P&R Insolvenz - kein Eigentum an Containern

In einer Pressemitteilung der vorläufigen Insolvenzverwalter werden die rund 54.000 Investoren der insolventen Containerfirma P&R darauf hingewiesen, dass sie nicht Eigentümer der Container sind. Damit wird die Auffassung von Resch Rechtsanwälte bestätigt, die zu dieser rechtlichen Einschätzung bereits im Februar gekommen sind. Was bedeutet das für die Anleger der P&R Container Gruppe?

P&R Container existieren nicht
In der Sache ist es aber eher ein akademischer Streitpunkt. Der Grund liegt darin, dass von den rund 1,6 Millionen Containern, die angeblich von den 54.000 Investoren gekauft worden sind, nur 618.000 vorhanden sind. Die Insolvenzverwalter kommen zu dem Ergebnis, dass sie kaum noch weitere Container ausfindig machen können. Schon allein deswegen ist klar, dass sich die Anleger nicht auf ihr Eigentum berufen können. Es sind unabhängig von der rechtlichen Einschätzung schlichtweg keine Container vorhanden, die jemanden zu Eigentum gehören könnten.

Was ist mit Eigentumszertifikaten für die P&R Container?
Auch wenn die Einschätzungen der Insolvenzverwalter zu den rechtlichen Verhältnissen auf die Eigentumsverhältnisse grundsätzlich richtig sein mögen, wird eine Ausnahme für diejenigen gelten, die über Eigentumszertifikate ihr Eigentum an bestimmten Container nachweisen können. Diese Eigentümer sollten dann im Insolvenzverfahren ihre Absonderungsrechte geltend machen.

P&R Insolvenzverwalter bereitet Gläubigerversammlung vor
Die Insolvenzverwalter erklären, dass sie die Bestandsaufnahme möglichst schnell abschließen wollen. Dann werden die Berichte an das zuständige Insolvenzgericht in München geschickt.
Die Insolvenzverwalter erklären, dass sich die Aufarbeitung auch dadurch verkompliziert hat, dass beide Geschäftsführer der deutschen Gesellschaften, die mehr als 10 Jahre die Verantwortung trugen, verstorben sind. Trotzdem hoffen die Insolvenzverwalter, dass das Insolvenzverfahren Ende Juli eröffnet werden könnte.

P&R Container sollen verkauft werden
Der Plan ist, dass die vorhandenen P&R Container zügig verkauft werden. Dadurch soll der Schaden möglichst gering gehalten werden. Der Insolvenzverwalter macht aber den Anlegern keine Hoffnung, dass bei den Verantwortlichen der P&R Container noch etwas zu holen sein könnte. Sie gehen davon aus, dass angesichts des enormen Schadens, der wohl im Milliardenbereich liegt, das Vermögen der verantwortlichen Personen nicht ausreichen dürfte, um sämtliche Ansprüche auch nur ansatzweise zu befriedigen.

P&R Anlageberater haften für Schaden
P&R Container existieren nicht

P&R Anlageberater haften für Schaden
Unabhängig von Ansprüchen gegen die Initiatoren bleiben Ansprüche gegen die Anlageberater offen. Ein Anlageberater muss umfassend auf alle Risiken hinweisen, die sich aus dem Erwerb der Container haben ergeben können. Aus der Gesamtkonzeption war auch schon vor der Insolvenz erkennbar, dass erhebliche Zweifel an der Übertragung des Eigentums bestanden haben. Auf diese Risiken hätte ein Anlageberater hinweisen müssen. Daraus können sich Schadensersatzansprüche für die Anleger ergeben. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die P&R Container nicht erworben.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der P&R Gruppe die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung .