Razzia ++ Green Planet ++ Schneeballsystem

Bei der Green Planet AG in Frankfurt kam es am 11.04.2014 zu einer Razzia. Ermittelt wird wegen Kapitalanlagebetrug. Es besteht der Verdacht, dass Green Planet ein Schneeballsystem betreibt. Rund 700 Anleger haben etwa 15 Millionen Euro in Teakholzbäume investieren wollen. Über den Verbleib des Geldes bestehen erhebliche Zweifel. Es droht das Risiko des Totalverlustes.

Nach den Angaben der Green Planet sollte jeder der Anleger Eigentum an den Teakholzbäumen erwerben. Das ist rechtlich gar nicht möglich, so lautet der Vorwurf. Die Bäume gehören der eigenständigen Firma in Costa Rica, der auch die Plantage gehört. Auch die Angaben zum Gewinn seien unzutreffend, meint die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Von den Teakholzsetzlingen können nur 50 % nach 20 Jahren gefällt werden. Dadurch reduziert sich der errechnete Gewinn entsprechend.

Betreibt Green Planet ein Schneeballsystem?

Zweifel bestehen auch daran, dass die Mittel wie versprochen verwendet wurden. Die Gelder seien an andere Firmen weitergereicht worden. Anleger, die ihr Geld ausgezahlt bekommen, seien durch neue Anlegergelder befriedigt worden. Das ist ein Schneeballsystem, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Green Planet Chef in Haft

Wegen der Verdunklung- und Fluchtgefahr, hat die Staatsanwaltschaft gegen Manfred Wander, dem Chef der Green Planet einen Haftbefehl erlassen. Wander sitzt seit der Razzia in Untersuchungshaft.

Kostenstruktur undurchsichtig

Schon seit langem gibt es erheblichen Zweifel an den unseriösen gemachten Versprechen. Die Kalkulation der Green Planet AG dürfte von vornherein utopisch gewesen sein. Nach Angaben des Verbrauchermagazins Öko-Test sind die Kosten für solche Fonds zu hoch. Einige Unternehmen der Branche verlangen Gebühren von über 20 % für Agio und Werbung. Hinzu kommen dann noch die laufenden Verwaltungskosten von 15 %. Über ein Drittel der eingenommenen Gelder gehen also für Werbezwecke raus, können also nicht investiert werden.

Bei Green Planet allerdings investierten die Anleger direkt in Setzlinge, die in Costa Rica gepflanzt werden sollen. Der Preis allerdings für diese Setzlinge wird von Green Planet bestimmt.

Anlegeranwalt Resch
Anlegeranwalt Jochen Resch

Mangelnde Transparenz. Risiko des Totalverlustes

Grundsätzlich sind die Beteiligungen an solchen Rohstofffonds für die Anleger mit hohen Risiko verbunden. Die Überwachung des Investments ist für Anleger schlicht nicht möglich. Sie liegen auf entfernten Kontinenten in Regionen, die wenig mit mitteleuropäischen Gepflogenheiten gemein haben.

 

Resch Rechtsanwälte. Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bietet den Anlegern der Green Planet die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030/88 59 77-0 oder füllen Sie den Fragebogen aus. 

Nützliche Informationen zu Ökofonds

  • Ökofonds riskant für Anleger

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