Infinus Future Business Strafprozess ++ Alle Angeklagten wieder auf freiem Fuß

Nur noch eine Kleinigkeit muss Rudolf Ott, der Ex-Vertriebschef der Dresdener Infinus Future Business Gruppe, erledigen. Er muss die Kaution in Höhe von 300.000,00 EUR erbringen, dann ist auch er als Letzter der ursprünglich sechs verhafteten Infinus Future Business Manager wieder auf freiem Fuß.

Infinus Future Business Strafprozess ++ Alle Angeklagten wieder auf freiem Fuß
Infinus Future Business Strafprozess ++ Alle Angeklagten wieder auf freiem Fuß

Infinus Future Business: Deutschlands größtes Schneeballsystem
Den sechs Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Deutschlands größtes Schneeballsystem betrieben zu haben. 28.000 Anleger sind mit rund 1 Milliarde Euro geschädigt worden. Der Vorsitzende Richter hatte verlauten lassen, dass er mit Freiheitsstrafen zwischen 5 und 9 Jahren rechne. Von Anfang an war allerdings fraglich, ob man den Angeklagten den Vorsatz, andere zu schädigen, um sich selber zu bereichern, beweisen kann, der für die Verwirklichung des strafrechtlichen Tatbestandes des Betruges erforderlich ist. Eine Art Geständnis hatte Jens P. abgegeben. Dieser war allerdings in der Sache unsicher und bezog sich auf ein „schlechtes Bauchgefühl“.

Infinus Future Business: Geschäfte mit Lebensversicherungen
Die Mitangeklagten haben immer wieder betont, dass sie zwar riskante Geschäfte gemacht hätten, aber das sei alles nicht strafbar gewesen. Das Kerngeschäft der Infinus Future Business waren die Lebensversicherungen. Zuerst hatte man gebrauchte Lebensversicherungen aufgekauft und fortgeführt. Später allerdings wurden immer größere Versicherungspakete vertrieben. Zu diesem Zweck wurde ein riesiges Netz von Vermittlern aufgebaut, die unter dem Infinus Haftungsdach tätig waren.

Infinus Future Business: Riskante Eigengeschäfte
Je größer die Versicherungspakete waren, umso höher seien am Ende auch die Provisionen gewesen, die von den Versicherern geboten wurden. Merkwürdig ist allerdings, dass Mitarbeiter und Führungskräfte extrem hohe Lebensversicherungen abgeschlossen hatten und dafür eine entsprechende Provision kassierten. Hier liegt der Verdacht nahe, dass aus dieser Liquidität die Zinsen für die Anlegergelder bezahlt wurden. Diese Eigengeschäfte waren riskant, meinte einer der Angeklagten dazu, aber letztlich nicht verboten. Zudem habe man diversifiziert. Es sei auch in Immobilien und in Gold investiert worden.

Infinus Future Business: Wird Verurteilung Bestand haben?
Alle Angeklagten waren in den vergangenen Monaten gegen Zahlung einer hohen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Jetzt warten sie ungeduldig auf ihr Urteil, damit sie endlich in Revision zum Bundesgerichtshof gehen können. Hier erhoffen sich die Infinus Future Business Manager einen Freispruch.

Infinus Future Business Strafprozess ++ Alle Angeklagten wieder auf freiem Fuß
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