SHB Fonds Erlenhofpark ++ Gesellschafterversammlung am 30.04.2014 ++ düstere Perspektiven!

 

Am 30.04.2014 fand in München die ordentliche Gesellschafterversammlung der SHB Fondskonzepte AG & Co. Erlenhofpark München-Unterhaching KG für das Jahr 2012 statt. Von der Anlegerkanzlei Resch Rechtsanwälte nahm Rechtsanwalt Jochen Resch an dem Termin teil und hat dort die Interessen derjenigen SHB Fondsanleger vertreten, deren Beteiligung noch nicht beendet worden ist.

Neben den bereits in der Vergangenheit liegenden Themen und dem Jahresabschluss für 2012 stand im Mittelpunkt dieser Gesellschafterversammlung die düstere Gegenwart und die wenig hoffnungsvolle Zukunftsperspektive.

Umschuldung bisher gescheitert
Der im Sommer 2013 fällige Kredit über mehr als 42 Millionen Euro für den Komplex Erlenhofpark muss umgeschuldet werden. Fondsmanager Dombrowski stellt überzeugend seine Bemühungen dar, bei fast jeder Finanzierungsbank angefragt zu haben, ob denn die Weiterfinanzierung durch eine Umschuldung durchführbar sei. Bislang ist das nicht gelungen.

Schwierige Vermietungssituation
Größtes Hindernis ist dabei allerdings die unklare Vermietungssituation. Der Mietvertrag eines wichtigen Mieters läuft aus. Es ist davon auszugehen, dass dieser Mietvertrag nicht verlängert wird. Dann sind umfangreiche Umbauarbeiten notwendig, sonst findet man keine neuen Mieter. Dombrowski gab sich allerdings hoffnungsvoll, dass am Ende eine solche Umfinanzierung gelingen werde. Damit könne der Verkauf des Objektes Erlenhofpark vermieden werden, erklärte er.

SHB Erlenhofpark birgt Risiko des Totalverlustes
In Vertretung zahlreicher Geschädigter trat Rechtsanwalt Jochen Resch ans Mikrofon und erklärte, er komme sich vor wie auf einer Werbeveranstaltung für Wagniskapital. Viel Hoffnung wird verbreitet, dass man nicht untergehen werde und dass am Ende jeder hoffentlich einen Teil seines Geldes wieder zurückbekommt – wenn alles gut geht!

Versprochen wurde eine sichere Kapitalanlage. Die IMMORENTE.
Rechtsanwalt Resch fragte dann die Verantwortlichen, ob ihnen bewusst sei, dass die Anleger des SHB Erlenhofpark Fonds häufig überredet wurden, aus sicheren Kapitalanlagen, wie Lebensversicherungen auszusteigen, um diese in eine vermeintlich ebenso sichere, aber renditeträchtigere Anlageform umzusteigen. Allein der Begriff „IMMORENTE plus“ und „Clevere KOMBI“ sei absolut irreführend. Die Anleger des SHB Fonds Erlenhofpark hätten im Vertrauen darauf gehandelt, dass diese Anlage nicht nur sicher sei, sondern ihnen am Ende ihren Einsatz verdoppeln werde. Dies ist in dem Sparmodell „Clevere KOMBI“ exemplarisch angeboten.

Konnte dieses Konzept jemals aufgehen?
Für die Anleger sind grundsätzlich wenige Kennzahlen wichtig, um die fehlende Plausibilität des Konzeptes entlarven. Nach dem Gesellschaftsvertrag sollten einschließlich stillen Beteiligungen 125 Millionen Euro eingesammelt werden. Versprochen ist, dass sich dieser Einsatz verdoppelt, mithin also ein Wertzuwachs auf 250 Millionen Euro erfolgen wird.

Mit rund 42 Millionen Euro ist die Immobilie mit Krediten belastet. Der Wert der Immobilie beträgt rund 50 Millionen Euro. Faktisch ist die Immobilie damit (fast) nichts wert. Eine Wertentwicklung dieser Immobilie auf 250 Millionen Euro war von vornherein unseriös. Das Versprechen, die Einlage werde sich verdoppeln, war von Anfang unseriös.

Beiratsvorsitzender bestätigt Betrug
Der Beiratsvorsitzende, der selber das Produkt verkauft hatte, betonte, dass er ordnungsgemäß und wahrheitsgemäß beraten habe. Er bestätigte, dass er aus unzähligen Gesprächen mit Anlegern wisse, dass viele „betrogen“ worden sind! Viele Versprechungen der Anlageberater seien unrealistisch gewesen. Das sei jetzt offenkundig.

Was ist die Perspektive?
Die Fondsverwaltung hofft auf die Umschuldung. Nur wenn sie geling, geht es weiter. Trotzdem ist die Immobilie dadurch nicht wertvoller. Wozu braucht man 125 Millionen Euro für eine Immobilie im Wert von 50 Millionen Euro? Wer kriegt das Geld?

Warum sollen Anleger noch die offenen 50 Millionen Euro in Raten einzahlen?
Bekommen die Anleger dann wenigsten ihre Einlage zurück? Die Fondsverwaltung hat dafür keine überzeugende Antwort gegeben. Es gilt das Prinzip Hoffnung. Man hofft, das Schlimmste abwenden zu können. Es kann dann irgendwie weitergegen. Die Anleger werden zu Risikokapitalgebern! Das komplette Gegenteil von Sicherheit. Zocken für die IMMORENTE!

Was das Schlimmste, wenn die Umschuldung nicht gelingt?
Der Erlenhofpark muss verkauft werden. Schon in der letzten Gesellschafterversammlung hat sich die Fondsverwaltung die Zustimmung geben lassen, die Verkaufsalternative zu prüfen. Die Bank bekommt dann ihren Kredit zurück. Für die Anleger bleibt (fast) nichts. Was aber macht der SHB Fonds Erlenhofpark ohne das Immobilienobjekt Erlenhofpark? Die Fondsverwaltung verwaltet sich selbst mit den Ratenzahlungen der Anleger?

Droht die Insolvenz des SHB Fonds Erlenhofpark?
In der Gesellschafterversammlung war davon nicht mehr die Rede. Die Bank wird hoffentlich bereit sein, auf den Verkaufserlös zur Rückzahlung ihres Kredites zu warten. Hoffentlich.

Welche Beschlüsse wurden gefasst? Wie Prudent Treuhand es will.
Praktisch alle wurde so gefasst, wie es in der Tagesordnung vorgeschlagen war. Die Prudent Treuhand entscheidet für alle abwesenden Anleger. Die Prudent Treuhand ist Teil der Initiatorengruppe.  Zweifel an der Unabhängigkeit sind berechtigt. Sie hatte die überwältigende Mehrheit.

Prudent Treuhand hat automatisch die absolute Mehrheit
Enttäuschend ist, dass nur wenige Anleger persönlich anwesend waren oder sich von Resch oder anderen Anlegeranwälten vertreten ließen. In diesem Fall greift die im Gesellschaftsvertrag festgelegte Bestimmung, dass die Prudent die Stimmrechte wahrnimmt. Diese hatte es nicht mal für nötig gefunden, selber an dieser Versammlung teilzunehmen und hatte stattdessen dem Beiratsvorsitzenden die Stimmrechte übertragen.

Anleger entrechten sich freiwillig
Das Desinteresse der Anleger machte es den Initiatoren leicht, ihre Beschlüsse umzusetzen. Die Stimmen der von Anlegeranwälten vertretenen Anleger fielen nicht ins Gewicht. Die durch die Prudent Treuhand vertretenden Anleger dominierten die Gesellschafterversammlung und machten jede Abstimmung zur Farce.

Beirat besteht mehrheitlich aus Vertrieblern  der SHB Fonds Beteiligungen!
Im Übrigen ist es aus Anwaltssicht unverständlich, dass der Beirat weitgehend aus Personen besteht, die selber im Vertrieb diese Produkte verkauft haben. Da sie sich potentiellen Haftungsansprüchen aussetzen, werden sie schwerlich eine objektive Beurteilung im Sinne der Anleger treffen können. Der Bock macht sich zum Gärtner. Die Anlegerinteressen kommen zu kurz.

Resch Anlegerrecht
SHB Erlenhofpark Fonds bei Resch Anlegerrecht

Resch Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des SHB Fonds Erlenhofpark die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragenbogen aus oder rufen Sie unter 030/8859770 an.