FXPN – ist das seriös? Erfahrungen und Bewertung

„FXPN, ist das seriös oder unseriös?“ wird sich so manch ein Anleger fragen. Welche Erfahrungen haben Anleger mit der Tradingplattform FXPN aus Zypern gemacht? Zu welchem Urteil werden Anleger kommen und wie werden die Geschäftspraktiken bewertet? Haben Sie Geld beim Trading investiert und sind mit den Ergebnissen unzufrieden? Was können Anleger dann tun und welche Hilfen gibt es?

FXPN: Diskussionswürdige Aussagen auf der Website fxpn.eu!
Was lesen ahnungslose Anleger auf der Website der fxpn.eu? „FXPN wurde von erfahrenen Forex-Brokern mit langjähriger Branchenerfahrung gegründet. Unsere Mission ist es, Händlern aller Ebenen ein zugängliches und intuitives Handelserlebnis zu bieten. Als regulierter CySEC-Broker bieten wir unseren Kunden ein verlässliches Handelsumfeld, in dem sie aus einer Vielzahl von Instrumenten wählen können, um ihre Anlageziele zu erreichen. Mit unserer Auswahl an Desktop-, Web- und mobilen Handelsplattformen sind wir stets bestrebt, mit regelmäßigen Software-Updates und technischem Support auf dem neuesten Stand der Handelstechnologie zu bleiben.“ Dies ist nur ein kleiner Auszug der fragwürdigen Versprechen, die Anleger auf der fxpn.eu-Website finden. Leider sorgen die dubiosen Geschäftspraktiken eher für unglückliche Anleger und schlechte Erfahrungen! Viele Anleger stellen sich die Frage, wie sie nach dem Login ihren Account bzw. ihr Konto löschen können, um ihre Gewinne zu realisieren. Es funktioniert nicht! Warum ist das so? Und wer steckt hinter FXPN?
 

 

FXPN: Wer ist das?
Und wer ist der Betreiber der Website Fxpn.eu? In der Fußzeile der Website liest man in Minischrift: „FXPN ist eine Marke von Leverate Financial Services Ltd, einer zypriotischen Aktiengesellschaft mit der Handelsregisternummer HE 290 182, Agias Fylaxeos 88, Stadtzentrum von Zavos, 4. Stock, CY3025, Limassol, Zypern. Leverate Financial Services Limited ist eine zypriotische Wertpapierfirma, die von der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) reguliert wird (Lizenz Nr. 160/11) und gemäß der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) handelt.“. Die Leverate Financial Services Ltd ist also der Betreiber mit Lizenz in Zypern.

FXPN: Lizenz in Zypern
Zypern? Da erinnern wir uns noch an die Finanzkrise, bei der das Steuerparadies Zypern vor dem Bankrott stand und Anleger Riesenverluste verkraften mussten. Zuletzt ist der Finanzstandort Zypern wieder negativ aufgefallen, weil Staatsbürgerschaften für Milliardensummen an kriminelle Investoren verkauft wurden und sogar der Parlamentspräsident involviert war und später zurücktreten musste. Als Betreiberin der FXPN tritt die Leverate Financial Services Ltd. auf. Diese ist in Zypern unter der Anschrift 88, Agias Fylaxeos, Zavos City Center - 4th Floor, P. O. Box 56943, CY-3311 Limassol zu finden. Es gibt auch eine Lizenz für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen der zypriotischen Bankenaufsicht. Demnach kann die Leverate Financial Services Ltd. alle Finanzprodukte, wie CFD, Forex und das Trading mit Kryptowährungen anbieten. Wenn sie diese Produkte aber in anderen Ländern der EU anbietet, dann muss sie sich an deren gesetzliche Vorgaben halten. So gilt zum Beispiel ein Verbot, dass Privatanlegern bestimmte Finanzangebote gemacht werden dürfen. Ferner müssen die Berater umfassend auf die Risiken der erlaubten Finanzanlagen aufklären. In den hier bekannten fällen kann man feststellen, dass die Anleger nicht annähernd über die Risiken der gefährlichen Finanzprodukte aufgeklärt worden sind. Ihnen wurde nicht deutlich gemacht, dass sie mit dem Anbieter eine Wette eingehen, die sie wohl nicht einmal theoretisch gewinnen konnten. Juristisch gesehen liegt damit eine vorsätzlich sittenwidrige Täuschung vor, Die zu einem Schadensersatz Anspruch führen kann. Für die Geltendmachung des Schadensersatz Anspruch es ist grundsätzlich die Zuständigkeit in Deutschland beziehungsweise Österreich oder der Schweiz gegeben.

FXPN: Fragwürdige Geschäftspraktiken!
Obwohl es sich bei der FXPN um eine lizensierte Plattform handelt, berichten uns immer mehr Anleger von der unseriösen Vorgehensweise. Die Menschen werden durch geschaltete Werbung in oft seriösen Medien auf die Plattform gelockt. Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Meist starten die Anleger mit einer kleinen Summe als Einsatz. Angesicht steigender Gewinne ist er nur zu leicht bereit, sich zu immer höheren Einsätzen überreden zu lassen. Wohl nur den wenigsten Anlegern ist klar, dass sie sich auf ein hochriskantes Spiel eingelassen haben, das sie kaum gewinnen können. So sehen die Anleger auf ihrem Bildschirm, wie sich die Gewinne meist in Verluste umwandeln.

FXPN: Rückzahlung des Geldes wird an Bedingungen geknüpft
Ein Ausstieg ist dann allerdings meist nicht mehr möglich, vielmehr wird eine Rückzahlung des Geldes an weitere Einzahlungen geknüpft, um das Konto auszugleichen. Verweigert man diese weiteren Einzahlungen, werden häufig die verbliebenen Gelder endgültig in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Damit ist der Schrecken allerdings meist nicht zu Ende, sondern die Anleger werden häufig permanent mit Anrufen anderer dubioser Anbieter konfrontiert, was darauf hindeutet, dass die Kontaktdaten der Anleger weiter gehandelt werden.

FXPN: CFD-Geschäfte mit Kleinanlegern?
Und was ist von den Finanzgeschäften der FXPN bzw. der Leverate Financial Services Ltd mit deutschen Kleinanlegern zu halten? Über die Website Fxpn.eu werden u.a. Geschäfte mit Differenzkontrakten (Contracts for Difference – CFD) und Forex angeboten. Hier muss man sich klarmachen, dass Geschäfte mit CFDs mit privaten deutschen Kleinanlegern für diese Firmen beschränkt sind. Erst Ende 2019 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin diese Handelsbeschränkungen verlängert und mitgeteilt: „Finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFD) dürfen in Deutschland auch künftig nur eingeschränkt an Kleinanleger vermarktet, vertrieben und verkauft werden. … Die BaFin greift damit erneut die erheblichen Anlegerschutzbedenken auf, die sie bereits bei ihrem ersten Verbot von CFD mit Nachschusspflicht im Mai 2017 geäußert hatte. Insbesondere bei diesen Differenzkontrakten sieht die BaFin ein unkalkulierbares Verlustrisiko für Kleinanleger. Verluste sind hier nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt, sondern können sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen. … Kleinanleger dürfen nach Meinung der Aufsicht nicht mit Startguthaben, Rabatten, Boni oder anderen Anreizen in Risiken, die mit CFD verbunden sind, gelockt werden.“ Darüber müssen die Firmen, so auch die Betreiber der Plattform FXPN ihre Kunden aufklären. Tun sie dies nicht, so machen sie sich schadensersatzpflichtig und die Anleger können ihr Geld zurückfordern.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
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13.07.2021

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