SkyWay Group – BaFin untersagt Angebot

Die SkyWay Group hat ihren Ursprung und Hauptsitz in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Mit einer auf der karibischen Insel Santa Lucia registrierten Gesellschaft namens Sky Way Capital Inc., wirbt der Initiator Anatoly Eduardovich Yunitskiy auch in Deutschland Kapital ein, freilich ohne die dafür benötigten Voraussetzungen zu erfüllen. Die Sky Way Capital Inc. hat keine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) teilte diese am 11. Juni 2019 mit. Im Jahr zuvor, am 8. November 2018 wies die BaFin schon darauf hin, dass die First Skyway Invest Group Ltd. Vermögensanlagen in Form von Gewinnanteilen öffentlich anbot, ohne den hierfür erforderlichen Verkaufsprospekt veröffentlicht zu haben. Da im Grunde alle Aktivitäten der SkyWay Group seit Jahren von Ungereimtheiten begleitet werden, haben immer mehr Anleger ihr Vertrauen verloren und bangen um ihr eingesetztes Kapital.

SkyWay Group: Übersicht
Zur SkyWay Group gehören oder gehörten die folgenden Unternehmen ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Euroasian Rail SkyWay Systems Holding Limited (British Virgin Islands, von der wurden Aktien verkauft), First SkyWay Invest Group Limited (London), Global Transnet UK Ltd., Global Transport Investments Inc. (British Virgin Islands), PT SkyWay Technologies Indonesia, Rail Skyway Systems Ltd. (Lithuania), SkyWay Capital Inc. (Saint Lucia), Skyway Greentech Company (UAE), Sky Way Transport Australia Pty Ltd., SWIG International Ltd. (London), SWI Inc. Letztere ist für das Einsammeln von Crowdfunding-Geldern zuständig.

SkyWay Group: Ambitionierte Pläne ohne Substanz
Nichts Geringeres als eine neue Ebene für Verkehrsinfrastruktur will die SkyWay Group erschaffen. Dazu werden String-Rail, ein- oder zweispurige Drahtseilsysteme, erwähnt die in der Höhe installiert werden sollen. Neben zahlreichen ungelösten technischen Detailfragen, alarmierenden Sicherheitsbedenken, viel zu optimistischen Kostenschätzungen und mangelnder Praxiserprobung, kommen die Vielzahl bürokratischen Hürden hinzu, die zwangsläufig mit so einem Projekt verbunden sind.

SkyWay Group: Weit zurückreichende Entstehungsgeschichte
Anfang der 80er Jahre, als Minsk noch die Hauptstadt der Weißrussischen Sozialistische Sowjetrepublik und Teil der UdSSR war, konzipierte der Ingenieur Anatoly Yunitskiy das Projekt. Erst in den 90er Jahren wurden die ersten kleinen Modelle angefertigt. Anfang des neuen Jahrtausends entstand in der Nähe von Moskau eine erste 150 Meter lange Teststrecke der SkyWay Group, die aus Geldmangel bald wieder abgebaut werden musste. Es folgten verschiedene Tests im Windkanal.

SkyWay Group: Kein einziges Projekt wurde umgesetzt
Alle Versuche der SkyWay Group irgendwo eine Pilotstrecke zu errichten blieben ohne Erfolg. Sicherheitsspezialisten verhinderten deren Bau in mehreren russischen Städten. Streit zwischen Yunitskiy und seinen lokalen Geschäftspartnern verhinderten den Bau eines Testgeländes in Australien. Betrugsermittlungen stoppten ein Projekt in Litauen. Ebenso schlugen Versuche in Indien und Afrika fehl, die allesamt abgebrochen wurden, nachdem lokale Behörden darauf aufmerksam wurden, dass es kein funktionierendes Referenzobjekt gibt.

SkyWay Group: Jetzt heißt es VAE
Nun soll angeblich in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) entstehen, was bisher nirgends gelang. Zumindest behauptete das Yunitskiy in einem bizarren Interview im Jahr 2018. Neben vielem Unsinn behauptete er darin, dass die VAE der SkyWay Group ein Gelände zur Verfügung gestellt hätte, dessen Standort er aber nicht nennen wolle. Außerdem behauptete er damals, der Bau hätte begonnen, was sich kurz darauf als unwahr herausstellte, wie auch viele andere seiner Behauptungen.

SkyWay Group: Was ist da wirklich los
Irgendwie kann sich ein neutraler Beobachter nicht des Eindrucks erwehren, als ob da ein verzweifelter und geradezu besessener Ingenieur mit der SkyWay Group um jeden Preis sein vermeintliches Lebenswerk retten will und er dabei von schlechten Beratern und zwiespältigen Partnern umgeben ist, die daraus Profit schlagen möchten. Die Selbstvergleiche mit dem ebenfalls umstrittenen, aber wesentlich erfolgreicheren US-amerikanischen Unternehmer Elon Musk, deuten ebenfalls in eine solche eher tragische Richtung.

SkyWay Group: Plötzlich keine Rede mehr von Aktien
Nachdem einigen Leuten von SkyWay Group ein Licht aufgegangen ist, dass ihre Versuche Aktien unters Volk zu bringen illegal ist, setzt man nun auf sogenanntes Crowdfunding. Die vermutliche Idee dahinter ist, dass man wesentlich weniger Genehmigungen von Finanzaufsichtsbehörden benötigt. Trotzdem gibt es genügend Regeln zu beachten. Offen ist, was mit den bereits verkauften Aktienpaketen passiert. Die dafür erhaltenen Gelder, jetzt Darlehen einfach nur Darlehen zu nennen, dürfte der Sache ganz sicher nicht Genüge tun.

SkyWay Group: Die nächsten Schritte für betroffene Anleger
Die betroffenen Anleger sollten umgehend einen fachkundigen Rechtsanwalt aufzusuchen, um überprüfen zu lassen, welche Handlungsoptionen gegenüber der SkyWay Group und ihren Vermittlern bestehen. Dabei spielt die individuelle Situation jedes einzelnen Anlegers eine Rolle. Sie bekommen Gewissheit darüber, ob und welche Ansprüche auf Schadensersatz bestehen, gegen wen genau diese geltend zu machen sind und wie diese schnellstmöglich durchgesetzt werden können.

SkyWay Group: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1988
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der SkyWay Group die kostenlose Ersteinschätzung  ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.

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