PICAM ++ Was wäre, wenn? Rückforderung der Scheingewinne

Seit Dezember 2017 steht bei dem PICAM Unternehmensverbund die Welt Kopf. Bei näherer Betrachtung erscheint das ganze Geschäftsmodell des PICAM Unternehmensverbundes und der damit verbundenen Firmen PICAM, PICCOR, Varian, PICCOX und Moventum mehr als fraglich. Gleichzeitig sind manche Anleger überzeugt, dass die PICAM ja überaus erfolgreich gearbeitet hat. Manche PICAM-Anleger berichten, dass sie hohe Ausschüttungen erhalten haben, sodass im schlimmsten Falle ihre Verluste fast ausgeglichen wären. Dies könnte sich als tragischer Irrtum erweisen.

PICAM: Anlegern droht Rückforderung von Ausschüttungen
Derzeit sei alles noch als hypothetisches Denkmodell deklariert: Sollte das gesamte Geschäftsmodell der PICCOR eine Luftnummer gewesen sein und die Ausschüttungen folglich Scheingewinne, dann müssten die Anleger diese Scheingewinne im Falle einer Insolvenz in die Insolvenzmasse zurückzahlen. Das gesamte Geschäftsmodell des PICAM Unternehmensverbundes ist mehr als fragwürdig. Es sei hier auf den Artikel zur PICAM vom 26.01.2018 verwiesen.

PICAM: Könnte es ein Schneeballsystem sein?

Angesichts derartiger Geschäftspraktiken erscheint es nicht unmöglich, dass das gesamte Geschäftsmodell des PICAM Unternehmensverbundes ein Schneeballsystem gewesen sein könnte. Dies einmal als hypothetisches Denkmodell unterstellt, wären die „Gewinne“, die die PICAM-Anleger in den letzten Jahren erhalten haben, die oft annähernd die Höhe der ursprünglichen Kapitaleinzahlung betragen, Scheingewinne. Scheingewinne sind das, was klassischerweise das typische Merkmal eines Schneeballsystems ausmacht. Die Ausschüttungen bzw. die vermeintlichen Gewinne werden durch das frische Geld der neu geworbenen Anleger bezahlt.

PICAM: Rückzahlung der Ausschüttungen
Würde nun also – rein hypothetisch – das PICAM-Geschäftsmodell zusammenbrechen und damit die Insolvenz angemeldet werden, droht den Anlegern die Rückforderung dieser Scheingewinne. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Scheingewinne müssen wieder zurückgezahlt werden. Wichtig ist also, dass dieses Risiko den PICAM-Anlegern bewusst wird. Sie können sich nicht zurücklehnen und sagen, dass ja unterm Strich die Verluste überschaubar wären.

PICAM: Was können Anleger gegen Rückzahlung tun?
Auch wenn grundsätzlich Scheingewinne wieder zur Insolvenzmasse zurückgezahlt werden müssen, gibt es doch eine Reihe von Ansätzen, die den Anleger vor solchen Ansprüchen schützen können. Derzeit ist es aber noch zu früh zu sagen, welche Ansprüche in einem solchen Falle tatsächlich zum Zuge kommen könnten.

PICAM: Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater
Die Finanzprodukte der PICAM, PICCOR und Varian sind über Anlageberater und Vertriebe vermarktet worden. Ein Anlageberater hat eine umfassende Prüfung des Produktes vorzunehmen. Dazu gehört auch, dass er sich ein Bild über die beteiligten Unternehmen macht. Schaut man sich die Zeichnungsunterlagen dieser PICAM-Finanzprodukte an, sind diese derartig schwammig und unbestimmt verfasst, dass ein Anlageberater diese nicht empfehlen durfte. Es gibt also Schadensersatzansprüche gegenüber den Anlageberatern und zwar auch dann, wenn auf den ersten Blick gar kein Schaden entstanden sein mag. Die Ausschüttungen könnten Scheingewinne gewesen sein mit dem latenten Risiko der Rückzahlung an die Insolvenzmasse.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

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