P&R Container: Anklage wegen Betruges

Die Staatsanwaltschaft München I teilt mit, dass Anklage gegen den langjährigen Hauptverantwortlichen Heinz Roth erhoben worden ist. Dem Beschuldigten wird gewerbsmäßiger Betrug in 414 Fällen vorgeworfen. Davon in 88 Fällen unter Verursachung eines „Schadens großen Ausmaßes“. Zudem legt die Staatsanwaltschaft Roth Steuerhinterziehung in 12 Fällen zur Last.

P&R Container: Weniger als ein Drittel der Container vorhanden

Die P&R Container Gruppe war Anfang 2018 zusammengebrochen. Im Rahmen seiner Ermittlungen hat dann Insolvenzverwalter Jaffé festgestellt, dass von den angeblich angeschafften 1,6 Millionen Containern tatsächlich nur 600.000 vorhanden waren. Dem Ganzen lag offenkundig ein Schneeballsystem zugrunde.

P&R Container: Vorwurf des Schneeballsystems
Anleger glaubten, Container zu erwerben, zu vermieten und letztlich wieder an die P&R Gruppe zurück zu verkaufen. Dies traf aber in der Mehrheit der Geschäfte tatsächlich gar nicht zu. Es war ein Scheingeschäft, dem kein reales Geschäft zu Grunde lag. Diesem Schneeballsystem war damit das Schicksal vorprogrammiert. Es musste zum Zusammenbruch führen. Dies geschah dann Anfang 2018.

P&R Container: Wer ersetzt den Schaden?

Anleger verlangen von den Anlageberatern Schadensersatz. Diese hätten erkennen können, dass es zu keiner Eigentumsübertragung und damit auch zu keiner Vermietung und Rückverkauf kommen konnte.  Anlageberater haften für die mangelhafte Prüfung des Konzeptes und Aufklärung über diese
Risiko.

P&R Container: Rückforderung von Ausschüttungen
Zudem bleibt offen, inwieweit Rückzahlungen aus den Erlösen der Scheingeschäfte von Seiten des Insolvenzverwalters zurückgefordert werden können. Grundsätzlich müssen Ausschüttungen aus Scheingeschäften wieder zurückgezahlt werden.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

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