PIM Gold Insolvenz – Was müssen Anleger tun?

Nach der Razzia wegen Betruges haben die PIM Gold und die Vertriebsgesellschaft PDG den Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Amtsgericht Offenbach hat Rechtsanwalt Dr. Renald Metoja zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das ordentliche Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Anfang Dezember eröffnet. Erst dann können die Gläubiger ihre Ansprüche anmelden.

PIM Gold Insolvenz: Verwalter will Vermögenswerte sichern

Rund 10.000 Anleger sind betroffen. Derzeit, so lässt der Insolvenzverwalter mitteilen, würden die rechtlichen Verhältnisse der PIM Gold GmbH und der Vertriebsgesellschaft, der PDG Premium Gold Deutschland, geprüft. Dabei gilt es, die Vermögenswerte für die Insolvenzmasse zu sichern. Über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entscheidet dann das Amtsgericht Offenbach.

PIM Gold Insolvenz: Gold fehlt! Verdacht auf Schneeballsystem
Im Zuge der Razzia wurde klar, dass von den rund 2,4 Tonnen Gold mindestens 1,9 Tonnen Gold im Werte von 80 Millionen Euro fehlen. Deswegen laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Es liegt nahe, dass ein Schneeballsystem betrieben wurde. Mit dem frischen Geld der neuen Anleger wurden die Ausschüttungen der Altanleger bezahlt.

PIM Gold Insolvenz: Ein unsinniges Geschäftsmodell
Die PIM Gold hat über die PDG Gold und Goldsparverträge verkauft. Die Kunden sollten einen Zins erhalten, wenn sie ihr Gold ganz oder teilweise für 1 Jahr in dem Tresor der PIM Gold lassen. Die Frage, wie denn damit Geld verdient werden kann, haben sich die Gold-Käufer offenkundig nicht gestellt. Dabei gab es sogar eine Erklärung, wie man das Geld verdienen könnte. Man setze das eigenommene Kapital im Altgoldhandel ein und beteilige die Kunden an Erträgen eines Gold-Recycling-Kreislaufs. Offenkundig ist diese Nonsens-Argumentation so überzeugend gewesen, dass die Käufer sie für glaubhaft gehalten haben.

PIM Gold Insolvenz: Wie geht es für die Anleger weiter?
Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Anleger ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Anleger müssen aber damit rechnen, dass sich das Verfahren über Jahre hinziehen kann. Am Ende werden sie auf eine sogenannte Quote verwiesen werden.

PIM Gold Insolvenz: Berater haften auf Schadensersatz
Unabhängig davon können Anleger Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn sie über das Geschäftsmodell der PIM Gold falsch beraten worden sind. Der Anlageberater hätte sofort erkennen müssen, dass das vorgenannte Geschäftsmodell keinen realen Hintergrund haben kann. Ein solcher Markt existiert schlichtweg nicht. Vielmehr sieht alles wie ein Schneeballsystem aus. Ein Anlageberater hat von sich aus ein Geschäftsmodell zu prüfen und haftet auf Schadensersatz, wenn er seinen Kunden ein derartiges Nonsens-Geschäftsmodell anbietet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der PIM Gold die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie das Kontaktformular aus.