IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds ++ Bericht über Gesellschafterversammlung


Der Auftakt der Serie von Gesellschafterversammlungen der IBH Immobilienfonds mit der IBH Achte Grundbesitz Wohnbau GbR verlief chaotisch. Die externen Dienstleister für Einlasskontrolle und Ausgabe von Stimmzetteln waren völlig überfordert. Ein Sicherheitsdienst war anwesend mit vier robusten Bodyguards. Man fragt sich, wieso? Wieso muss auf einer Gesellschafterversammlung des IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds ein Sicherheitsdienst vorhanden sein? Sind die Anleger des IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds gefährliche Terroristen? Oder fürchtet IBH-Geschäftsführer Martin Staratschek um Leib und Leben? Absurde Vorstellungen!

IHB Achte Grundbesitz: Chaos verhinderte Eröffnung der Gesellschafterversammlung
So schlimm war es doch gar nicht, obwohl Staratschecks Auftritt eine Mischung aus Unfähigkeit, Uneinsichtigkeit und Panik zu sein schien. Völlig unkoordiniert, gegen alle Regeln der Logik und des Gesetzes verstoßend, führte Martin Staratschek durch die Veranstaltung. Das Wort „Gesellschafterversammlung“ sei hier nicht angewandt, weil seine Ausführungen zur wirtschaftlichen Situation des IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds GbR im Besonderen sowie der Situation der IBH Immobilienfonds im Allgemeinen vor Eröffnung der Gesellschafterversammlung gemacht wurden. Die Organisation war nämlich nicht in der Lage festzustellen, wie viele Anleger anwesend waren und wie Stimmen verteilt waren. Die offizielle Gesellschafterversammlung konnte nicht eröffnet werden.

IBH Achte Grundbesitz: Zahlen durften nicht fotografiert werden
In dieser Veranstaltung wurde in Sachen IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds berichtet, dass die diversen IBH Immobilienfonds untereinander Kredite ausgereicht haben. Rund 20 Millionen Euro wurden gegenseitig „verliehen“. Nicht erkennbar sei, dass irgendwann Zinsen gezahlt worden seien oder dass die Kredite zurückgeführt worden sind. Immerhin hat der IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds keine Schulden bei den anderen Fonds, aber hohe Forderungen. Genaue Zahlen sind hier nicht genannt worden. Zwar wurden die Zahlen groß an die Wand geworfen. Es wurde aber ein Fotografier-Verbot ausgesprochen, das von Staratschecks Bodyguards auch überwacht wurde. Skandalös! Es wurde aber gleichwohl versichert, dass man später diese Zahlen auch tatsächlich bekomme. Warten wir es also ab.

IBH Achte Grundbesitz: Schwere Verluste bei Immobilienverkauf
Als Grundlage für die Entscheidung der Auflösung hat man sich also die Zahlen nur kurze Momente anschauen können. Es war schwer, die Zusammenhänge wirklich zu durchdringen. Eine Bewertung der Immobilien machte deutlich, dass sie weniger als die Hälfte des ursprünglichen Anschaffungspreises wert sind. Um es deutlich zu sagen und richtigzustellen: Die Preise sind nicht gefallen, sie sind deutlich gestiegen. Die Fondsinitiatoren haben damals mit wohl vierfach überhöhten Einkaufspreisen Immobilien in den Fonds gebracht.


Nach diesen Ausführungen vorab, also ohne dass die Gesellschafterversammlung eröffnet worden ist, musste Staratschek sich noch einmal persönlich darum kümmern, dass die Anwesenheits- und die Stimmverhältnisse geklärt wurden. Es bestehen ernsthafte Zweifel, dass das gelungen ist.

Das Abstimmung selber war ohne Not verkompliziert worden. Völlig überflüssig! Dilettantisch! Im Ergebnis wurden folgende Beschlüsse zur Abstimmung gestellt:

Der Abschluss neuer Treuhandverträge und die Änderung des Gesellschaftsvertrages wurden abgelehnt.

Die Liquidation wurde mit der notwendigen Stimmenmehrheit beschlossen.

Ein neuer Liquidator wurde nicht bestellt. Dazu bestand kein Grund, weil im Gesellschaftsvertrag die Abwicklung vertraglich geregelt ist. Nach dem Gesellschaftsvertrag ist de IBH Verwaltung der Liquidator. Eine Doppelbeauftragung von Martin Staratscheks neu gegründeter AIF Invest GmbH sowie der FD Treuhandscheint nicht sinnvoll.


Schlussendlich hat Staratschek mitgeteilt, dass die nächste Gesellschafterversammlung am 21.08.2017 für die IHB Achte Grundbesitz Wohnbau ausfällt. Gegen 23.00 Uhr war die Versammlung dann beendet.

Gesellschafterliste unvollständig! Beschlüsse anfechtbar!
In einer E-Mail der IBH Fondsverwaltung vom 21.08.2017 wurde der CT Treuhand die Schuld gegeben, dass die Gesellschafterversammlung IBH Zehnte Grundbesitz Wohnbau an diesem 21.08.2017  nicht durchgeführt werden könne. Die Gesellschafterliste sei von CT Treuhand nicht zutreffend geführt worden. Im Ergebnis, so heißt es in der E-Mail, wären damit alle auf der Gesellschafterversammlung zur Zehnte Grundbesitz Wohnbaufonds GbR gefassten Beschlüsse anfechtbar. Das Gleiche wird wohl auch für die Beschlüsse der IBH Achte Grundbesitz Wohnbaufonds GbR gegolten haben. Aber Staratscheck hat in diesem Punkt Recht. Alle Beschlüsse der Gesellschafterversammlung sind wohl anfechtbar.

Wird die nächste IBH Immobilienfonds Versammlung klappen?
Das Ganze lässt sich nur als ein Desaster bezeichnen. Bleibt zu hoffen, dass der für dieses Theater verantwortliche IBH Geschäftsführer Martin Staratschek in sich geht und die nächste Gesellschafterversammlung besser organisiert. Vielleicht sollte er auch überlegen, dass er sich vorher mit den Entscheidern ins Benehmen setzt und im Hinblick auf die Verwobenheit aller Fonds miteinander erklärt, wie er die potenziellen Interessenkonflikte, die in seiner Person offenkundig sind, zu lösen gedenkt. Sonst steht zu befürchten, dass er mit der nächsten Gesellschafterversammlung komplett scheitert.