TradeUP – Initiatoren im Visier der Finma

Die TradeUP impliziert, dass Anlegern exzellente Möglichkeiten bereitgestellt werden, um beim Online-Trading sowohl schnelles als auch sicheres Geld zu erwirtschaften. Bei TradeUP ist alles Anlagebetrug. Das Geld ist gleich in den Taschen der Anlagebetrüger gelandet. Kein Cent ist investiert worden. Nichts wird auf TradeUP.fm gehandelt. Alles, was der Anleger auf seinem Bildschirm sieht, ist eine Täuschung der Anleger. Haben Sie die gleichen Erfahrungen gemacht? Wie bekommt der Anleger sein Geld von unseriösen Anbietern zurück? Was können Anleger tun, die von der TradeUP betrogen worden sind? Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?

 

 

TradeUP: Versprechen sind unseriös
Die Anleger werden mit fragwürdigen Versprechen auf die Webseite TradeUP.fm gelockt. So heißt es dort: „Ein etablierter und vertrauenswürdiger Broker, 1977 gegründet. Mit 40 Jahren Erfahrung und einem umfassenden Angebot an Produkten und Dienstleistungen bietet TradeUP ein erstklassiges Handelserlebnis.“ Alles wirkt sehr überzeugend. Der ahnungslose Anleger ist kaum in der Lage zu erkennen, dass nichts echt ist. Ihm wurde ein Theaterstück vorgespielt. Kein Cent von seinem Geld wird investiert. Alles landet gleich in den Taschen der Anlagebetrüger. Es wird nicht getradet. Alles nur Schein, kein Sein. Und deshalb bekommt der Anleger sein Geld auch nicht ausbezahlt. Die spannende Frage ist, wer steckt hinter diesem Anlagebetrug?

TradeUP: Der Domain-Eintrag wird versteckt!
Natürlich wollen die Anlagebetrüger nicht, dass man sie leicht aufspüren kann. Deshalb hat die Webseite auch kein aussagekräftiges, laut Gesetz vorgeschriebenes Impressum mit den vollständigen Angaben und einer Anschrift der Betreiber der Webseite. Auch die Domaindaten der Webseite TradeUP.fm enthalten keinen Hinweis, wer die Seite einst angemeldet hat, sondern nur, dass die Registrierung am 07.09.2022 bei NameCheap, Inc. erfolgte und sich die wirklichen Domaininhaber – für uns ganz erwartungsgemäß – hinter einem Anonymisierungsdienstleister verstecken. Es sollte einem schon zu denken geben, dass das Unternehmen, welches vorgibt, seit 1977 zu existieren, erst 2022 mit einer eigenen Webseite an den Start geht.

 

 

TradeUP: Wer steckt dahinter?
Anleger werden diese Frage nicht beantworten können. Die Anlagebetrüger verschleiern ihre Identität perfekt – fast. Dies ist normal, denn sie betreiben regelmäßig verschiedene Webseiten, auf denen sie ihr betrügerisches Geschäftsmodell anbieten. Die einstige Vorgängerplattform von TradeUP hieß Coinswap (coinswap.fm). Hier wurde den Opfern ebenfalls vorgegaukelt, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handele, mithilfe welchem phantastische Gewinne erzielt werden könnten. Doch auch hier ging es – wie auch auf der Folgeseite TradeUP – lediglich darum, die gutgläubigen Anleger maximal zu schröpfen. Coinswap wurde – auch bei NameCheap, Inc. und ebenfalls anonymisiert versteht sich – am 16.07.2021 registriert, ist mittlerweile aber nicht mehr aufrufbar. Die nichtsahnenden Anleger von einst wurden von heute auf morgen zu TradeUP transferiert und sollten fortan ihre Geschäfte über die Folgeplattform tätigen.

TradeUP: Wer ist der Betreiber?
Auf der Website von TradeUP gibt es dazu nur spärliche Angaben. Neben der obligatorischen Support-E-Mail-Adresse wird dem potenziellen Anlage-Interessenten noch die Kontakt-Telefonnummer +442081571467 mit britischer Ländervorwahl aufgeführt, was aber keinerlei Rückschlüsse auf die Betreiber der Plattform zulässt. Als Anschrift fungiert die schweizerische Hardstrasse 201 in 8005 Zürich. Dort befindet sich der Prime Tower, ein Wolkenkratzer in Zürich, welcher 2011 eröffnet wurde und welcher weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt ist. In dem Komplex befinden sich vielerlei Büros, Gastronomieeinrichtungen und andere Institutionen, eine Firma namens TradeUP ist dort aber nicht auffindbar, keine Spur davon.

TradeUP: Merkwürdigkeiten
Im Kleingedruckten der TradeUP-Plattform, genauer gesagt unter dem Menüpunkt “Privacy Policy", ist im Text plötzlich die Rede von einer Plattform namens Exenmarket. Wer oder was ist Exenmarket, dachten wir doch bis gerade eben noch, dass wir uns auf einer Plattform namens TradeUP befinden? Bloß eine bedeutungslose Unachtsamkeit seitens der Betrüger, oder steckt mehr dahinter? Unsere Recherchen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.

TradeUP: Internationale Recherchen
Die weltweite Suche nach einer etwaigen TradeUP in den einschlägigen Registern führt zu keinem Ergebnis. Die TradeUP ist – ebenso wie ihr Vorgänger Coinswap – ein Phantasieprodukt. Aber mit unseren Recherche-Werkzeugen ist es unserem Investigations-Team gelungen, die Fährte zu den Anlagebetrügern aufzunehmen. Es bleibt bloß eine Frage der Zeit, bis auch die regulatorischen Institutionen auf TradeUP aufmerksam werden und vor ihren strafwürdigen Aktivitäten warnen werden. Die Vorgängerplattform Coinswap geriet mit ihrem Geschäftsgebaren und dem fragwürdigen Auftreten bereits ins Visier der schweizerischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Sie warnte bereits am 30.11.2022 öffentlich vor Coinswap.

TradeUP: Schema des Anlagebetruges
Der Anlagebetrug spielt sich normalerweise nach dem gleichen Schema ab: Anleger setzen anfangs eine kleine Summe – meist 250 Euro – ein, erleben schnell, wie sich dieser Betrag vermehrt, so dass sie bereit sind, immer höhere Summen zu „investieren“. Die Konflikte stellen sich ein, wenn ein Anleger sein Geld ausgezahlt haben möchte, denn nun müssen vorgeschobenerweise erst einmal Steuern, Provisionen, Gebühren oder irgendetwas anderes gezahlt werden. Viele Anleger finden erst mit Verspätung heraus, dass sie einem Anlagebetrug aufgesessen sind und nie die Absicht bestand, das Geld wieder auszuzahlen.

 

 

TradeUP: Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?
Wie bei Anlagebetrug agieren, fragen sich viele betrogene Anleger, da eine Strafanzeige kaum Sinn ergibt, weil ja sie vorrangig der Strafverfolgung, jedoch nicht der Wiederbeschaffung des Geldes dient. Welche Art Hilfe ist bei Anlagebetrug verfügbar und wie kriegen die geschädigten Anleger ihr Geld zurück? Der auf Anlagebetrug spezialisierte Anwalt muss wissen, wie er den Spuren des Geldes folgt, denn wie man früher sagte, Geld ist nicht weg, sondern nur woanders. Jetzt lässt sich ergänzen: Es ist kompliziert, aber mit den geeigneten Werkzeugen ist es möglich, Geld regelmäßig digital zu verfolgen – auch wenn es mit Bitcoin über einen Crypto Exchanger transferiert wurde.

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie ein Opfer von TradeUP geworden sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, rufen Sie an, unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.


02.01.2023

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