Schiffsfonds ++ LG Hamburg ++ Urteil gegen Targobank

 

Das Landgericht Hamburg verurteilte die Targobank, vormals als Citibank firmierend, zu Schadensersatz in Höhe von rund € 26.000,00, da sie den klagenden Schiffsfondsanleger nicht über die an sie gezahlte Innenprovision aufgeklärt hatte (AZ 330 O 196/13 vom 13.11.2014).

Der Privatanleger hatte in die zwei Schiffsfonds „Santa Leonarda“ Offen Reederei GmbH & Co. KG und MS „Santa-B Schiffe“ mbH & Co. KG investiert. Für die Vermittlung des Anlegers erhielt die Bank konzeptionsgemäß von der Fondsemittentin eine Vergütung von mehr als 20% der jeweils gezeichneten Kommanditbeteiligung. Darüber wurde der Anleger jedoch nicht aufgeklärt.

Das aktuelle Urteil des LG Hamburg ist noch nicht rechtskräftig.

Targobank zahlt wiederholt Schadensersatz wegen Verschweigen von Innenprovisionen

Bereits im Oktober 2014 wurde die Targobank durch ein Anerkenntnisurteil des OLG Düsseldorf (AZ I-16 U 196/13) verurteilt, einer Rentnerin aus Köln Schadensersatz zu zahlen. Auf Anraten der Bank hatte die Klägerin in die zwei geschlossenen Schiffsfonds MS „Santa-B Schiffe“ und CPO Nordamerika-Schiffe 2 investiert. Auch hier soll die Targobank die Klägerin nicht über die hohen Weichkosten von circa 26 % des von den Anlegern eingebrachten Kapitals aufgeklärt haben, welche die Werthaltigkeit der Fondsbeteiligung von Beginn an schmälern. Eine Aufklärung der Klägerin hierüber hat es nach den Feststellungen des Gerichts nicht gegeben.

Es stellt sich die Frage, ob die Targobank durch das Anerkenntnisurteil vermeiden wollte, dass das Verschweigen der Innenprovisionen in der Urteilsbegründung genauer ausgeführt wird und so ihre damalige Vorgehensweise in den Urteilsgründen entsprechend als fehlerhaft offen gelegt werde. Denn nach Auffassung des BGH muss der Anleger bei Innenprovisionen, die über 15 % liegen, zwingend und unaufgefordert, darüber aufgeklärt werden. Immerhin wird die Werthaltigkeit einer Anlage von Anfang an durch hohe Weichkosten beeinträchtigt.

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Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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