Main Invest – Warnung durch FMA

Die Main Invest gibt auf ihrer Webseite die Adresse 4DB 58-60 Kensington Church Street, London W8 4DB, Vereinigtes Königreich an. Ebenso weist die Telefonnummer + 44 (20) 80891108 auf den Standort Großbritannien hin. Auf der Webseite ist zu lesen, dass es sich bei Main Invest um einen Finanzdienstleister handelt, der Organisationen und privaten Investoren dabei helfen will, intelligenter zu arbeiten und schneller zu wachsen. Opfer berichteten, dass es sich letztlich um Trading dreht. Alle die sich darauf einlassen verlieren ihr Geld, welches von Main Invest nicht zum Handeln genutzt, sondern direkt in dunkle Kanäle weitergeleitet wird. Die Opfer von Main Invest möchten wissen, wie sie ihr Geld wiederbekommen. Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?

 

Main Invest: Die Adresse ist einschlägig bekannt
Das alte Gebäude in der Kensington Church Street hat durchaus seinen eigenen Charme, aber den Sitz eines Finanzdienstleistungsunternehmens, wie Main Invest stellt man sich anders vor. Zunächst gibt es den interessanten Fakt zu beachten, dass es sich bei der Adresse 58-60 Kensington Church Street um eine handelt, die von einschlägig bekannten Anbietern virtueller Adressen und sogenannter “Serviced Offices” angeboten wird. Für ein Unternehmen, welches von sich behauptet, schon mehr als 30 Jahre am Markt zu sein, ist das jedoch mehr als unangemessen.

Main Invest: Die Telefonnummer ist irreführend
Es gibt zahlreiche Internetportale, bei denen Verbraucher melden können, wenn sie mit unerwünschten Anrufen belästigt werden. Die Telefonnummer + 44 (20) 80891108 gehört tatsächlich zu einem größeren Block von Rufnummern, die für unerwünschte Anrufe berüchtigt sind. In vielen Ländern der Welt ist es möglich eine Rufnummer oder ganze Blöcke davon zu erwerben, um sie anschließend vom Ausland aus zu nutzen. So ist es durchaus möglich, dass dem Angerufenen eine britische Nummer angezeigt wird, obwohl der Anruf aus der Türkei oder Kroatien erfolgt.

Main Invest: Die Webseite
Die Webseite von Main Invest ist mit den üblichen in diesem Fall völlig unpassenden Stockfotos aufgehübscht. Die abgebildeten Personen sind durchweg viel zu jung, um Main Invest, ein angeblich dreißigjähriges Unternehmen für Finanzdienstleistungen, zu repräsentieren. Überdurchschnittlich viel Mühe machten sich die Anlagebetrüger beim Verfassen der Texte. Alle sind einzigartig und nicht wie üblich von woanders kopiert.

Main Invest: Die Firma
Angeblich befasst sich Main Invest mit Fragen der Unternehmensfinanzierung, gibt wirtschaftliche Beratung und ist im Bereich Forensik und Rechtsstreitigkeiten tätig. Des Weiteren will Main Invest Unternehmen mit strategischer Kommunikation, Technologie- und Innovationsberatung sowie strategischem Marketing beraten. Die Selbstsicht auf das Unternehmen klärt nicht darüber auf, dass Main Invest Kaltakquise betreibt und weshalb es versucht Anleger zum Traden zu überreden. Das kann auch ein auf Trading spezialisierter Anwalt nicht erklären.

Main Invest: Ist es Anlagebetrug?
Die Anlagebetrüger geben vor Anlageberater zu sein und lassen die eingezahlten Gelder verschwinden. Alle äußeren Merkmale von Main Invest, angefangen bei deren virtueller Adresse, bis hin zu der verdächtigen Telefonnummer weisen auf Anlagebetrug hin. Die fehlende Autorisierung durch die für das Vereinigte Königreich zuständige Financial Conduct Authority (FCA) oder irgendeine andere Aufsichtsbehörde sind ebenso ein Zeichen von Anlagebetrug. Angesichts dessen wird jeder Anwalt für Anlagebetrug ohne Zweifel zu der Ansicht kommen, dass hier ein Schema des Kapitalanlagebetrugs vorliegt.

Main Invest: Die Anbahnung durch Cold Call
Zunächst erhält das spätere Opfer einen überraschenden Anruf, einen sogenannten Cold Call. Die sind in der EU schon seit Jahren verboten. Seriöse Firmen halten sich in der Regel auch daran. Der Anrufer versucht eine entspannte Gesprächsatmosphäre aufzubauen, wird den Angerufenen immer wieder loben und letztlich in eine sogenannte Ja-Frage-Straße locken.

Main Invest: Anleger wird angefüttert
Wenn es gutgeht, willigt der Angerufene einmal ein kleines Trading-Konto zu eröffnen, schon mit 250 Euro ist man dabei. Er lässt den Account-Betreuer mal machen und sieht, wie schnell der Betrag auf seinem Konto wächst. Natürlich ist es kein echtes Konto, sondern eines, dass vom Betreiber manipuliert wird und genau das anzeigt, was er gerade für günstig hält.

Main Invest: Viel Anleger erliegen den Verlockungen
Die eingezahlten 250 Euro sind natürlich nur der Anfang, um den Kunden in Stimmung zu bringen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, damit er jede Vorsicht vergisst. Anschließend wird dem umschmeichelten Kunden ein verlockendes Upgrade angeboten, wenn er nur mehr investiert. Dafür gibt es dann Platin-, Gold- und VIP-Accounts mit einem Mindestanlagevolumen von mehreren 10.000 Euro oder sogar sechsstelligen Beträgen.

Main Invest: Die Auszahlung wird verzögert
Irgendwann möchte jeder Kunde sein gewonnenes oder investiertes Geld zurück. Da die Betrüger zu keinem Zeitpunkt beabsichtigten auch nur einen einzigen Cent zurückzuzahlen, spielen sie zunächst auf Zeit. Dann kommen Ausreden mit den Themen Prüfungen wegen Geldwäsche oder ähnlichem. Anschließend wird der Auszahlung zugestimmt – aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Main Invest: Ein letztes Auspressen des Anlegers
Es gibt verschiedene krude Bedingungen für eine Auszahlung. Vor einer Auszahlung sei die Steuer auf ein gesondertes Konto zu entrichten, diese kann durchaus 15 oder 20 Prozent der Gewinnsumme betragen. Manchmal kommt auch eine Provision für den “Kontomanager” ins Spiel. Der Kunde soll komplett ausgepresst werden. Hat der Kunde die Summe nicht, bietet man ihm an die Hälfte zu übernehmen, wenn er eine Rückzahlungserklärung unterschreibt.

Main Invest: Abbruch der Kommunikation
Erst wenn sich die Betrüger sicher sind, dass wirklich nichts mehr zu holen ist, hören sie auf das Opfer zu bearbeiten. Denn nun ist für sie der richtige Zeitpunkt zum Abschluss des Anlagebetrugs gekommen, indem alle Kommunikationskanäle mit dem Kunden geschlossen werden. Alle wird blockiert, er kann nicht mehr anrufen und E-Mails kommen nicht mehr an. Das Opfer wird geschockt alleine gelassen.

Main Invest: Aktivitäten nicht nur im DACH-Raum
Zwar hat bisher nur die FMA Finanzmarktaufsicht  aus Österreich auf den mutmaßlichen Anlagebetrug reagiert, aber vermutlich wird die BaFin und auch die  FINMA nachziehen. Schließlich haben die Anlagebetrüger der Main Invest Anleger im gesamten DACH-Raum akquiriert.  Es handelt sich demnach nicht nur um Anlagebetrug in Deutschland, sondern es gibt ebenso Fälle von Anlagebetrug in Österreich und der Schweiz. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Aktivitäten ist Skandinavien. So gibt es Klagen von Angerufenen aus Dänemark, Norwegen und Schweden. Finnland ist vermutlich aufgrund der Sprachbarriere vor den Anrufern der Main Invest geschützt.

Main Invest: Schadensersatzpflicht
Was viele nicht wissen, wer in Deutschland ohne Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Versicherungsgeschäfte, Investmentgeschäfte, Zahlungsdienste oder E-Geld-Geschäfte betreibt, ist seinen Kunden gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet. Das gilt unabhängig davon, ob die Geschäfte in Deutschland, oder aus dem Ausland herein betrieben wurden. Schadenersatzpflichtig sind im Übrigen auch Kreditinstitute, die versäumten Geldwäsche und andere verdächtige Geldgeschäfte zu melden und damit den Anlagebetrug erst ermöglichten.

Main Invest: Betrogene wollen Geld zurück
Wären den Anlegern die nun bekannten Fakten umfänglich bekannt gewesen, hätte sie sich gewiss nicht auf Geschäfte mit dieser “Firma” eingelassen. Nun ist es für die Geschädigten wichtig, möglichst keine Zeit mehr zu verlieren. Sie sollten unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die eingezahlten Gelder aufzuspüren, zu verfolgen und zurückzuholen. Selbstverständlich sollte sich der Anwalt auch um die strafrechtlichen Belange der Angelegenheit kümmern.

Main Invest: Was tun bei Anlagebetrug?
Auf welche Hilfe bei Anlagebetrug können die Geschädigten hoffen? Opfer finden bei einem Rechtsanwalt für Kapitalanlagebetrug kompetente Hilfe. Er wird in der Lage sein sich in dem Fall sowohl um die strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs, als auch um die Rückholung der Gelder und etwaige Schadensersatzansprüche kümmern.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Sind Sie ein Opfer der Anlagebetrüger von Main Invest? Wollen Sie wissen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückerhalten? Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen an unter +49 30 885 9770. Sie bekommen eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

 


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