PICAM PICCOR ++ Staatsanwaltschaft befragt geschädigte Anleger

Die Staatsanwaltschaft Berlin befragt geschädigte PICAM Anleger. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die geschädigten Anleger der PICAM/PICCOR haben von der Staatsanwaltschaft Berlin Mitte Februar im Zuge des Ermittlungsverfahrens gegen Manfred Eschenbach u.a. wegen des Verdacht des Betruges einen Fragebogen übersandt bekommen, mit dem die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt ermitteln will.

PICAM Anleger vertrauten auf falsche Versprechen

Schon jetzt lässt sich nach den eigenen Recherchen in Sachen PICAM von Resch Rechtsanwälte feststellen, dass trotz der ausdrücklichen Warnhinweise in den Protokollen den PICAM Anlegern erzählt wurde, es sei eine sichere Anlage. Nur 10 % des Geldes würden tatsächlich in Börsengeschäften angelegt werden. Der Rest sei immer sicher auf dem Konto. Die Unterlagen der PICAM selber sprechen eine völlig andere Sprache. Den PICAM Vermittlern ist es offenkundig gelungen, das hochriskante PICAM Konzept bis zur Unkenntlichkeit zu entschärfen. Vermutlich liegt es daran, dass ohnehin keiner versteht, wie mit derartigen angeblichen Algorithmen Derivate berechnet werden könnten.

PICAM vermittelte Eindruck der absoluten Zuverlässigkeit
Den PICAM Anlegern ist vielmehr durch umfangreiche Reportings der Riesengewinne der Eindruck der absoluten Zuverlässigkeit vermittelt worden. Immer wieder wurde auch berichtet, dass innerhalb weniger Tage das Geld auf dem Konto war, wenn dieses bei der PICAM angefordert wurde. Auch die vermeintlichen Gewinne wurden auf Wunsch umgehend und pünktlich überwiesen. Das Gesamtmodell der PICAM machte also einen absolut zuverlässigen und seriösen Eindruck. Erst im Sommer 2017 kamen erste Zweifel auf, die aber aufgrund der langen positiven Erfahrungen vieler PICAM Anleger dann eher beiseite gewischt wurden.

PICAM Anleger werden Peter Meller nicht kennen
Die Frage, ob die PICAM Anleger einen Mann namens Peter Meller oder eine Firma LIT auf Gibraltar kennen, wird sicherlich verneint werden. Diese ist eher in den letzten Tagen vor der Razzia erwähnt worden. Vermutlich, um den Tatort von der Vermögensverwaltung in der Schweiz noch weiter weg zu verlegen. Nach den bisherigen Erkenntnissen gibt es eine solche Person überhaupt nicht. Auch eine Firma LIT Ltd  ist im Register von Gibraltar nicht eingetragen.

Dank an Staatswalt für Einsatz in Sachen PICAM PICCOR
Insgesamt ist es sehr erfreulich, dass die Staatsanwaltschaft in Sachen PICAM so schnell agiert. Dies ist deswegen so bemerkens- und auch lobenswert, weil bekannt ist, dass die Staatsanwaltschaft Berlin durch die Sparpolitik der letzten Jahre personell unterbesetzt ist und schon jenseits ihrer Kapazitätsgrenzen arbeitet.

Strafverfahren bringt den PICAM Anlegern nicht ihr Geld zurück
PICAM Anleger dürfen jedoch nicht erwarten, dass sie durch das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft ihre investierten Gelder zurückbekommen. Dies läuft regelmäßig nur über die Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche. Hierbei ist in erster Linie an Schadensersatzansprüche gegen die PICAM Vermittler zu denken. Die hätten erkennen können, dass das PICAM Produkt unausgereift und letztlich schwer zu erklären ist. Darüber hinaus sind selbstverständlich Ansprüche gegen die PICAM Tatverdächtigen zu stellen. Die gute Nachricht ist, dass knapp 90 Millionen Euro der PICAM Gelder bei einer Bank in München sichergestellt worden sind.

PICAM Tochter VARIAN Defensive Capital insolvent
Ansonsten ist ja den PICAM Anlegern zwischenzeitlich bekannt, dass VARIAN Defensive Capital GmbH aus Augsburg den Antrag auf Insolvenz gestellt hat. Nichtsdestoweniger sind noch in den letzten Tagen bei den PICAM Anlegern Informationen verbreitet worden, dass man in Kürze mit der Auszahlung der Gelder rechnen könne. Eine überraschende Aussage, die bestenfalls als irreführende Hoffnung interpretiert werden kann, wahrscheinlich aber wohl als glatte Lüge zu entlarven ist.

Vorsicht vor den Anwälten der PICAM Vermittler
Währenddessen bemühen sich die PICAM Vermittler, ihren Kunden die eigenen Anwälte zu empfehlen. Anleger seien davor gewarnt, derartige Angebote anzunehmen. Meistens dient ein solches Ansinnen nur dazu, die potenziellen Ansprüche gegen den PICAM Vermittler abzuwenden und Schadensersatzansprüche gegenüber anderen, notfalls fiktiven Personen, geltend zu machen. Peter Meller aus Gibraltar wäre so einer.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein Geschädigter der PICAM/PICCOR sind und wissen möchten, was in Ihrem konkreten Fall gemacht werden kann, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus oder. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung.