TraderVisual - Nahezu alles deutet auf Betrug hin

TraderVisual - nicht zu verwechseln mit VisualTrader, einer legalen Plattform der texanischen Nirvana Inc. - ist ein Forex-Broker, der auf seiner Website kaum oder gar nichts über sich und das dahinter stehende Unternehmen aussagt. Ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Legitimität dieses Brokers sind durchaus angemessen, zumal von der italienischen Finanzmarktaufsicht eine eindeutige Warnung ausgegeben wurde. Ein ehemaliger Kunde von TraderVisual brachte es auf den Punkt bringt: “TraderVisual ist kein Broker. Es ist ein digitaler Dieb, der schlecht als Maklerfirma getarnt ist. Bitte investieren Sie nichts und halten Sie sich von diesem fern!” Dem ist nichts hinzuzufügen.

TraderVisual: Webseite nahezu leer
Die Website von TraderVisual besteht aus nur drei Abschnitten: einer Startseite, einer Anmeldeseite und einer Registrierungsseite. Alle Unterabschnitte sind Teil der Homepage. Insgesamt ist dies eine der einfachsten und leersten Webseiten eines Brokers überhaupt. Aufgrund dieser Lücke gibt es auch keine Informationen zu den Handelsbedingungen. Darüber hinaus ist auch nichts von einer Regulierung zu erfahren, und Dokumente zum betreibenden Unternehmen sind ebenfalls nirgends zu sehen.

TraderVisual: Keine Informationen verfügbar
Auf der Website von TraderVisual finden sich keine Informationen über das dahinter stehende Unternehmen und auch nicht über das Herkunftsland. Es gibt nicht einmal eine Kontaktadresse, das ist alles sehr beunruhigend. Denn es bedeutet, dass die Website grundsätzlich anonym ist und ein potenzieller Kunde keine Ahnung hat, mit wem er da Geschäfte macht. Anonymität ist eine wichtiger Warnhinweis im Forex-Handel. Händler sollten sich unbedingt von Brokern fernhalten, die keine relevanten Informationen über sich oder das Unternehmen offenlegen.

Eingezahlte Gelder gefährdet
Dies zeigt eindeutig, dass dem Makler die Legitimität fehlt und die Sicherheit der Gelder des Kunden nicht gewährleistet ist. Die staatlichen Regulierer überwachen nicht nur die Abläufe und verlangen regelmäßige Berichte von bei ihnen registrierten Maklern, sondern sind auch Mitglieder von Entschädigungsfonds, die im Falle einer Insolvenz des Maklers die Verluste der betroffenen Kunden decken. Die Einhaltung der höchsten regulatorischen Standards bietet potenziellen Kunden auch eine Ausgleichsregelung, mit der im Fall des Konkurses des Maklers die Verluste der Händler mit bis zu 85.000 Britische Pfund (FCA) oder 20.000 Euro (CySec) pro Person gedeckt werden.

TraderVisual: Nicht genug Information
Auf der Website sind keine Informationen zu Kontotypen, Mindesteinzahlungen, Hebelwirkung zu finden. Insgesamt erfahren wir nichts über die Handelsbedingungen des Maklers. Der Mangel an Informationen sollte immer als sehr negatives Zeichen angesehen werden, was aber im Fall von TraderVisual angesichts der fehlenden Regulierung niemanden wundern sollte. Wir empfehlen allen Händlern, immer so gut wie möglich informiert zu sein, bevor sie sich für einen Broker entscheiden.

TraderVisual: Kein Demo-Account
Abgesehen von dem wunderlichen Mangel an Informationen auf der Website, ist es noch nicht einmal möglich sich für einen Demo-Account zu registrieren. Obwohl TraderVisual angibt, über eine solche Option zu verfügen, wird bei der Registrierung mitgeteilt, dass es technische Schwierigkeiten gibt und man es später versuchen soll. Natürlich ist die Verfügbarkeit eines Demo-Accounts entscheidend für die Beurteilung der Legitimität eines Brokers.

TraderVisual: Vorgehen
Der Broker versucht Opfer zu rekrutieren, indem er sie direkt kontaktiert, sobald sie ihre Telefonnummer auf der Registrierungsseite preisgeben. Danach erhält der Benutzer immer wieder Anrufe von dem Vertreter des Brokers. Dessen einziges Ziel es ist, das Opfer zu einer Ersteinzahlung zu drängen. Damit ist die erste Phase des Betrugs abgeschlossen - die Pitcher haben sich einen hohen Auftrag gesichert. Nachdem die Pitcher von TraderVisual mit dem Opfer fertig sind, werden diese von den sogenannten Retainern oder Personal Account Managern manipuliert und dazu gebracht, Ihr Konto beim TraderVisual mit deutlich größeren Geldsummen zu füttern. Schnell landen so mehrere 10.000 Euro bei den Tätern.

TraderVisual: Fazit
Beim Durchsuchen der Broker-Website und ihrer Handelsplattform finden sich viele beunruhigende Dinge. Es gibt einen gravierenden Mangel an Informationen zu entscheidenden Aspekten eines Maklergeschäfts sowie Unklarheiten darüber, was genau das Maklergeschäft anbietet. Was jedoch am meisten betont werden muss, TraderVisual ist eine anonyme Website und keinerlei Aufsicht unterlegen. Das bedeutet, die Sicherheit der Gelder des Kunden sind zu jedem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.

TraderVisual: Opfer berichteten
Einige Opfer handelten zunächst mehrere Monate auf der Plattform. Sobald sie eine Auszahlung wünschten, begannen die Probleme. So machte ein George Mathews erst ein großes Theater am Telefon und forderte eine erneute Investition, damit er die Auszahlung aktivieren könne. Danach war er nicht mehr zu erreichen. Man kann davon ausgehen, dass der Name nicht echt ist, ebenso wie der des Mitarbeiters Giorgio Damato, der von einem anderen Opfer genannt wurde.

TraderVisual: Die nächsten Schritte für betroffene Händler
Die betroffenen Händler sollten umgehend einen fachkundigen Rechtsanwalt aufzusuchen, um überprüfen zu lassen, welche Handlungsoptionen gegenüber TraderVisual und ihren Initiatoren bestehen. Dabei spielt die individuelle Situation jedes einzelnen Händlers eine Rolle. Sie bekommen Gewissheit darüber, ob und welche Ansprüche auf Schadensersatz bestehen, gegen wen genau diese geltend zu machen sind und wie diese schnellstmöglich durchgesetzt werden können.

TraderVisual: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1988
Resch Rechtsanwälte bieten den Händlern auf TraderVisual die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.

 

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