Schrottimmobilien ++ neue Urteile des Bundesgerichtshofes

Noch immer werden Schrottimmobilien verkauft, obwohl sich der Markt in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Der Bundesgerichtshof hat in einer Reihe neuer Entscheidungen seine alte Rechtsprechung ergänzt und bestätigt.

Schrottimmobilien: Aufklärung über Provision
Der Bundesgerichtshof hat am 23.06.2016 in einer neuen Entscheidung klargestellt, dass ein Anlagevermittler oder Anlageberater, der als Vertrieb die Schrottimmobilie für den Verkäufer an Erwerber vermittelt, über Innenprovisionen aufklären muss, wenn diese höher als 15 % sind. Wenn der Anlagevermittler dieses unterlässt, kann der Käufer der Schrottimmobilie Schadensersatz vom Verkäufer verlangen. Der Bundesgerichtshof hat damit seine Rechtsprechung zu prospektvermittelten Immobilienfondsbeteiligungen auf Einzelimmobilien, wie zum Beispiel Eigentumswohnungen übertragen

Schrottimmobilen: Verkäufer haftet für Falschberatung

Natürlich ist der Anlagevermittler verpflichtet, seinen Kunden richtig zu beraten. Er muss alle Angaben zum Objekt und zur Rendite richtig angeben. Das ist die ständige Rechtsprechung seit den 1980er Jahren. Wird ein Anleger falsch beraten, haftet dafür nicht nur der Vermittler bzw. Vertrieb, sondern auch der Verkäufer für die Falschberatung. Wichtig ist dabei, dass der Verkäufer sich nicht darauf zurückziehen kann, er wisse nicht, was der Vermittler versprochen habe und müsse sich dieses auch nicht zurechnen lassen. Auch hier gibt es eine neue Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 22.04.2016, die die schon geltende Rechtsprechung noch einmal bekräftigt. Das Bestreiten mit Nichtwissen ist nicht zulässig. Der Verkäufer muss konkret vortragen, wie sich die Beratung zugetragen hat und gegebenenfalls muss er sich von dem Vermittler alles genau darstellen lassen und in einem Prozess auch vortragen.

Schrottimmobilien: Rückabwicklung wegen Sittenwidrigkeit

Angesichts der niedrigen Zinsen und der ständig steigenden Preise für Wohnungen dürften die Probleme mit Schrottimmobilien eher wieder zunehmen. Hier sei angemerkt, dass mit Schrottimmobilien keineswegs nur Objekte gemeint sind, die im wahrsten Sinne des Wortes Ruinen sind.

Schrottimmobilien: Was ist darunter zu verstehen?

Unter „Schrottimmobilien“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch jene Immobilien eingeordnet, die weit oder gar sittenwidrig überteuert sind und in diesem Sinne „Schrott“ sind. Es sind nicht nur „Ruinen“, sondern durchaus gut sanierte Objekte, die einfach nur weit überteuert sind. Die Sittenwidrigkeit des Kaufpreises wird dann angenommen, wenn der Kaufpreis knapp doppelt so hoch wie der Verkehrswert der Wohnung ist. Die Sittenwidrigkeit führt zur Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Resch Rechtsanwälte mit der Problematik der sogenannten „Schrottimmobilien“. In diesen Jahren wurden Tausende von Rückabwicklungen und Schadensersatzprozesse geführt. Resch Rechtsanwälte bieten den Käufern von Schrottimmobilien die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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