Train Performer – Erster Eisenbahnfonds von Steiner + Company enttäuscht

Das Emissionshaus Steiner + Company GmbH & Co. KG aus Hamburg legte im April 2011 den geschlossenen Fonds Train Performer auf, wobei der Emissionsprospekt am 28. April 2011 herausgegeben wurde. Die Fondsgesellschaft firmiert als Train Performer GmbH & Co. KG. Über diese konnten sich die Anleger am Erwerb, der Vermietung sowie auch an anderer Nutzung und Verwertung von Eisenbahn-Investitionsgütern aller Art, insbesondere Triebfahrzeuge und Güterwagen im In- und Ausland beteiligen. Leider wurden die im Verkaufsprospekt geschürten Erwartungen nicht erfüllt und die enttäuschten Anleger fragen sich, wie sie die Anlage los werden.

Train Performer: Die Gründungsgesellschafter
Die S + C TRAIN Verwaltungsgesellschaft mbH tritt als Komplementärin auf, während es drei Kommanditistinnen gibt. Das sind die Steiner + Company GmbH & Co. KG, über die sich auch die Anleger beteiligen, die S + C Treuhandgesellschaft mbH und die Oak Capital Rail Management GmbH, die gleichzeitig für das Asset Management zuständig ist.

Train Performer: Basiszahlen
Die Gesamtinvestitionssumme des Fonds betrug 30 Millionen Euro, wovon 20 Millionen als Eigenkapital eingebracht werden sollten, damit betrüge die Fremdkapitalquote 33,33 Prozent. Die Substanzquote liegt bei 92,67 Prozent. Die Mindestbeteiligung an diesem Fonds ist 10.000 Euro. Es fallen fünf Prozent Agio an. Der Fonds sollte über neun Jahre laufen, 2011 sollte die Ausschüttung fünf Prozent betragen, 2012 sieben Prozent, 2013 bis 2015 7,5 Prozent, 2016 und 2017 acht Prozent, 2018 8,5 Prozent und die Schlussausschüttung 2019 100,61 Prozent.

Train Performer: Rating und Platzierungsstand
Schon das Rating zu Beginn des Fonds war eher dürftig, so bewertete die Fondstelegramm-Analyse das Investment als negativ und auch bei der Investmentanalyse erreichte der Fonds gerade mal ein Rating von BB. Daran könnte es auch gelegen haben, dass man bis zum 4. April 2013 nur einen Platzierungsstand von 5,5 Millionen Euro erreichte.

Train Performer: Die Probleme eines Kommanditisten
Kommanditisten haften mit ihrer gesamten Kapitaleinlage und zwar unabhängig davon, ob die Einlage vollständig geleistet ist oder nicht. So kann es sein, dass die Fondsgesellschaft Gelder ausschüttet, die nicht durch Gewinne gedeckt sind, ohne dass sich der Kommanditist darüber im Klaren ist. Die durch diese Ausschüttung erhaltenen Gelder, werden wie ein nicht geleisteter Anteil an der Pflichteinlage behandelt und als nachgelagertes Haftungsrisiko bezeichnet. Sollte es später zu einer Insolvenz kommen, muss er diese ausgeschütteten Gelder wieder zurückzahlen.

Train Performer: Die Risiken
Wenn die Fondsgesellschaft insolvent geht, hat das für die Anleger in den Train Performer gravierende Folgen. Beim Train Performer handelt es sich um einen Blindpool, dass heißt die Anleger gehen ein im Vergleich zu anderen Fonds besonders hohes Risiko ein, da beim Erwerb von Train Performer lediglich die Investitionskriterien, nicht jedoch die Investitionsobjekte feststehen. Die Anleger müssen sich deshalb darüber im Klaren sein, dass ihr Investment auch in einem Totalverlust münden kann.

 

Train Performer: Fehler bei der Beratung?
Anlageberater müssen sehr strenge Aufklärungs- und Informationspflichten erfüllen. Es muss unter anderem immer auf das Totalverlustrisiko hingewiesen werden und ebenso auf das nachgelagerte Haftungsrisiko, das hier weiter oben beschrieben ist. Auch wenn ein Anleger zum Beispiel die Annahme der Emissionsprospekte verweigert, bleibt der Berater zwingend verpflichtet vollständig über die Risiken und Bedingungen des Anlagengeschäfts aufzuklären. Versäumt er es, ist er nicht nur möglicherweise schadensersatzpflichtig.

Train Performer: Ansprüche auf Schadensersatz
Die Untersuchung des Verkaufsprospektes auf darin enthaltene Mängel ist immer ein lohnenswerter Ansatz. Solche Mängel können, genau wie eine Falschberatung, Ansprüche auf Schadensersatz begründen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu kennen. Darin heißt es, dass eine von Anleger unterzeichnete vorformulierte Erklärung, die Risikohinweise gelesen zu haben, allein unwirksam ist!

Train Performer: Was tun?
Egal ob Sie als Anleger Verluste befürchten, oder andere Gründe haben, sich vom Train Performer trennen zu wollen, sie sollten schnell handeln, bevor die Verjährungsfrist abläuft. Da es immer auf den Einzelfall ankommt, müssen die individuellen Details fachkundig untersucht werden. Betroffene Anleger werden durch den Schadensersatz so gestellt, als hätten sie den Train Performer nie gezeichnet.

 

 

Train Performer: Resch Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Train Performer die  kostenlose Einschätzung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen  aus  oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.

Imagefilm