Infinus Future Business ++ Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Dresden erhebt gegen sechs mutmaßliche Manager der Future Business Infinus Gruppe Anklage vor dem Strafgericht in Dresden. Den Beschuldigten wird ein besonders schwerer Fall von Kapitalanlagebetrug und gewerbsmäßiger Betrug zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht von rund 22.000 geschädigten Anlegern aus, die um rund 312 Millionen Euro betrogen worden sind. Die Future Business Infinus Gruppe befasste sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zunächst mit dem Ankauf und der Verwertung von „gebrauchten“ Lebensversicherungen und später auch mit Investitionen in Immobilien, Edelmetallen und Firmenbeteiligungen.

Die Future Business finanzierte sich bis Mitte 2013 über die Emission von Orderschuldverschreibungen und danach über die Aufnahme von Nachrangdarlehen. Der Vertrieb dieser Finanzdienstleistungen erfolgte über die Infinus, die in besten Zeiten fast 2.000 Vermittler in ihren Diensten hatte.

Da die FuBus nicht in der Lage war, die versprochenen Renditen zu erwirtschaften, wurden ab dem Jahr 2011 innerhalb der Future Business Gruppe Geschäfte getätigt, die nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft lediglich auf dem Papier existierten und mit deren Hilfe die Verluste der Future Business verschleiert werden sollten.

Da die Future Business nur Scheingewinne und keine echten Gewinne erwirtschaftete, konnten die an die Anleger ausgezahlten Renditen nur aus zusätzlich eingeworbenen Geldern der Neuanleger aufgebracht werden. Es handelt sich dabei um ein klassisches Schneeballsystem. Ein Schneeballsystem kann aber nur so lange aufrechterhalten werden, wie es gelingt, immer frisches Geld von neuen Anlegern einzuwerben. Auch der Future Business Infinus-Gruppe drohte zwangsläufig damit der Zusammenbruch.

Dies ist der Hauptvorwurf, den die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten macht. Seit dem 01.01.2011 hätten die Angeklagten den Schneeballcharakter ihres Geschäftes erkannt. Die Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, dass die Beschuldigten gegenüber den Vermittlern der Infinus spätestens ab dem 01.01.2011 absichtlich verschwiegen haben, dass es sich bei den Gewinnen der Future Business lediglich um Scheingewinne handelte.

Das Ganze geschah mit der Absicht, die Vermittler auch weiterhin die Orderschuldverschreibungen und die Nachrangdarlehen der FuBus mit der nötigen Überzeugung vertreiben zu lassen. Auf diese Weise wurden über das Infinus-Vermittlernetz ab dem 01.01.2011 ca. 22.000 Anleger geworben, die insgesamt ca. 312 Millionen Euro in Orderschuldverschreibungen und Nachrangdarlehen investiert haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Anleger betrügerisch geschädigt wurden.

Infinus Future Business ++ Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage