IVG EuroSelect 16 ++ Analyse ++ Scheitern vorprogrammiert

 

Anleger des IVG EuroSelect Sechszehn GmbH & Co. KG werden sich fragen, ob die jetzt entstandenen Probleme vorauszusehen waren. Schaut man sich die Konstruktion des IVG EuroSelect 16 Fonds näher an, wird einem deutlich, dass die Liquiditätsprobleme von Anfang an programmiert und damit vorhersehbar gewesen sind. Die strukturellen Probleme des IVG EuroSelct 16 hätte jeder Berater erkennen können. Von vorn herein war also klar, dass es erhebliche Risiken geben würde. Das Risiko des Scheiterns war vorprogrammiert.

IVG EuroSelect 16 übernimmt alte Schulden

Die IVG EuroSelect 16 hat konzeptionsgemäß 99,9996% der Kommanditanteile der IVG EuroSelect Fonds VII GmbH & Co. KG zu einem Betrag von € 245.867.000,00 übernommen.

Diese Gesellschaft wiederum hat sich im Kalenderjahr 2008 mit einem Kapital in Höhe von € 245.879.926,64, entspricht einem Anteil von 99,998 %, an der IVG EuroSelect The Square Verwaltungsgesellschaft Société Civile mit Sitz in Luxemburg, beteiligt.

Diese Objektgesellschaft hat neben den von den Kommanditisten der IVG EuroSelect Sechzehn GmbH & Co. KG „durchgereichten“ Finanzierungsmittel, noch ein endfälliges Darlehen der Nord/LB in Höhe von € 150.000.000,00 zum Erwerb der Fondsobjekte aufgenommen.

Scheitern des IVG EuroSelect 16 war vorhersehbar

Das Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 20.12.2022 ist mit einer gestaffelten Verzinsung ausgestaltet, die mit einem Zinssatz von 4,10% p.a. beginnt und eine Steigerung bis auf 7,41% p.a.  für die letzte Zinsperiode vorsieht. Die Zinsaufwendungen der Objektgesellschaft werden von gut 6 Millionen auf mehr als € 11 Millionen jährlich steigen. Rechnet man noch die prospektierten Ausschüttungen an die Kommanditisten der Fondsgesellschaft von 5,25% p.a. hinzu, beträgt die Kostenlast anfänglich € 18 Millionen und erhöht sich mit den steigenden Zinsen auf rund € 23 Millionen pro Jahr.

Schon für 2013 konnte die Objektgesellschaft wegen der notwendigen Erhöhung der Liquiditätsreserve nur eine geringe Auszahlung an die Fondsgesellschaft vornehmen, was eine Absenkung der prospektierten Ausschüttung zur Folge hat.

Diese Liquiditätsprobleme waren angesichts der stetig steigenden Zinsen für das Darlehen der Nord/LB vorhersehbar.

Haftung der Banken bei Vermittlung des IVG EuroSelect 16

Auf diese Probleme hätte Ihr Berater hinweisen müssen. Zudem gibt es bei den Banken regelmäßig keine Aussagen über die internen Rückvergütungen. Auch dies ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine aufklärungsbedürftige Tatsache. Das Verschweigen dieser Risiken oder die Empfehlung, diese Anlage sei zur Altersvorsorge geeignet, stellt eine Falschberatung dar. Für die Falschberatung muss der Berater bzw. die Bank haften. Der Anleger hat das Recht, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung an dem IVG EuroSelect 16 Fonds nicht gezeichnet.

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IVG EuroSelect 16 ++ Analyse