IVG EuroSelect 12 „60 London Wall“

 

Die IVG hat eine Vielzahl von Fonds unter der Firmierung IVG EuroSelect aufgelegt. Dazu gehört der IVG EuroSelect 12, der auch unter der Bezeichnung „60 London Wall“ bekannt ist. Der IVG EuroSelect 12 ist aufgrund sinkender Immobilienpreise in London in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Welche rechtlichen Ansprüche können die Anleger des IVG EuroSelect 12 „60 London Wall“ geltend machen?

 

Wertverfall des IVG EuroSelect 12 „60 London Wall“ 

Der Wert des Bürogebäudes „60 London Wall“ ist seit 2009 von ursprünglich 204 Millionen Britische Pfund auf derzeit 156 Millionen Britische Pfund gesunken. Durch diesen Preisverfall wurde die Loan-to-value-Klausel seit Ende 2009 anhaltend verletzt. Aufgrund dieser Klausel darf das Verhältnis von Verkehrswert zum Gesamtkreditbetrag den Wert von 70% nicht überschreiten.

 

Loan-to-value-Klausel gefährdet IVG EuroSelect 12 „60 London Wall“

Jedoch wurde Ende 2009 ein Wert von 87,3 % festgestellt. Daraus ergibt sich für die finanzierende Bank das Recht, zusätzliche Sicherheiten in gleicher Höhe, oder eine Sondertilgung zu verlangen. Das war der Fondsgesellschaft aufgrund mangelnder Liquidität nicht möglich. Mit der BayernLB wurde daraufhin eine Vereinbarung getroffen, dass diese auf ihre Rechte verzichtet. Allerdings musste sich die Fondsgesellschaft im Gegenzug dazu verpflichten, keine Ausschüttungen mehr an die Anleger vorzunehmen.

 

Vermietungsprobleme bei IVG EuroSelect 12 „60 London Wall“

Als weiteres Problem kommt hinzu, dass die ING Ltd. als Hauptmieterin den Mietvertrag über den September 2016 hinaus nicht verlängern wird. Um eine Neuvermietung vorzunehmen, müssen für das schon 23 Jahre alte Objekt umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Kosten dafür werden zwischen 20 bis 50 Millionen Euro betragen. Im Moment ist nicht zu erkennen, wie diese Summe aufgebracht werden kann. Wenn es nicht gelingt, neues Kapital einzuwerben, werden die Anleger mit einem Totalverlust rechnen müssen.

 

Was kann der Anleger des IVG EuroSelect 12 tun?

Regelmäßig wurden die Beteiligungen an dem EuroSelect 12 Fonds über Banken vermittelt. Dazu gehört insbesondere auch die Commerzbank. Die Bank hat damit eine Aufklärungspflicht. Sie muss anlege- und anlagegerecht beraten. In diesem Fall muss sie auf die Rückvergütungen informieren, die der Bank für die Vermittlung ihrer Beteiligung zufließt. Auch das Risiko der Loan-to-value-Klausel muss dem Anleger deutlich gemacht werden.

 

Bereits im Frühjahr 2014 hat das Landgericht Berlin die Commerzbank aus diesem Grunde zu Schadensersatz verurteilt.

 

 

Resch Anlegerrecht

Resch Rechtsanwälte:  Anlegerschutz seit 1986.

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