Tradecenter – BaFin warnt vor vermeintlichen Online-Broker

Der angebliche Online-Broker Tradecenter gibt sich als sichere Plattform für Online-Trading aus. Es gibt jedoch zahlreiche Indizien, dass es bei Tradecenter nicht mit rechten Dingen zugeht. Es häufen sich Berichte von Tradern über Tradecenter, in denen von Telefonterror, Abzocke und Anlagebetrug die Rede ist. Alle haben ihr bei Tradecenter eingesetztes Geld verloren. Zweifel machen sich breit. Inzwischen haben viele Anleger der Tradecenter Sorge, dass es sich um einen Anlagebetrug handelt.  Alle Anleger der Tradecenter fragen sich, ob sie Opfer von Anlagebetrügern geworden sind? Und was können die Anleger der Tradecenter tun, wenn sich der Verdacht des Anlagebetruges erhärtet? Wie bekommen die Anleger der Tradecenter ihr Geld zurück? Macht es Sinn, bei der Polizei eine Strafanzeige gegen Tradecenter zu erstatten? Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?

Tradecenter: Fragwürdige Zusagen auf der Webseite
Was wird den ahnungslosen Anlegern auf www.tradecenter.fm da vorgesetzt? "TradeCenter.fm ist ein etablierter Handelsplatz, der von Finanzinstituten geprüft wurde und dem Tausende von Händlern weltweit vertrauen...Unsere Mission besteht darin, unseren Kunden viel mehr als nur eine leistungsfähige Trading Plattform bereitzustellen, sondern auch eine Reihe von Ressourcen und Dienstleistungen anzubieten, die es Ihnen ermöglichen, sich auf Ihr Trading zu konzentrieren, in der Zuversicht, dass wir Ihnen stets den Rücken freihalten". Das ist nur ein kleiner Teil der übertriebenen Versprechen, die Anleger auf der Webseite von Tradecenter finden. Nicht eines dieser vollmundigen Versprechen von Tradecenter wurde gehalten. Unglücklicherweise sorgen die beunruhigenden Geschäftspraktiken eher für unglückliche Anleger und miserable Erfahrungen!
 

 

Tradecenter: Versteckspiel beim Domain-Eintrag!
Bemerkenswert für die Geschäftspraktiken der Tradecenter-Macher ist, dass die Website kein Impressum enthält. Somit fehlen die vollständigen Angaben zu den rechtlich verantwortlichen Betreibern der Website. Wirft man einen Blick auf die Domaindaten der Webseite von Tradecenter an, sind dort keine Hinweise auf die Betreiber zu finden. Jedoch erfährt man, dass die Domain erst am 22.07.2019 bei Instra Corporation Pty Ltd. registriert wurde. 

Tradecenter: Wer steckt dahinter?
Diese Frage zu beantworten, wird vielen Anlegern eher schwerfallen, da die Tradecenter-Macher alles tun, um die wahren Verhältnisse zu verschleiern. Dies ist allerdings nichts Ungewöhnliches. Die Täter betreiben zumeist mehrere dieser Webseiten mit dem gleichen betrügerischen Geschäftsmodell. Diese werden auf Vorrat erstellt, schnell ins Netz gebracht und genauso zügig abgeschaltet. Die Top-Level-Domain wird häufig verändert, um die Finanzaufsichts- und Strafverfolgungsbehörden zu täuschen. Doch wer ist der Betreiber? Auf der Website von Tradecenter gibt es dazu nur spärliche Angaben. Es wird zwar die Firma Trade Center Promfix OÜ doch keine Geschäftsanschrift angegeben. Daneben gibt es noch die obligatorische Support-E-Mail-Adresse und die beiden Telefonnummern +43720360887 für Österreich und +43720360887 für England. 

Tradecenter: Die Kundenakquise der Anlagebetrüger
Hier findet sich immer wieder die gleiche Vorgehensweise: Um neue Kunden anzulocken werden die Empfehlungen von Tradecenter in allen nur denkbaren Medien und Kanälen präsentiert. Immer wieder handelt es sich dabei um Falschinformationen. Um die Wirkung zu erhöhen laden sie Videos auf Youtube hoch, in denen interessierte Anleger mit falschen Referenzen überzeugt werden. Hier berichten vermeintliche Prominente, gern auch unter dem irrigen Verweis auf die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, über ihre Erfahrungen mit dem Onlinetrading und Kryptowährungen. Zur selben Zeit wird häufig ein Affiliate-Programm begonnen, um anderen Ansporn zu geben, intensiv für Tradecenter zu werben.

Tradecenter: Kriminelle Geschäftspraktiken
Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Vielfach handelt es sich allerdings bei den Machern dieses Geschäftsmodells um Betrüger, vor denen auch das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen. Meist starten die Anleger mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie AnyDesk oder TeamViewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. Dabei verschaffen sich die Anlagebetrüger auch häufig Zugriff auf das Onlinebanking ihrer Opfer. Besonders kriminell ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Aber wie geht es weiter?

Tradecenter: Rückzahlung des Geldes wird an Bedingungen geknüpft
Einmal dabei, ist ein Ausstieg ist meist unmöglich. Vielmehr Knüpfen die Administratoren der Anlagebetrüger eine Rückzahlung des Geldes an weitere Einzahlungen. Hier kommen Mitarbeiter zum Einsatz, die vermeintliche Steuerschulden und Provisionszahlungen geltend machen. Seien diese beglichen, käme es zur Auszahlung der vermeintlich erzielten Gewinne. Den Anlegern schicken die Täter selbstgefertigte Steuer- und Provisionsabrechnungen, häufig mit gefälschten Wappen geschmückt, zu. Diese müssten dringend bezahlt werden. Eine Verrechnung mit den vermeintlich erzielten Gewinnen, ist nie möglich. Verweigert ein Anleger weitere Einzahlungen, werden vermeintliche Gewinne durch sinnlose Transaktionen in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Damit ist der Schrecken nicht zu Ende, sondern die Anleger werden permanent mit Anrufen anderer dubioser Anbieter konfrontiert. Das deutet darauf hin, dass die Kontaktdaten der Anleger unter den Anlagebetrügern weiter gehandelt werden. Am Ende meldet sich regelmäßig ein „Retter“, der behauptet, den ganzen Schwindel aufgedeckt zu haben. Er beeindruckt mit seinen Insiderkenntnissen. Kein Wunder, ist er doch Teil der Betrügerbande. Die nächste Abzockabteilung! Und natürlich will der „Retter“ auch eine kleine Gebühr – vorab!

Tradecenter: Schema des Anlagebetrugs?
Eine Regulierung des Handelsplattform Tradecenter gibt es nicht. Tradecenter fehlt die Legitimierung durch eine anerkannte europäische Finanzaufsicht, wie die englische Financial Conduct Authority (FCA) oder die von Brokern häufig genutzte Cyprus Securities and Exchange Commission (CySec). Ebenso fehlt eine Genehmigung der für die Schweiz zuständigen Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (finma) oder der Finanzmarktaufsicht (FMA) Österreichs. Dafür gibt es eine Warnung der BaFin vom 29.07.2021. Es ist einfach zu erkennen, dass es sich bei Tradecenter um ein Schema des Kapitalanlagebetrugs handelt. Allen von Tradecenter Geschädigten ist nahezulegen, unverzüglich einen Anwalt für Anlagebetrug einzuschalten.

Tradecenter: Wo agieren die Betrüger?
Zweifellos haben die Trader es bei Tradecenter mit Anlagebetrug in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu tun. Die Aktivitäten der Tradecenter beschränkten sich keineswegs auf den deutschsprachigen Raum. Weil sich Tradecenter ebenso an spanischsprachige Anleger wendet, ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die betrogenen Trader aus diesen Sprechergruppe melden. Ein Blick in die Liste der Aufsichtsbehörden empfiehlt sich vor jedem finanziellen Engagement, um das Risiko zu verringern, Opfer eines Anlagebetrugs zu werden.

Tradecenter: Schadensersatzansprüche gegen involvierte Banken
Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen und Investmentgeschäfte erbringen möchte, muss zuvor zwingend eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einholen. Derartige Geschäfte zu tätigen, zu unterstützen oder zu ermöglichen ist, auch grenzüberschreitend, nach Deutschland hinein, untersagt. Unternehmen die sich trotzdem daran beteiligen sind den Betroffenen zu Schadensersatz verpflichtet. Derartige Anlagebetrugsfälle wären ohne diese Banken undurchführbar gewesen.

Tradecenter: Anleger wollen Ihr Geld zurück!
Die Lage ist zum Glück besser, als es den Anschein hat. Die geschädigten Anleger können sich wehren und ihr eingesetztes Kapital zurückverlangen. Stand heute ist es zwar nicht wahrscheinlich, dass die Anlagebetrüger von Tradecenter bald ergriffen werden, dennoch gibt es Anlass zu hoffen. Hoffen deshalb, weil die Gelder über Konten flossen, die eigentlich seriöse Banken zur Verfügung stellten. Die Verantwortlichen haben es erwiesenermaßen versäumt, die teilweise hohen und deshalb kontrollpflichtigen Einzahlungen der Anleger und deren Weiterleitung auf Rechtmäßigkeit zu kontrollieren. Nachlässigkeiten dieser Art haben den Anlagebetrug erst ermöglicht.

Tradecenter: Sie wollen ihr Geld zurück! Wie funktioniert das?
Ausgestattet mit diesem Wissen, hätten sich die Interessenten nicht auf eine Investition bei Tradecenter eingelassen. Jetzt bleibt den Opfern nur noch die Option, sich um Wiederbeschaffung des investierten Geldes zu bemühen. Viele Anleger können sich gar nicht vorstellen, dass es überhaupt eine reale Chance gibt, jemals ihr Geld wiederzusehen. Vermutlich alle fragen sich nun, ob sie Ihr Geld zurückbekommen können? Eindeutig ja! Es gibt zahlreiche rechtliche Grundlagen, auf die zurückgegriffen werden kann. Der Oberbegriff lautet „Geldwäsche“. Wenn Anlagebetrüger Geld einsammeln, ist der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt. Finanzinstitute sind in der Pflicht, gegen Geldwäsche vorzugehen. Hier setzt man mit guten Erfolgsaussichten an. Vorweg sollten wesentliche Fragen geklärt sein. Zu welcher Destination sind die von Tradecenter unterschlagenen Gelder verschwunden? Gibt es die Möglichkeit, dass die betrogenen Anleger ihr bei Tradecenter eingesetztes Geld zurückkriegen? Welche Schritte sind als nächstes geboten? Solche Fragen kann Ihnen am besten ein auf Kapitalanlagebetrug spezialisierter Rechtsanwalt beantworten.

Tradecenter: Wer kann helfen?
Was tun bei Anlagebetrug? Auf welche Hilfe bei Anlagebetrug können die Geschädigten von Tradecenter hoffen? Die Opfer von Tradecenter finden idealerweise bei einem erfahrenen Rechtsanwalt für Kapitalanlagebetrug die benötigte Hilfe. Er ist in der Lage sich um Ihren Fall mit Tradecenter sowohl hinsichtlich der strafrechtlichen Aspekte des Kapitalanlagebetrugs, als auch um die Rückholung der Gelder und mögliche Schadensersatzansprüche zu kümmern. Ein Rechtsanwalt für Trading kommt ebenso in Frage, weil diesem auch die Methoden betrügerischer Broker, wie Tradecenter bekannt sind.

Tradecenter: Die Spur des Geldes verfolgen!
Solcherlei Missständen auf dem unregulierten Kapitalmarkt geht die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte seit über 30 Jahren nach. Die Vorgehensweise der Tradecenter ist somit nichts Neues. Resch Rechtsanwälte haben im Laufe der Zeit ein machtvolles Arsenal von Instrumenten zum Aufspüren der entzogenen Gelder und Verfolgen der Geldflüsse entwickelt. In Zeiten des Internets ist es äußerst schwierig geworden, Gelder tatsächlich verschwinden zu lassen. Je eher die Anleger die Spur des Geldes verfolgen, umso größer sind die Chancen, dass sie ihr eingesetztes Kapital zurückbekommen. Wichtig ist vor allem, dass die von Tradecenter Geschädigten umgehend tätig werden.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein Opfer von Tradecenter geworden sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, rufen Sie an, unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

26.10.2021

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