P&R Container - Insolvenzverfahren eröffnet

Am 24.07.2018 hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren für die P&R Containergruppe eröffnet. Von nun an können die Anleger der P&R Container gegen die 5 insolventen P&R Containergesellschaften ihre Forderungen im Insolvenzverfahren zur Tabelle anmelden. Die Frist dazu läuft bis zum 14. September 2018. Die Insolvenzverwalter teilen mit, dass sie die Anleger separat anschreiben und ihnen im August die vorausgefüllten Formulare zukommen lassen.

P&R Insolvenz: Werden Anleger mit Zertifikat bevorzugt?

Warten wir ab, wie diese Formulare zur Forderungsanmeldung aussehen. Zumindest derzeit scheint noch offen, ob Anleger mit Zertifikaten Aus- oder Absonderungsrechte an ihren Containern geltend machen können. Dann stünde ihnen der gesamte Erlös des Verkaufs von den Containern zu.

P&R Insolvenz: Kein Eigentum an Containern

Die große Masse der Anleger wird jedoch nicht zu dieser Gruppe gehören. Nach den Feststellungen von Resch Rechtsanwälte hat nur ein relativ kleiner Teil tatsächlich die Zertifikate erhalten. Schon jetzt ist klar, dass die Direktinvestoren kein Eigentum an den Containern erworben haben. Dies ist zum einen rechtlich von vornherein fragwürdig gewesen, zum anderen wird aber auch deutlich, dass von den vermeintlich 1,6 Millionen Containern nur noch rund 618.000 vorhanden sind. Leider ist davon auszugehen, dass diese Container von vornherein nie existierten.

P&R Insolvenz: Eine Million Container fehlen
Man darf davon ausgehen, dass über viele Jahre Verträge mit Anlegern über Container geschlossen wurden, die es nie gegeben hat und die auch nie angeschafft wurden. Die jeweils neu eingeworbenen Gelder seien nach der Einschätzung des Insolvenzverwalters benutzt worden, um Altanleger zu bezahlen.

P&R Insolvenz: Schneeballsystem als Geschäftsmodell

Damit ist ein Gutteil der Geschäfte rein fiktiv, also ein sogenanntes Scheingeschäft, mit dem Geld der Anleger angeschafft. Auch die dann bezahlten Mieten sind nur Scheineinnahmen genauso wie der Rückkaufspreis nicht aus einem echten Verkauf stammen kann. Das Geld hat sich einmal gedreht, ohne dass irgendein reales Geschäft damit durchgeführt wurde - ein klassisches Schneeballsystem.

P&R Insolvenz: Was ist mit Scheingewinnen?

Offen ist die Frage, wie die Insolvenzverwalter letztlich damit umgehen werden. Scheingeschäfte können angefochten und entsprechende Gelder zurückverlangt werden. Bislang ist von Seiten der Insolvenzverwalter davon nichts zu hören. Ob es dabei bleibt, werden die Anleger hoffentlich in der Gläubigerversammlung in München erfahren.

P&R Insolvenz: Anspruch auf Schadensersatz für Anleger
Den Anlegern der P&R Container bleibt aber die Möglichkeit, den entstandenen Schaden von Seiten der Berater ersetzt zu verlangen. Bei genauer Prüfung hätten die Berater ohne weiteres erkennen können, dass nach dem Konzept eine Eigentümerübertragung rechtlich nicht vollzogen werden konnte. Dies ganz unabhängig von der Tatsache, dass tatsächlich gar keine Container angeschafft wurden. Aus dieser Falschberatung bzw. aus den mangelnden Hinweisen, dass die Übertragung des Eigentums überaus fraglich ist, lassen sich Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater ableiten.


Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der P&R Containergruppe die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.

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P&R Insolvenz: Kein Eigentum an Containern