SHB-Renditefonds kündigen?

04.02.2014
SHB Renditefonds kündigen? Bewertung SHB Rendite Fonds 6 KG
Die Bewertung des SHB Renditefonds 6 fällt vernichtend aus, wenn sich das Ergebnis an seinem anspruchsvollen Namen misst. „Nach unseren Erfahrungen wird sich daraus keine Rendite errechnen“, erklärt Anlegerschutzanwalt Jochen Resch, „so bewerten wir die letzten Jahresabschlüsse der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 KG!“

Ausweislich der letzten veröffentlichten Jahresabschlüsse seit der Gründung der SHB Renditefonds 6 KG wird ein Anlagevermögen in Form von Beteiligungen an der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Einzelhandelsportfolio Bayern und Baden-Württemberg KG sowie an der SHB Innovative Fondskonzepte GmbH & Co. Renditefonds 6 Objekte Ehingen KG gehalten.

Was sagen die Bilanzen?

Das Anlagevermögen des SHB Renditefonds 6 wird dabei mit einem Wert in Höhe von rund 157 Millionen Euro angesetzt. Gleichzeitig werden die Schulden des SHB Renditefonds 6 mit rund 160 Mio. Euro ausgewiesen. Schaut man sich weiter die Bilanzen des SHB-Fonds Bayern und des SHB-Fonds Ehingen an, so kommt man auf ein Vermögen von 90 Mio. Euro bei Verbindlichkeiten von rund 60 Mio. Euro. Bei rein wirtschaftlicher Betrachtung steht den Verbindlichkeiten des SHB Renditefonds von 160 Millionen Euro Beteiligungen ein tatsächlicher Wert von nur rund 30 Mio. Euro gegenüber. Wie sich daraus der Name „Renditefonds“ rechtfertigen lässt, ist nicht nachvollziehbar.

Irreführende Produktbezeichnung

Geradezu dreist sind die Bezeichnungen der unterschiedlichen Anlageangebote an dem SHB Renditefonds. Sie tragen irreführende Namen wie „Immorente Plus“ und „Clevere Kombi“. Damit wird der Eindruck erweckt, dass es sich um sichere Beteiligungen handelt, die als Beitrag zur Altersabsicherung geeignet sind. Das trifft nicht zu!

Tatsächlich beteiligt sich der Anleger an einem Unternehmen, dem das Risiko des Totalverlustes droht. Das ist zwar ausdrücklich im Prospekt erwähnt, wird aber von den Vermittlern ignoriert oder kleingeredet.

Falschberatung durch Vermittler

Besonders verwerflich erscheint es, wenn Anleger durch die haltlosen Versprechen der Vermittler veranlasst wurden, bestehende sichere Anlagen, wie Lebensversicherungen oder Bausparverträge aufzulösen, um dieses Geld in den hochrisikobelasteten SHB-Renditefonds einzuzahlen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist das als Falschberatung zu sehen. Der Vermittler hat die Aufgabe, den Anleger anlage- und anlegergerecht zu beraten. Berät der Vermittler falsch, haftet der Vertrieb für den dadurch entstehenden Schaden.

Fristlose Kündigung der Beteiligung

Die Falschberatung gibt auch das Recht zur fristlosen Kündigung der Beteiligung. Hier ist die Fondsgesellschaft allerdings nur verpflichtet, das sogenannte Abfindungsguthaben auszuzahlen. Im Regelfall macht das nur einen Bruchteil des tatsächlich eingezahlten Geldes aus. Interessant ist diese Alternative trotzdem für Ratensparer. Deren größtes Interesse dürfte darin liegen, nicht mehr weiterzahlen zu müssen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986, bald 30 Jahre Erfahrung.

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