S&K ++ Strafprozess beginnt wegen Betruges

 

Der Strafprozess gegen Stephan Schäfer und Johannes Köller sowie weitere Angeklagte beginnt vor dem Frankfurter Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gewerbs- und bandenmässigen Betrug und Untreue vor. Nicht nur der erste Tag, sondern die kommenden Wochen werden dafür verwendet werden müssen, die mehr als 1.000 Seiten starke Anklageschrift gegen die Macher der S&K Gruppe zu verlesen.

Schäfer und Köller hatten gemeinsam mit den anderen Angeklagten bis 2013 Immobilienfonds und Lebensversicherungen verkauft. Anfangs konzentrierten sie sich auf Objekte aus Zwangsversteigerungen. Sie wollten die Objekte unter dem Verkehrswert erwerben und später mit hohem Gewinn weiterverkaufen. Viele tausend Anleger ließen sich durch die Hochglanzprospekte überzeugen und investierten ihr Geld in die verschiedenen Fonds der S&K Gruppe. Die Anklage wirft Schäfer und Köller vor, damit ihr protziges Luxusleben finanziert zu haben. Sie hält das Geschäftsmodell der S&K für ein Schneeballsystem, bei dem die Renditen der Anleger mit dem frischen Geld der neuen Anleger finanziert wurde. Insgesamt seien viele tausend Anleger um rund 240 Millionen Euro betrogen worden.

Bemerkenswert ist, dass es zahlreiche falsche Gutachten gibt. So bestätigte auch der TÜV Süd der S&K Gruppe, dass Immobilienverkäufe im dreistelligen Millionenbereich durchgeführt worden seien. Manche Häuser sollen in Wirklichkeit gar nicht existiert haben.
Im Februar 2013 wurden im Zuge einer Razzia die Macher der S&K verhaftet. Die Angeklagten schweigen bislang zu den Vorwürfen.

Anleger fragen sich, wo die Millionen geblieben sind. Ein erheblicher Teil des Geldes ist schlichtweg „verballert“ worden. Die Angeklagten präsentierten sich im Internet als protzige Verschwender, die das Geld mit vollen Händen für Partys und Reisen ausgegeben haben. Allerdings ist schwer vorstellbar, dass eine derartige Geldsumme tatsächlich in so kurzem Zeitraum allein durch Verschwendung verprasst worden wäre. Es gibt Hinweise darauf, dass Schäfer noch 100 Millionen Euro besitzt. 18 Millionen Euro davon sollen auf Konten in Spanien, der Ukraine und der Schweiz überwiesen worden sein, vermutet die „Welt am Sonntag“ in ihrer Ausgabe vom 20.09.2015.
Bislang wurde das Geld aber nicht aufgetrieben. Ob das Geld jemals gefunden wird, ist eine offene Frage.

Vielleicht wird es im Verfahren geklärt. Solange sich allerdings die Angeklagten selber in Schweigen hüllen, ist das Ende des Prozesses nicht absehbar.
Resch Rechtsanwälte gehen davon aus, dass Anleger eine reelle Chance haben, wenn sie auf die Testate des TÜV Süd gesetzt haben. Es dürften Haftungsansprüche gegen den TÜV Süd bestehen, denn die dort erstellten Testate dürften schwerlich der Wirklichkeit standgehalten haben.

S&K ++ Strafprozess beginnt wegen Betruges
S&K ++ Strafprozess beginnt wegen Betruges

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Geschädigten der S&K Gruppe die kostenlose Prüfung ihres Falles an, ob derartige Ansprüche tatsächlich realisiert werden können. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.

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