die Domain am 9. Dezember 2018 registriert wurde und sich der Registrant hinter einer US-amerikanischen Firma im Bundesstaat Arizona verbirgt.

Finantik: Betreiber in St Vincent and the Grenadines
Die Firma Pro Star Ltd betreibt und besitzt Finantik. Die Registrierungsnummer des Unternehmens wird auf dieser Seite nicht angegeben. Als Firmenadresse wird, die für zahlreiche Anlagebetrugsfälle bekannte Suite 305, Griffith Corporate Centre, Beachmont Street, Kingstown, St. Vincent and the Grenadines angegeben.

Finantik: Weshalb warnt die Finanzaufsicht?
Finantik kann keine einzige glaubhafte Legitimierung für die angebotenen Dienstleistungen vorweisen. Deshalb sind Warnungen von Finanzaufsichtsbehörden, wie der FSMA aus Belgien, der CNMV aus Spanien oder der CONSOB aus Italien nur folgerichtig. Warnmeldungen anderer europäischer Aufsichtsbehörden werden nicht lange auf sich warten lassen, denn es Handelt sich ganz offensichtlich um ein Schema des Kapitalanlagebetrugs. Weder die für Deutschland zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), noch die britischeFinancial Conduct Authority (FCA)oder die bei legalen Brokern viel genutzte Cyprus Securities and Exchange Commission (CySec) haben Finantik eine Erlaubnis erteilt.

Finantik: Ist es Anlagebetrug?
Beim Anlagebetrug täuscht ein Anlagebetrüger, wie Finantik, Anleger unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den voraussichtlichen Erfolg einer Geldanlage vor. Die Anleger investieren daraufhin, in Erwartung eines letztlich nicht realisierbaren Gewinns, und erleidet einen Vermögensschaden. Um Kapitalanlagebetrug handelt es sich bereits dann, wenn der Täter, wie auf der Webseite Finantik.com, falsche Angaben öffentlich macht.

Finantik: Hinweise auf Anlagebetrug
Wurde Geld von Ihrem Konto bei Finantik abgehoben? Hat Finantik ihr Konto gesperrt?
Wurden Sie nach dem Verlust einer größeren Summe aufgefordert mehr Geld auf das Konto von Finantik einzuzahlen? Ist die Webseite von Finantik nicht mehr online? Nehmen die Mitarbeiter von Finantik Ihre Anrufe nicht mehr an? Können Sie sich nicht mehr auf Ihr Konto bei Finantik einloggen? Wurde Ihnen von einem Mitarbeiter von Finantik ein Bonus angeboten? Wurde Ihr Konto bei Finantik eingefroren? Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten müssen, ist es an der Zeit einen Anwalt für Anlagebetrug hinzuzuziehen.

Finantik: Kleiner Köder als Methode
Auf vielen vorgeblich kritisch vergleichenden Webseiten werden die Angebote von Finantik, trotz besseren Wissens, empfohlen. Das geschieht, weil diese Webseiten in Wahrheit Affiliates von Finantik sind und hohe Provisionen für jeden vermittelten Trader bekommen.
Das ist bei entsprechenden SEO-Fertigkeiten ein sehr einträgliches Geschäft. Deshalb ist es völlig normal, dass auf solchen Seiten mehr gelobt als kritisiert wird. Die vor dem Anlagebetrug stehende Mindesteinlage bei den Online-Brokern, wie Finantik, liegt meist bei 250 Dollar oder Euro, aber oft noch deutlich darunter.

Finantik: Verdächtige Installationen auf Rechner des Anlegers
Nachdem sich ein Anleger angemeldet hat, wird er nach kurzer Zeit angerufen und aufgefordert die Trading-Software auf den PC und ein mobiles Endgerät herunterzuladen. Um es einrichten zu lassen, soll dem Anrufer von Finantik Zugang zu beiden gewährt werden – ein gefährlicher Fehler. Der Zugang wird mit einer Software wie TeamViewer oder AnyDesk aufgebaut. Doch während des Zugriffs zur Einrichtung, können sich IT-Spezialisten von Finantik dauerhaften Zugang zu Ihren Geräten verschaffen.

Finantik: Der erste Deal schafft Vertrauen
Zwar beträgt die Mindesteinzahlung nur 250 Euro, doch das ist ein klassisches Lockvogelangebot. Davon wird etwa 50 Prozent für die Kundenakquise aufgewendet, geht also an die Affiliates der vorgeblichen Bewertungsplattformen. Diese sind eigentlich nichts weiter, als von anderen betriebene Landingpages für Anbieter, wie Finantik. Wer nun meint, die andere Hälfte des Geldes flösse ins Trading, täuscht sich. Das Trading wird auf den manipulierten nur vorgetäuscht. In der Regel werden den Kunden anfänglich leichte Gewinne vorgegaukelt.

Finantik: Manipulationen werden gründlich vorbereitet
Diese kleinen Gewinne sollen dem Anleger zeigen, dass es geht und er vertrauen fasst.
Anschließend geht es darum, soviele Informationen wie möglich, aus dem Kunden herauszulocken. Die zukünftigen “Kundenbetreuer” von Finantik benötigen diese Informationen, um später effektiv auf ihre Opfer einwirken zu können

Finantik: Der Anleger wird ausgeforscht
Die Anrufer von Finantik wissen nun fast alles über den Anleger. Sie kennen seine Hobbys und berufliche Bildung, wissen aus welchen Verhältnissen er stammt, ob er ein neuer oder erfahrener Trader ist, wie viele Freunde er hat, ob er in einer Beziehung oder als Single lebt, wann er arbeiten muss und vieles mehr. Außerdem haben die Anlagebetrüger alle bei der Anmeldung erhobenen Daten, einschließlich Passkopie und Kreditkartendaten und, nicht zu vergessen, den Zugang zu seinem Rechner. Er ist den Tätern komplett ausgeliefert.

Finantik: Boiler Room Atmosphäre wird aufgebaut
Die Anlagebetrüger von Finantik haben nun freie Bahn. Von nun an werden mit Drohungen, Ermutigungen, Lob, Schmeicheleien, Tadeln und Warnungen Spannungen auf- und abgebaut. Er wird je nach Bedarf in den Zustand der Enttäuschung oder Euphorie versetzt. Alles mit dem Ziel, ihn zu ständig neuen Überweisungen zu bringen. Erst wenn er endgültig misstrauisch wird oder tatsächlich kein Geld mehr zu holen ist, hört der Prozess auf.

Finantik:  Auszahlung wird hinausgeschoben
Jetzt möchte der Anleger Geld abheben, wenigstens einen Teil zurückholen, doch das gelingt nicht. Da es sich um einen Anlagebetrug handelt, sind die Anlagebetrüger von Finantik nicht gewillt auch nur einen Cent des erbeuteten Geldes zurückzugeben. Handelt es sich um eher geringe Gewinne, wird sein Konto mit sinnlosen Aktionen schnell ins Minus gefahren. Handelt es sich um größere Beträge, wird zunächst vertröstet. Der Verdacht auf Geldwäsche müsse gegenüber einer Behörde ausgeräumt werden, oder es findet eine Überprüfung wegen Geldwäsche statt, die abzuwarten sei.

Finantik: Anleger wird ausgepresst wie eine Zitrone
Wenn der Kunde nicht lockerlässt und nicht mehr zum Traden auf Finantik zu bewegen ist, wird er von einer “Auszahlungsabteilung” kontaktiert. Die möchten den gewünschten Betrag jetzt gerne überweisen. Das geht jedoch nur, wenn zuvor eine Kleinigkeit erledigt würde. Dem Accountmanager steht eine Provision zu oder ein Finanzamt verlangt eine Vorabüberweisung der angefallenen Steuern. Wenn der Anleger kein Geld mehr hat, bietet man ihm an, fünfzig Prozent der Kosten zu übernehmen, den Rest solle er sich von Familie oder Freunden leihen. Mindestens die Hälfte des Geldes muss auf ein spezielles Konto überwiesen werden. So wird versucht, dem Kunden auch den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen.

Finantik: Der Kontakt mit dem Anleger wird abgebrochen
Jedes Opfer kommt irgendwann zu der Erkenntnis, es mit ausgebufften Anlagebetrügern zu tun zu haben und verweigert jede weitere Zahlung. Die erfahrenen Täter wissen, wie sich das äußert und blocken an jener Stelle jeden Kommunikationskanal. Alle Versuche, mit anderen Nummern oder E-Mail-Adressen Kontakt zu Mitarbeitern von Finantik aufzunehmen, sind von nun an zum Scheitern verurteilt. Sobald sich das Opfer zu erkennen gibt, wird der Kontakt abgebrochen.

Finantik: Hinweise auf Kapitalanlagebetrug Schema
Die belgische Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt und Finanzdienstleistungen FSMA hat erkannt, dass hier ein Schema des Kapitalanlagebetrugs vorliegt. Den Finantik-Opfern ist deshalb zu raten, schnellstens einen speziellen Anwalt für Anlagebetrug aufzusuchen, um die Handlungsmöglichkeiten zu erörtern und die ersten Maßnahmen zur Wiederbeschaffung des Geldes einzuleiten.

Finantik: Vorsicht vor Chargeback-Services
In letzter Zeit tauchen immer neue Dienstleister auf, die einen sogenannten Chargeback-Service anbieten, mit dem das Geld angeblich von den Betrügern zurückgeholt werden könne. Dabei arbeiten diese "Dienstleister" genau wie die Betrüger. Die Webseiten haben kein Impressum, es werden keine oder nur Scheinadressen angegeben. Rechtsform der Unternehmen ist entweder vage oder fehlt. Für eine Provision bieten sie an, das Geld zurückzuholen, ohne auch nur ansatzweise erklären zu können, wie das vonstattengehen soll. Auf jeden Fall verlangen sie, das Geld vorab zu zahlen. Ist das erstmal geschehen, hören die Kunden nichts mehr und wird bei Anrufen immer wieder vertröstet. Hat ein Kunde irgendwann genug und verlangt sein Geld zurück, passiert dasselbe wie beim zuvor erlittenen Anlagebetrug – er wird geblockt. Damit sie die Kunden ungestört um ihr Geld bringen können, versuchen sie zu verhindern, dass zum Beispiel ein Rechtsanwalt für Trading oder die Polizei informiert werden, also die wichtigsten legitimen Ansprechpartner von Betrugsopfern.

Finantik: Wo sind die Betrüger aktiv?
Die Aktivitäten von Finantik beschränkten sich keineswegs auf den englischen Sprachraum. Es gibt Opfer dieses Anlagebetrugs in Deutschland, der Schweiz, Österreich und in den skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden. Mehrere südeuropäische Länder sind ebenfalls betroffen.

Finantik: Gibt es Schadensersatzansprüche?
Festzuhalten ist, dass in Deutschland niemand Bankgeschäfte, E-Geld-Geschäfte, Investmentgeschäfte, Versicherungsgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen und Zahlungsdienste anbieten darf, ohne dafür eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu haben. Das gilt auch für grenzüberschreitende Geschäfte aus dem Ausland. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (finma), die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) Österreichs, Danish Financial Supervisory Authority (FSA) und die Financial Supervisory Authority (FSA) aus Schweden haben ähnliche Regeln. Wer solche Geschäfte ohne Erlaubnis tätigt, unterstützt oder ermöglicht kann dafür haftbar gemacht werden und ist Geschädigten gegenüber schadensersatzpflichtig. Es ist die Aufgabe der Banken, solche illegalen Aktivitäten zu verhindern. Sie sind verpflichtet, Geldwäsche und andere illegale Geschäfte aktiv zu verhindern. Versäumt die Bank die Kontrolle von Transaktionen, wird sie für den Anlagebetrug mitverantwortlich.

Finantik: Wie bekommen Anleger ihr Geld zurück?
Wenn Anleger realisieren, dass sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, geraten sie oft in eine Art Schockstarre und übersehen, dass ihre Situation auch Raum für Hoffnung lässt.
Auch wenn es derzeit noch nicht möglich ist, die Hintermänner von Finantik dingfest zu machen, gibt es Möglichkeiten, sein Geld zurückzuholen. Schließlich machten die Säumnisse der Geldhäuser, welche die Konten der Anlagebetrüger führten und die Transaktionen abwickelten, den Anlagebetrug erst möglich. Sie hätten einschreiten und die Konten rechtzeitig einfrieren müssen. Deshalb haben Sie Grund zu hoffen. Wehren Sie sich und kämpfen Sie für ihr Geld. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Finantik: Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?
Was tun bei Anlagebetrug? Auf welche Hilfe bei Anlagebetrug können die Geschädigten von Finantik hoffen? Die Opfer von Finantik finden idealerweise bei einem erfahrenen Rechtsanwalt für Kapitalanlagebetrug die benötigte Hilfe. Er ist in der Lage, sich um Ihren Fall mit Finantik sowohl hinsichtlich der strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs, als auch um die Rückholung der Gelder und mögliche Schadensersatzansprüche zu kümmern. Ein Rechtsanwalt für Trading kommt ebenso in Frage, weil diesem auch die Methoden betrügerischer Broker, wie Finantik bekannt sind.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Sind Sie ein Opfer der Anlagebetrüger von Finantik? Wollen Sie wissen, ob und wie Sie Ihr bei Finantik investiertes Geld zurückerhalten? Füllen Sie bitte den Fragebogen aus oder rufen Sie an. Sie erreichen uns unter +49 30 885 9770. Sie bekommen eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

 

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