P&R Insolvenz - positive Reaktionen nach Vergleichsvorschlag

P&R-Insolvenzverwalter Jaffé teilt mit, dass die Anleger der P&R Container sehr positiv auf seinen Vergleichsvorschlag reagiert hätten. Bislang hätten nur 85 % der Anleger ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Selbst für Anleger, die ein sogenanntes Eigentumszertifikat für ihre Container haben, wird es über lange Zeit noch streitig sein, ob für diese Anleger ein Aus- bzw. Absonderungsrecht bestehen könnte, weil sie mit Hilfe des Zertifikates hätten bestimmen können, welche Container konkret ihnen gehören. Aber in der Gläubigerversammlung im Herbst 2018 hatte Jaffé in seiner Einschätzung sehr deutlich gemacht, dass auch ein Zertifikat keinerlei Beweis dafür darstellen kann, dass eine Zuordnung der Container zu dem Käufer tatsächlich möglich sei.

P&R Insolvenz:  Erste Abschlagzahlung in Aussicht

Jaffé geht deshalb davon aus, dass die abschließende Entscheidung über die Annahme des Vergleiches noch im Herbst 2019 verkündet werden kann. Damit wäre eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die ersten Abschlagszahlungen geleistet werden können. Dies gilt allerdings nur für die Anleger, die dem Vergleich zugestimmt haben.

P&R Insolvenz: Verjährungsverzicht für Rückforderung der Ausschüttungen
Es sei aber auch daran erinnert, dass die Zustimmung zum Vergleich auch einen Haken hat. Die Anleger verzichten damit auf die Ansprüche auf Verjährung für die Rückforderung von Ausschüttungen, die aufgrund der Scheingeschäfte möglich sein dürften.

P&R Insolvenz: Rückforderung von Ausschüttungen
Bekanntlich existieren von den angeblichen 1,6 Millionen Containern tatsächlich nur rund 600.000 Stück. Die Abwicklung des An- und Verkaufes war deshalb faktisch gar nicht möglich. Es waren also weitgehend Scheingeschäfte. Es gilt der Grundsatz, dass Ausschüttungen aus Scheingeschäften wieder zurückgefordert werden können.

P&R Insolvenz: Wie kann Rückforderung abgewiesen werden?
Hier wird also noch ein spannendes Kapital aufgeschlagen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich dabei um eine Gesamtsumme von fast 500 Millionen Euro. Mit der Annahme des Vergleiches verzichten die Anleger auf die Einrede der Verjährung für die Rückforderung der Ausschüttungen. Aber es dürfte genügend rechtliche Argumente geben, um diese Rückforderung der Ausschüttungen abzuwehren.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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