GfxRoyal – dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen

Warnungen der Finanzaufsichtsbehörden sollten die Anleger der GfxRoyal ernst nehmen, sonst machen sie bösen Erfahrungen. Viele Anleger der GfxRoyal fragen sich, welche Hilfe es gibt bei Anlagebetrug? Was tun bei Anlagebetrug?

GfxRoyal: Fragwürdige Versprechen auf der Webseite!
Was lesen ahnungslose Anleger auf der Website der www.gfxroyal.com? „Willkommen bei GfxRoyal. Wir legen die Kraft in deine Hände. … gfxroyal ist eine vertrauenswürdige Plattform zum Kauf und zur Investition in KryptoWährungen . Der Austausch ermöglicht eine schnelle Auftragsausführung, niedrige Spreads und Zugang zu einem Auftragsbuch mit hoher Liquidität für Top Währungspaare auf dem Markt. Sicherheit von Vermögenswerten und Daten sind unterstützt durch hohe Sicherheitsstandards und fortschrittliche rechtliche Konformität. RENDITEN BIS ZU 92%.“ Dies ist nur ein kleiner Auszug der fragwürdigen Versprechen, die Anleger auf der GfxRoyal-Website finden. Leider sorgen die dubiosen Geschäftspraktiken eher für unglückliche Trader und schlechte Erfahrungen! Viele Trader stellen sich die Frage, wie sie nach dem Login ihren Account bzw. ihr Konto löschen können, um sich endlich abzumelden. Viele Versprechen, aber wer steckt hinter Gfx-Royal? Schaut man sich die Domaindaten der Website www.gfxroyal.com an, so stellt man fest, dass die Website erst am 26.09.2019 registriert wurde und zwar über die Firma NameCheap Inc. für die WhoisGuard Inc. Hierbei handelt es sich um einen Anonymisierungsdienst, hinter dem sich die eigentlichen Domain-Inhaber gern bei ihren dubiosen Geschäften gern verstecken.

GfxRoyal: Wer steckt dahinter?
Schaut man sich die Website www.gfxroyal.com noch etwas genauer an, so findet man zwar kein Impressum, aber ganz in Minischrift am Ende der Website die folgenden Angaben: „Capital Letter GmbH, HRB242418, Adolf-Kolping-Straße 16, 80336 München, Germany. Capital Letter LTD, P.O. Box 1405, Majuro, Marshall Islands, REG. No.: 100949.“ Capital Letter GmbH, da gehen beim Experten die Alarmleuchten an. Hierbei handelt es sich um eine Firma, die seit dem 23.07.2018 beim Amtsgericht München im Handelsregister unter der Registernummer HRB 242418 eingetragen ist. Als Geschäftssitz wird die Adolf-Kolping-Straße 16 in 80336 München angegeben. Als Geschäftsführer und Gesellschafter fungiert der ukrainische Staatsbürger Artem Dari. Als Gegenstand des Unternehmens wird die Management- und Personalberatung angegeben. Mit Management- und Personalberatung hat der Betrieb einer Tradingwebsite, wie der GfxRoyal (www.gfxroyal.com) allerdings nichts zu tun. Freilich ist dies nicht die einzige vermeintliche Handelsplattform, die unter der Verantwortung der Capital Letter GmbH betrieben wird. Da gibt es weiter die Tradingplattformen BrightFinance (www.brightfinance.co), STSCrypto (www.stscrypto.com) und StsRoyal (www.stsroyal.com), die sich alle mit der Capital Letter GmbH in Verbindung bringen lassen. Und all diese Handelsplattformen bieten Anlass zur Sorge und großer Vorsicht. Aber dazu später mehr. Schauen wir uns noch kurz die Capital Letter Ltd an. Als Anschrift dient die P.O. Box 1405, Majuro, Marshall Islands. Die Marschallinseln sind Finanzermittlern wohlbekannt und dienen häufig Anlagebetrügern für ihre Aktivitäten. Schaut man sich allerdings das Firmenregister der Marschallinseln an, so findet man weder eine Capital Letter Ltd, noch eine Firma, die unter der Registriernummer 100949 eingetragen wäre. Auch die Suche in den einschlägigen weltweiten Firmenregistern bleibt ohne Ergebnis. Da helfen auch keine fiktiven Registrierungs- oder Lizenznummern. Wie sind die Geschäftspraktiken der Handelsplattform GfxRoyal mit ihrer Betreiberin Capital Letter GmbH einzuordnen? Ist das seriös oder unseriös? Der Verdacht auf Anlagebetrug verdichtet sich zur Gewissheit.

 

 

GfxRoyal: Das Schema des Anlagebetruges
Hier findet sich immer wieder die gleiche Vorgehensweise: Es wird beispielsweise Werbung in den sozialen Medien, wie Facebook geschaltet. Hier berichten vermeintliche Prominente über ihre Erfahrungen mit dem Onlinetrading. Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Vielfach handelt es sich allerdings bei den Machern dieses Geschäftsmodells um mutmaßliche Betrüger, vor denen auch das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen. Gehört „Martin Müller“ auch dazu? Meist starten die Trader mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie Anydesk oder Teamviewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. So verspricht die GfxRoyal: „Handeln Sie Kryptowährungen alle über unseren fortgeschrittenen, webbasierten Handel Plattform, die für alle Arten von Händlern ausgelegt ist. Ohne Plattform können Sie mit über 500 Krypto-Währungen handeln und ICO'S. Wie z.B. Bitcoin, Ethereum, XRP, Neo, Iota und viele mehr!“ Und das große Versprechen: „RENDITEN BIS ZU 92%.“ Man würde als Trader an bestimmten Events am Kryptomarkt teilnehmen und jede Woche die Renditen erhalten. So wurde eine Verdreifachung des Einsatzes in kurzer Zeit zugesichert. Und auch der angepriesene Handel mit den Kryptowährungen, wie Sumcoin, funktioniert meist nicht so, wie es die vermeintlichen Broker ihren Kunden versprechen. Besonders dubios ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Ein Exit ist dann allerdings meist nicht mehr möglich, vielmehr wird eine Rückzahlung des Geldes an absurde Voraussetzungen oder gar weitere Einzahlungen geknüpft. Verweigert man diese weiteren Einzahlungen, werden häufig die vermeintlichen Gewinne in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Natürlich ist auch dies vollkommen unseriös!

GfxRoyal: Im Visier der Finanzaufsichtsbehörden!
Nicht weiter erstaunlich ist es, wenn bei diesen unseriösen Geschäftspraktiken die Handelsplattformen ins Visier der Finanzaufsichtsbehörden geraten. So warnte die spanische Finanzaufsicht CNMV am 09.03.2020, dass die Firma Capital Letter GmbH mit der Tradingplattform GfxRoyal (www.gfxroyal.com) nicht befugt sei, Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis zu erbringen. Aber damit nicht genug, auch die Finanzaufsichtsbehörden diverser anderer Länder sahen sich gezwungen, vor den Aktivitäten der Firma Capital Letter GmbH zu warnen, wie Dänemark, Italien, Norwegen, Belgien, Estland, Portugal und die Niederlande. Selbst dies ist nicht das Ende der Warnungen, auch vor den anderen Tradingplattformen der Capital Letter GmbH, wie BrightFinance (www.brightfinance.co) warnte die spanische Finanzaufsicht am 09.03.2020. Bereits am 12.04.2019 warnte die französische Finanzaufsicht AMF vor der Tradingplattform StsRoyal (www.stsroyal.com) und am 09.05.2019 vor STSCrypto (www.stscrypto.com). Und auch bereits am 16.08.2019 rügte die deutsche Finanzaufsicht BaFin das unerlaubte Geschäft und ordnete die Einstellung von Zahlungsdiensten an: „Die BaFin hat mit Bescheid vom 28. Juni 2019 gegenüber der Tokkata Software GmbH i. G., Berlin angeordnet, das von ihr unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäft sofort einzustellen. Die Tokkata Software GmbH i. G. nimmt auf ihrem Geschäftskonto Gelder von Privatpersonen entgegen und leitet sie auf diverse ausländische Konten verschiedener Gesellschaften weiter, die überwiegend im Ausland ansässig sind. Auf diese Weise zahlen unter anderem Kunden der nicht lizenzierten Internethandelsplattform www.stscrypto.com Gelder ein, damit diese ihrem intern bei der Handelsplattform geführten Handelskonto gutgeschrieben werden. Der Bescheid ist bestandskräftig.“ Unerlaubte Geschäfte? Einstellung von Zahlungsdiensten? Darauf kommen wir später noch zurück. Und was bedeuten all diese Warnungen auf den Listen der Aufsichtsbehörden für die deutschen Kunden, die schlechte Erfahrungen mit dieser Firma Capital Letter GmbH, der Betreiberin und Inhaberin der Tradingplattform www.gfxroyal.com gemacht haben? Für alle Anleger im deutschsprachigem Raum gilt, dass sie einen Anlagebetrug in Deutschland, in der Schweiz oder in Österreich aufgesessen sind.

GfxRoyal: Keine Lizenz für Geschäfte mit deutschen Kunden!
Eine entscheidende Frage ist auch, ob die Firma Capital Letter GmbH, die Betreiberin der Tradingplattform www.gfxroyal.com von einer Finanzaufsichtsbehörde beaufsichtigt wird, so der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder der britischen Financial Conduct Authority (FCA). Hierfür gibt es keinerlei Hinweise und auch dies ist ein weiterer Warnhinweis. Und was ist von den vermeintlichen Finanzgeschäften der GfxRoyal mit deutschen Anlegern zu halten? Über die Website www.gfxroyal.com werden auch Geschäfte mit Differenzkontrakten (Contracts of Difference – CFD´s) und Kryptowährungen angeboten. Hier muss man sich klarmachen, dass Geschäfte mit CFD’s mit privaten deutschen Kleinanlegern für diese Firmen verboten sind. Erst Ende 2019 hat die BaFin dieses Handelsverbot verlängert. Darüber müssen die Firmen und ihre Verantwortlichen, so auch die Capital Letter GmbH, die Betreiberin der Tradingplattform www.gfxroyal.com ihre Kunden aufklären. Tun sie dies nicht, so machen sie sich schadensersatzpflichtig und die Anleger können ihr Geld zurückfordern. Ein mit Trading vertrauter Anwalt wird wissen, was zu tun ist. Aber wo finden sich die Spuren des Geldes?

GfxRoyal: Spuren des Geldes nach Deutschland und in die Ukraine!
Was passiert, wenn man der Spur des Geldes folgt? Grundsätzlich gehen die meisten Anleger davon aus, dass sie das Geld normalerweise an ihren Vertragspartner, wie eine Bank oder eine Fondsgesellschaft überweisen. Aber hier lief es gänzlich anders, aber nicht untypisch für Akteure im angeblichen Kryptowährungsgeschäft. Schaut man sich nur einmal exemplarisch die verschiedenen Empfängerfirmen und die beteiligten Banken bzw. Zahlungsdienstleister an, so findet sich hier u.a. die Firma Lindensheim GmbH, der Geld überwiesen werden sollte. Diese Firma wurde erst am 09.03.2020 im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der HRB 37270 eingetragen. Als Geschäftssitz wird die Philipp-Rosenthal-Straße 9 in 04103 Leipzig im Handelsregister verzeichnet. Als Geschäftsführer ist auch hier ein ukrainischer Staatsbürger eingesetzt worden. Ebenso interessant sind zwei weitere Firmen in Berlin, die genauso für die finanziellen Transaktionen der Traderfirmen eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Devza Markt GmbH und die ARENSTROW GmbH. Die Devza Markt GmbH wurde am 16.10.2019 ins Berliner Handelsregister unter der Registernummer HRB 211195 B eingetragen. Auch hier ist als Geschäftsführer ein Ukrainer eingesetzt worden. Die ARENSTROW GmbH wurde wiederrum erst am 16.01.2020 im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin eingetragen. Nur ist hier der Geschäftsführer, diesmal ein Bulgare, der aber praktischerweise auch russisch spricht. Und der Kreis schließt sich, wenn man sich an die Tokkata Software GmbH erinnert, die für die Internethandelsplattform www.stscrypto.com, der Capital Letter GmbH, unerlaubt betriebene Finanztransfergeschäfte durchführte und dafür von der Finanzaufsicht BaFin aufgefordert wurde, diese unerlaubten Finanzgeschäfte einzustellen. Hier erfolgte die Eintragung der Firma Tokkata Software GmbH bereits am 05.07.2019 im Handelsregister Berlin und der Geschäftsführer ist mal wieder ein Ukrainer. Wie wird es wohl bei den anderen Firmen laufen, wenn man ihre Finanztransfergeschäfte näher untersucht? Spannend wird sicher auch, wie die Postbank Berlin und die Kreis- und Stadtsparkasse Leipzig ihre Geschäftsbeziehungen in Zukunft hier gestalten werden. Noch ein anderes Kapitel sind manche Kryptowährungstransaktionen, die im Rahmen der vermeintlichen Geschäfte durchgeführt werden. Extrem unseriös sind dabei die Transaktionen, bei denen die getauschten Kryptocoins, ohne die Kenntnis des Anlegers, auf ein Wallet der Gauner umgebucht wurden. Zu welchen Erkenntnissen wird man wohl kommen, wenn man die Blockchain im Nachgang auswertet? In der Gesamtschau werden sich die Firmeninhaber für die Finanztransfergeschäfte, den Betrieb der Handelsplattform und wohl auch die Banken noch unangenehme Fragen stellen lassen müssen, welche Rolle sie in dem mutmaßlichen Betrugskonstrukt gespielt haben. Eine Frage, die nicht den auf Anlagebetrug fokussierten Anwalt, sondern auch die Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden sehr interessieren wird.

GfxRoyal: Anleger wollen ihr Geld zurück!
Wenn die Anleger der GfxRoyal all das gewusst hätten, hätten sie sich sicherlich nie auf dieses Geschäft eingelassen. Sie werden sich jetzt die Frage stellen, wie sie ihr Geld zurückbekommen und ob es nicht längst woanders ist. Das sind berechtigte Sorgen und Fragen, die ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt beantworten kann.

GfXRoyal: Die Spur des Geldes verfolgen!
Seit über 30 Jahren verfolgt die Anlegerschutz Kanzlei Resch Rechtsanwälte derartige Missstände auf dem grauen Kapitalmarkt. Insofern sind die Aktivitäten der GfxRoyal nichts wirklich Neues. Es wurde ein Instrumentarium aufgebaut, um die Spur des Geldes zu verfolgen. In der Zeit des Internets ist es sehr schwierig geworden, Gelder wirklich verschwinden zu lassen. Wichtig ist dabei, dass wir SOFORT handeln. Je schnelle die Anleger die Spur des Geldes verfolgen, desto größer sind die Chancen, dass sie ihr Geld sichern lassen können!

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein geschädigter Anleger der GfxRoyal sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückerhalten können, rufen Sie an unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

 


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