XTRGate – Anlagebetrug aus der Karibik

Bekommen wir das Geld zurück?, fragen sich die Anleger der XTRGate. Liegt ein Anlagebetrug vor? Was tun bei Anlagebetrug? Sollten die Anleger zur Polizei gehen und Anzeige erstatten? Welche Hilfe gibt es sonst bei Anlagebetrug?

 

XTRGate: Haltlose Versprechen auf der Website
Was lesen ahnungslose Anleger auf der Website der www.xtrgate.com? „Willkommen bei XTRgate, einer Kryptowährung- und Bitcoin-Tradingplattform, die Ihnen nicht nur die volle Macht über den Kauf, Verkauf und Handel von digitalen Währungen verleiht, sondern auch ein ultimatives Trading-Erlebnis bietet. … Mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich, hat XTRgate ein dynamisches und lebhaftes Gründungsteam mit über drei Jahrzehnten Erfahrung im Traden von mehreren Gütern auf verschiedenen Märkten. Mit über 100 Teammitgliedern hat die Plattform eine nachhaltige Zukunft und Vision für den Handel mit digitalen Anlagewerten. … Die Welt der Kryptowährungen kann düster sein, wenn man nicht die richtige Plattform zum Traden findet. Dabei macht man sich dann nicht nur Sorgen um die Sicherheit, sondern auch um seine Anlagewerte. Zum Glück erstickt XTRgate all diese Sorgen und gibt Ihnen die volle Macht über den Kauf, Verkauf und Handel mit digitalen Währungen.“ Dies ist nur ein kleiner Auszug der fragwürdigen Versprechen, die Anleger auf der www.www.xtrgate.com-Website finden. Leider sorgen die dubiosen Geschäftspraktiken eher für unglückliche Trader und schlechte Erfahrungen! Viele Trader stellen sich die Frage, wie sie nach dem Login ihren Account bzw. ihr Konto löschen können, um sich endlich abzumelden. Zu welchem Urteil werden die Trader kommen? Viele Versprechen, aber wer steckt hinter XTRGate?

XTRGate: Die Spur führt in die Karibik
Schaut man sich die Website www.xtrgate.com genauer an, findet man widersprüchliche Informationen. So liest man in Minischrift: „Kontaktinformationen South Bay Holdings Ltd, Cnr Old and Church Street POB 2209, Roseau, Commonwealth of Dominica?, support@xtrgate.com+44 2039-496380“Konnte man nicht auf der Website lesen, dass sich der Hauptsitz von XTRGate im Vereinigten Königreich befinden würde? Wohl eine glatte Lüge! Dominica (amtlich Commonwealth Dominica) ist ein Inselstaat in den Kleinen Antillen in der östlichen Karibik, der wegen seinen laxen Gesetzgebung bei Offshore-Unternehmen sehr beliebt ist und häufig von Kriminellen für Briefkastenfirmen benutzt wird. Schaut man sich die entsprechenden Domaindaten der Website www.xtrgate.com an, so findet man auch dort einen Hinweis auf South Bay Holdings Ltd und stellt fest, dass die Website erst am 27.10.2019 registriert wurde. Bei der Suche nach der Firma South Bay Holdings Ltd im Unternehmensregister der Karibikinsel Dominica wird man nicht fündig. Die Cnr Old and Church Street in Roseau ist allerdings Finanzermittlern wohlbekannt, denn hier residieren noch diverse Briefkastenfirmen, die sich im Cybertrading tummeln. Auch die weltweite Suche nach der South Bay Holdings Ltd führt zu keinem Ergebnis. Lediglich eine Firma gleichen Namens war von 1991 bis 1992 auf der Insel Jersey im Firmenregister eingetragen und ist schon lange gelöscht. Man kann vermuten, dass es sich bei der Firma South Bay Holdings Ltd um ein reines Phantasieprodukt zur Täuschung der Anleger handelt. Absurderweise wurde am 21.04.2020 eine Website mit der Domain www.southbayholdingsltd.com registriert, wohl mit der Absicht, skeptische Anleger darauf zu verweisen. Dies ist allerdings ein leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver. Anleger müssen sich zu Recht die Frage stellen, wie bei diesem Versteckspiel die Geschäftspraktiken der XTRGate einzuordnen sind? Die Antwort ist eindeutig. Es ist ein Anlagebetrug, den die XTRGate durchzieht.

XTRGate: Wie erkennt man Anlagebetrüger?
Hier findet sich immer wieder das gleiche Schema des Anlagebetruges: Es wird beispielsweise Werbung in den sozialen Medien, wie Facebook oder anderen Onlinemedien geschaltet. Hier berichten vermeintliche Prominente, gern auch unter dem irrigen Verweis auf die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, über ihre Erfahrungen mit dem Onlinetrading und Kryptowährungen. Sobald sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert hat, erhält er Anrufe von angeblichen Finanzbrokern, die gern auf ihre jahrelange Erfahrung und ihren zufriedenen Kundenstamm verweisen. Vielfach handelt es sich allerdings bei den Machern dieses Geschäftsmodells um Anlagebetrüger, vor denen auch das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnen. Gehört „Nadine Fischer“ auch dazu? Meist starten die Trader mit einer kleinen Summe als Einsatz. Zuvor werden die Anleger auch vielfach motiviert, eine Fernwartungssoftware, wie AnyDesk oder TeamViewer auf ihren Computern zu installieren, damit angeblich Hilfestellung bei den ersten Schritten geleistet werden kann. In vielen Fällen wird der Computer im Nachgang manipuliert und unerwünschte Transaktionen durchgeführt. Dabei verschaffen sich die Gauner auch häufig Zugriff auf das Onlinebanking ihrer Opfer. Besonders dubios ist dann allerdings, wenn auf der Handelsplattform vermeintliche Gewinne angezeigt werden, um den Kunden zu weiteren hohen Einsätzen zu verführen. Zum Teil werden auch kleine Summen zurückgezahlt, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen. Wer will dann nicht die Einsätze weiter erhöhen? Aber wie geht es weiter?

XTRGate: Wie bekommen Anleger ihr Geld zurück?
Ein Exit ist dann allerdings meist nicht mehr möglich, vielmehr wird eine Rückzahlung des Geldes an absurde Voraussetzungen oder gar weitere Einzahlungen geknüpft. Hier kommen dann die Mitarbeiter zum Einsatz, die noch vermeintliche Steuerschulden und Provisionszahlungen geltend machen. Diese müssten erst beglichen werden, dann käme es zur Auszahlung der vermeintlich erzielten Gewinne. Dazu werden den Anlegern Steuer- und Provisionsrechnungen geschickt, die häufig mit gefälschten Wappen geschmückt sind und natürlich dringend bezahlt werden müssen. Eine Verrechnung mit den vermeintlich erzielten Gewinnen ist allerdings nie möglich. Verweigert man diese weiteren Einzahlungen, werden häufig die vermeintlichen Gewinne in Verluste verwandelt und der Kunde maximal geschädigt. Da stellt sich auch wieder die Frage, wie man bei www.xtrgate.com das Konto löschen oder kündigen kann? Damit ist der Schrecken allerdings meist nicht zu Ende, sondern die Anleger werden häufig permanent mit Anrufen anderer dubioser Anbieter konfrontiert, was darauf hindeutet, dass die Kontaktdaten der Anleger unter den Anlagebetrügern weiter gehandelt werden. Natürlich ist auch dies vollkommen unseriös!

XTRGate: Keine Lizenz für Geschäfte mit Schweizer Kunden!
Eine entscheidende Frage ist auch, ob die Firma South Bay Holdings Ltd als Betreiber der Website www.xtrgate.com von einer Finanzaufsichtsbehörde beaufsichtigt wird, so der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)) oder der britischen Financial Conduct Authority FCA ). Hierfür gibt es keinerlei Hinweise und auch dies ist ein weiterer Warnhinweis. Der Vertrieb von bestimmten Finanzprodukten setzt eine Bewilligung der FINMA voraus. Wenn die FINMA Hinweise erhält, dass der Anbieter ohne Bewilligung solchen Tätigkeiten nachgeht, leitet sie Abklärungen ein und kann, wenn sich der Verdacht erhärtet, im Rahmen eines sog. Enforcement-Verfahrens gegen die unerlaubt tätigen Anbieter vorgehen. Dies kann in Form von Warnhinweisen vor der Geschäftstätigkeit erfolgen, aber auch bis zur Liquidation des Unternehmens führen. Darüber müssen die Firmen, so auch South Bay Holdings Ltd ihre Kunden aufklären. Tun sie dies nicht, so machen sie sich schadensersatzpflichtig und die Anleger können ihr Geld zurückfordern. Aber wo finden sich die Spuren des Geldes?

XTRGate: Spuren des Geldes nach Spanien?
Was passiert, wenn man der Spur des Geldes folgt? Grundsätzlich gehen die meisten Anleger davon aus, dass sie das Geld normalerweise an ihren Vertragspartner, wie eine Bank oder eine Fondsgesellschaft überweisen. Aber hier lief es gänzlich anders, aber nicht untypisch für Akteure im angeblichen Cybertradinggeschäft. Schaut man sich nur einmal exemplarisch die verschiedenen Empfängerfirmen und die beteiligten Banken bzw. Zahlungsdienstleister an, so findet sich hier die Firma Go-be Marketing Ltd Sucursal En España, der Geld überwiesen werden sollte. Go-be Marketing Ltd Sucursal En España? Dies ist eine Firma, die in der Carrer del Bruc, 38, 08010 Barcelona, España zu finden ist und am 11.08.2017 gegründet wurde. Die Zahlungen an die Go-be Marketing Ltd Sucursal En España flossen auf ein Konto bei der Caixabank S.A. in Barcelona. Sehr interessant ist auch die Frage, über welche Konten die Teilrückzahlungen geflossen sind! Im Übrigen wird sich der Firmeninhaber der Go-be Marketing Ltd Sucursal En España und auch die Caixabank Banken in Spanien noch unangenehme Fragen stellen lassen müssen, welche Rolle sie in dem mutmaßlichen Betrugskonstrukt gespielt haben. Eine Frage, die nicht nur die Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden sehr interessieren wird, sondern auch jeden mit Trading befasstem Rechtsanwalt.

XTRGate: Was tun bei Anlagebetrug?
Wenn die Anleger der XTRGate all das gewusst hätten, hätten sie sich sicherlich nie auf dieses Geschäft eingelassen. Die Anleger werden sich jetzt die Frage stellen, wie sie ihr Geld zurückbekommen und ob es nicht längst woanders ist. Das sind berechtigte Sorgen und Fragen, die ein mit Anlagebetrug vertrauter Anwalt beantworten kann.

XTRGate: Welche Hilfe gibt es bei Anlagebetrug?
Seit über 30 Jahren verfolgt die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte derartige Missstände auf dem grauen Kapitalmarkt. Insofern sind die Aktivitäten der XTRGate nichts wirklich Neues. Es wurde ein Instrumentarium aufgebaut, um die Spur des Geldes zu verfolgen. In der Zeit des Internets ist es sehr schwierig geworden, Gelder wirklich verschwinden zu lassen. Wichtig ist dabei, dass die Anleger schnell handeln. Je früher die Spur des Geldes verfolgt wird, desto größer sind die Chancen, dass die Anleger ihr Geld sichern lassen können!

RESCH Rechtsanwälte – Erfahrung im Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie Anleger der XTRGate sind und wissen wollen, ob und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen können, rufen Sie an unter 030 885 9770 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Einschätzung Ihres Falles.

 

Imagefilm