Nekstra – BaFin warnt Anleger

Der vermeintliche Online-Broker Nekstra verkauft sich als vertrauenswürdige Plattform für das automatisierte Online-Trading mit Kryptowährungen. Es mehren sich jedoch die Informationen, dass es bei Nekstra nicht mit rechten Dingen zugeht. Immer mehr Anleger berichten im Zusammenhang mit Nekstra von Telefonterror, Abzocke und Anlagebetrug. Alle haben ihr bei Nekstra investiertes Geld verloren. Ernsthafte Zweifel machen sich breit. Inzwischen haben viele Anleger der Nekstra Sorge, dass es sich um einen Anlagebetrug handelt.  Alle Anleger der Nekstra fragen sich, ob sie Opfer von Anlagebetrügern geworden sind? Und was können die Anleger der Nekstra tun, wenn sich der Verdacht des Anlagebetruges erhärtet? Werden die Anleger der Nekstra ihr Geld zurückbekommen? Ist es sinnvoll, bei der Polizei eine Strafanzeige gegen Nekstra zu erstatten? Wo gibt es Hilfe bei Anlagebetrug?

 

Nekstra: Fragwürdige Beteuerungen
Was wird den verblüfften Anlegern auf nekstra.com da weisgemacht? "Nekstra ist ein weltbekannter Finanzdienstleister, der eine Reihe von Investmentprodukten anbietet, darunter Online Trading und FX...Unsere Hightech-Handelsplattform bietet Kunden auf der ganzen Welt die Möglichkeit, in über 1.000 erstklassige Vermögenswerte zu investieren, darunter Devisen, Aktien, Rohstoffe und Indizes". Dies ist nur ein kleines Exzerpt der fragwürdigen Angaben, die Anleger auf der Webseite von Nekstra finden. Kein einziges dieser hehren Versprechen von Nekstra wurde gehalten. Unerfreulicherweise sorgen die dubiosen Geschäftspraktiken eher für enttäusche Anleger und miserable Erfahrungen!

Nekstra: Versteckspiel beim Domain-Eintrag!
Bemerkenswert für die Geschäftspraktiken der Nekstra-Macher ist, dass die Website kein Impressum enthält. Somit fehlen die vollständigen Angaben zu den rechtlich verantwortlichen Betreibern der Website. Wirft man einen Blick auf die Domaindaten der Webseite von Nekstra an, sind dort keine Hinweise auf die Betreiber zu finden. Jedoch erfährt man, dass die Domain erst am 17.12.2019 bei Internet Domain Service BS Corp. registriert wurde. Die wirklichen Domaininhaber verstecken sich hinter dem Anonymisierungsdienst Whois Privacy Corp.

Nekstra: Wer steckt dahinter?
Diese Frage zu beantworten, wird vielen Anlegern eher schwerfallen, da die Nekstra-Macher alles tun, um die wahren Verhältnisse zu verschleiern. Dies ist allerdings nichts Ungewöhnliches. Die Täter betreiben zumeist mehrere dieser Webseiten mit dem gleichen betrügerischen Geschäftsmodell. Diese werden auf Vorrat erstellt, schnell ins Netz gebracht und genauso zügig abgeschaltet. Die Top-Level-Domain wird häufig verändert, um die Finanzaufsichts- und Strafverfolgungsbehörden zu täuschen. Doch wer ist der Betreiber? Auf der Website von Nekstra gibt es dazu nur spärliche Angaben. Es wird zwar die Firma Nekstra Limited jedoch keine Geschäftsanschrift angegeben. Daneben gibt es noch eine obligatorische Support-E-Mail-Adresse und die Telefonnummern +48221530467 für Polen, +74992166279 für Russland, +37070044872 für Litauen und +77273499974 für Kasachstan. 

Nekstra: Die Kundenakquise der Anlagebetrüger
Hier findet sich immer wieder die gleiche Vorgehensweise: Um Neukunden anzulocken werden die Offerten von Nekstra in allen nur denkbaren Medien und Kanälen propagiert. Meist handelt es sich bei diesen Empfehlungen um falsche Versprechen. Zusätzlich laden sie Videos auf Youtube hoch, in denen interessierte Anleger mit erfundenen Referenzen überzeugt werden. Hier berichten vermeintliche Prominente, gern auch unter dem irrigen Verweis auf die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, über ihre Erfahrungen mit dem Onlinetrading und Kryptowährungen. Parallel wird in der Regel ein Affiliate-Programm begonnen, um andere zu motivieren, die Werbetrommel für Nekstra zu rühren.

Nekstra: Kriminelle Geschäftspraktiken
Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Vielfach handelt es sich allerdings bei den Machern dieses Geschäftsmodells um Betrüger, vor denen auch das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen. Meist starten die Anleger mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie AnyDesk oder TeamViewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. Dabei verschaffen sich die Anlagebetrüger auch häufig Zugriff auf das Onlinebanking ihrer Opfer. Besonders kriminell ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Aber wie geht es weiter?

Nekstra: Rückzahlung des Geldes wird an Bedingungen geknüpft
Einmal dabei, ist ein Ausstieg ist meist unmöglich. Vielmehr Knüpfen die Administratoren der Anlagebetrüger eine Rückzahlung des Geldes an weitere Einzahlungen. Hier kommen Mitarbeiter zum Einsatz, die vermeintliche Steuerschulden und Provisionszahlungen geltend machen. Seien diese beglichen, käme es zur Auszahlung der vermeintlich erzielten Gewinne. Den Anlegern schicken die Täter selbstgefertigte Steuer- und Provisionsabrechnungen, häufig mit gefälschten Wappen geschmückt, zu. Diese müssten dringend bezahlt werden. Eine Verrechnung mit den vermeintlich erzielten Gewinnen, ist nie möglich. Verweigert ein Anleger weitere Einzahlungen, werden vermeintliche Gewinne durch sinnlose Transaktionen in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Damit ist der Schrecken nicht zu Ende, sondern die Anleger werden permanent mit Anrufen anderer dubioser Anbieter konfrontiert. Das deutet darauf hin, dass die Kontaktdaten der Anleger unter den Anlagebetrügern weiter gehandelt werden. Am Ende meldet sich regelmäßig ein „Retter“, der behauptet, den ganzen Schwindel aufgedeckt zu haben. Er beeindruckt mit seinen Insiderkenntnissen. Kein Wunder, ist er doch Teil der Betrügerbande. Die nächste Abzockabteilung! Und natürlich will der „Retter“ auch eine kleine Gebühr – vorab!

Nekstra: Schema des Anlagebetrugs?
Eine Autorisierung des Handelsplattform Nekstra gibt es nicht. Nekstra fehlt die Regulierung einer anerkannten europäischen Aufsichtsbehörde, wie die englische Financial Conduct Authority (FCA) oder die von Brokern häufig genutzte Cyprus Securities and Exchange Commission (CySec). Ebenso fehlt eine Genehmigung der für die Schweiz zuständigen Eidgenössischen Finanzaufsicht (finma) oder der Finanzmarktaufsicht (FMA) Österreichs. Dafür gibt es eine Warnung der Komisja Nadzoru Finansowego (KNF) vom 12.07.2021. Das ist die polnische Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt und Finanzdienstleistungen. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass es sich bei Nekstra um ein Schema des Kapitalanlagebetrugs handelt. Allen von Nekstra Geschädigten ist zu raten, so schnell wie möglich einen Anwalt für Anlagebetrug hinzuzuziehen.

Nekstra: Wo agieren die Anlagebetrüger aktiv?
Zweifellos haben die Anleger es bei Nekstra mit Anlagebetrug in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu tun. Die Aktivitäten der Nekstra beschränkten sich leider nicht auf den DACH-Raum. Da sich Nekstra ebenso an Trader in Polen, Litauen, Russland und Kasachstan wendet, ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die betrogenen Anleger aus diesen Ländern melden. Ein Blick in die Liste der Aufsichtsbehörden empfiehlt sich vor jedem finanziellen Engagement, um die Gefahr zu verringern, Opfer eines Anlagebetrugs zu werden.

Nekstra: Schadensersatzansprüche gegenüber beteiligten Banken
Für Finanzdienstleistungen und Investmentgeschäfte in Deutschland ist eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zwingende Voraussetzung. Derartige Geschäfte zu tätigen, zu unterstützen oder zu ermöglichen ist, auch grenzüberschreitend, nach Deutschland hinein, untersagt. Personen und Unternehmen die sich trotzdem daran beteiligen sind den Betroffenen zu Schadensersatz verpflichtet. Diese Anlagebetrugsfälle wären ohne solche Banken nicht denkbar gewesen.

Nekstra: Anleger wollen Ihr Geld zurück!
Die Situation ist weit aussichtsreicher, als es den Anschein hat. Die geschädigten Anleger können gegen die am Anlagebetrug beteiligten und das investierte Geld zurückfordern. Derzeit ist es zwar nicht wahrscheinlich, dass die Anlagebetrüger von Nekstra bald gefasst werden, dennoch gibt es Anlass zu hoffen. Hoffen deshalb, weil die Gelder über Konten flossen, die eigentlich seriöse Geldhäuser bereitstellten. Die Verantwortlichen haben es offensichtlich versäumt, die teilweise hohen und deshalb kontrollpflichtigen Einzahlungen der Anleger und deren Weiterleitung auf Unrechtmäßigkeit zu prüfen. Derartige Säumnisse ermöglichten den Anlagbetrügern ihr kriminelles Tun erst.

Nekstra: Sie wollen ihr Geld zurück! Wie funktioniert das?
Mit diesen Kenntnissen ausgestattet, hätte sich keiner auf Geschäfte mit Nekstra eingelassen. Jetzt bleibt den Betrogenen nur noch die Alternative, sich um Wiederbeschaffung des Geldes zu bemühen. Viele Anleger können sich gar nicht vorstellen, dass es überhaupt eine reale Chance gibt, jemals ihr Geld wiederzusehen. Vermutlich alle fragen sich nun, ob sie Ihr Geld zurückbekommen können? Eindeutig ja! Es gibt zahlreiche rechtliche Grundlagen, auf die zurückgegriffen werden kann. Der Oberbegriff lautet „Geldwäsche“. Wenn Anlagebetrüger Geld einsammeln, ist der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt. Finanzinstitute sind in der Pflicht, gegen Geldwäsche vorzugehen. Hier setzt man mit guten Erfolgsaussichten an. Dazu müssen essenzielle Fragen beantwortet sein. Wohin sind die von Nekstra verschobenen Gelder geflossen? Gibt es realistische Aussichten, dass die geschädigten Anleger ihr bei Nekstra eingesetztes Geld zurückkriegen? Welche Schritte sind von nun an gefordert? Ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt beantwortet Ihnen solche Fragen am besten.

Nekstra: Wer kann helfen?
Was tun bei Anlagebetrug? Auf welche Hilfe bei Anlagebetrug können die Geschädigten von Nekstra hoffen? Die Opfer von Nekstra finden idealerweise bei einem erfahrenen Rechtsanwalt für Kapitalanlagebetrug die benötigte Hilfe. Er ist in der Lage sich um Ihren Fall mit Nekstra sowohl hinsichtlich der strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs, als auch um die Rückholung der Gelder und mögliche Schadensersatzansprüche zu kümmern. Ein Rechtsanwalt für Trading kommt ebenso in Frage, weil diesem auch die Methoden betrügerischer Broker, wie Nekstra bekannt sind.

Nekstra: Die Spur des Geldes verfolgen!
Dieser Art Missständen auf dem unregulierten Kapitalmarkt geht die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte seit über drei Jahrzehnten nach. Die Vorgehensweise der Nekstra ist daraus resultierend nichts wirklich Neues. Resch Rechtsanwälte haben im Laufe der Zeit ein mächtiges Arsenal von Instrumenten zum Aufspüren der defraudierten Investitionen und Verfolgen der Geldströme entwickelt. Gelder tatsächlich verschwinden zu lassen, wird in Zeiten des Internets immer aufwendiger. Je zügiger die Anleger der Spur des Geldes folgen, umso aussichtsreicher ist es, dass sie ihr eingesetztes Kapital wiederbekommen. Wichtig ist jetzt, dass die von Nekstra Geschädigten umgehend reagieren.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein Opfer von Nekstra geworden sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, rufen Sie an, unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

21.08.2021


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