Prozessauftakt gegen Anlegeranwalt Kratzer in Nürnberg

Vor dem Landgericht Nürnberg beginnt an diesem 30.04.2019 um 8.15 Uhr der Strafprozess gegen den Rechtsanwalt Klaus Kratzer. Kratzer hatte sich in den 1990er Jahren einen Ruf als Anlegeranwalt in Streitigkeiten gegen die HypoVereinsbank erarbeitet. Jetzt werden ihm im Nachgang mit der Insolvenz des Berliner Immobilienvertriebes Consortis schwere Vorwürfe von der Staatsanwaltschaft gemacht.

Prozess gegen Kratzer: Das Schneeballsystem der Consortis

Hintergrund dieses Verfahrens sind Rechtsstreitigkeiten, die aus der Insolvenz der Berliner Immobilienvertriebsfirma Consortis aus entstanden. Die Insolvenz wurde Juni 2016 in Berlin eröffnet. Die Consortis hatte Immobilien in Berlin mit dem Garantieversprechen gegeben, dass während des Zeitraums von 10 Jahren sämtliche Kosten ihr übernommen werden. Der Erwerb der Immobilie sei also ohne Risiko. Nach 10 Jahren werde die Immobilie mit Gewinn zurückgekauft. Das geniale steuersparende Immobilienmodell. Resch Rechtsanwälte hatten dieses Konzept schnell als Schneeballsystem entlarvt.

Prozess gegen Kratzer: Consortis verkaufte in Franken
Die meisten Käufer der Immobilien kamen aus Franken. Hier war die Hauptvertriebsschiene der Consortis. Mitarbeiter der Consortis haben dann nach der Insolvenz ihren Kunden empfohlen, sich an Rechtsanwalt Kratzer in Nürnberg zu wenden, damit der dafür sorgen werde, dass sie ohne Schaden aus dem Immobilienerwerb heraus kommen.

Kratzer empfiehlt Zahlungseinstellung der Kredite

Kratzer hatte seinen Mandanten vielfach empfohlen, die Bedienung der Kredite umgehend einzustellen. Eine Katastrophe: Die Kredite wurde von der Bank, meist die Mittelbrandenburgische Sparkasse und die Deutsche Bank, fällig gestellt. In manchen Fällen sind dann die Immobilien zwangsversteigert worden. Die Anleger bleiben auf den Restschulden sitzen.

Kratzer fordert hohen Gebühren –wohl ohne entsprechende Leistung
Kratzer hat dann, wie Mandanten berichten, unzählige Prozesse gegen Banken, Notare und andere angekündigt. Entsprechend wurden von Kratzer hohe Gebührenvorschüsse angefordert.
In vielen Fällen soll es überhaupt nicht zu Prozessen gekommen sein. Am Ende haben nur wenige Mandanten ihr Problem gelöst bekommen.

Kratzer wird vorgeworfen, den Schaden noch vergrößert zu haben
Immer mehr Mandanten sind über die Verhaltensweise ihres Rechtsanwalts Kratzer verärgert und überlegen sich, ob sie die gezahlten Gebühren zurückverlangen können. Zudem wird zu prüfen sein, ob der durch den Erwerb der Immobilie zugefügte Schaden, der eben durch das Konzept von Kratzer nicht behoben, sondern eher verschlimmert wurde, ebenfalls als Schaden geltend gemacht werden kann.

Spezialproblem der ING DiBA Kredite
Besonders problematisch ist noch, dass die Consortis  viele Anleger überredet hat, weitere Darlehen bei der ING DiBa aufzunehmen. Angeblich sollten damit Renovierungskosten für die Wohnung bezahlt werden. Tatsächlich sind diese Gelder nie für diesen Zweck verwendet worden. Sie dienten lediglich dazu, dass Schneeballsystem der Consortis am Laufen zu halten.

Wie kann man noch heute – trotz Kratzer -  den Schaden mindern?
Rechtlich gesehen gab es gute Möglichkeiten, hier Ansätze zu finden. Schon seit Langem bestand unter Experten der Eindruck, dass die Lösungsmöglichkeiten aber nicht genutzt wurden. Vielmehr scheint es Kratzer entgangen zu sein, sein Honorarvolumen durch unzählige Rechtshandlungen zu erhöhen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Wenn Sie zu den Geschädigten des Rechtsanwalts Kratzer gehören und wissen möchten, welche Optionen Sie jetzt haben, um den Schaden zu mindern oder zu beseitigen, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung.