Timberfarm: Wie bekomme ich mein Geld zurück?

 

Viele Anleger fragen sich, wie sie ihre Geldanlage, die sie bei der Timberfarm GmbH in Panama getätigt haben, zurückbekommen können. Immer mehr Anleger bezweifeln, ob ihr Geld dort sicher angelegt ist und ob die Versprechungen der Timberfarm wirklich zutreffen. Der vor der Insolvenz der Green Planet von der Staatsanwaltschaft erhobene Vorwurf des Schneeballsystems und der Insolvenz der Green Planet AG sind ihnen eine Mahnung.

Timberfarm: Können die Anleger ihr Geld vorzeitig zurückverlangen?

Hier wird es nicht darum gehen, ob die wirtschaftliche Berechnungsgrundlage, sondern die angegebenen Renditeprognosen realistisch sind oder nicht. Es bestehen erhebliche Zweifel. Hier geht es allein um rechtliche Ansätze auf Grund derer die Anleger die Lösung aus dem Vertrag suchen können.

Timberfarm: Kaufvertrag über Bäume

Nach dem Geschäftsmodell der Timberfarm erwirbt der Anleger die von ihm erworbenen Bäume zu Eigentum. Darüber  bekommt er sogar ein entsprechendes Baumzertifikat. Er kann seine ihm gehörenden Bäume per GPS orten. Ihm wird also vermittelt, eine Eigentümerstellung zu haben. Für viele Anleger ist dies ein ganz wichtiger Aspekt, der ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt. Aber sind sie wirklich Eigentümer ihrer Bäume?

Timberfarm: Wird der Käufer tatsächlich Eigentümer der Kautschukbäume?

Für die Verträge der Timberfarm gilt deutsches Recht. So steht es in den allgemeinen Vertragsbedingungen der Timberfarm. Das mag für die schuldrechtlichen Aspekte des Kaufvertrages möglich sein. Dass damit die sachenrechtlichen Grundsätze des Staates Panama außer Kraft gesetzt werden, auf dem ja die Kautschukplantage liegt, ist zweifelhaft.

Timberfarm: Nach deutschem Recht Eigentumserwerb höchst fraglich

Bei Anwendung des deutschen Rechts allerdings ist der Erwerb von Eigentum an den Bäumen wohl nicht möglich. Die Bäume stehen auf fremdem Grund und Boden. Der Käufer erwirbt also nicht das Land, auf dem seine Bäume stehen, sondern nur die Bäume. Das schließt nach deutschem Recht die Bildung von Eigentum aus. Nach § 94 BGB werden Kautschukbäume mit dem Einpflanzen wesentlicher Bestandteil des Grundstücks, wenn sie nicht nur zu einem vorübergehenden Zweck mit dem Grund und Boden verbunden wurden (OLG Bamberg: 1 U 142/09). Im Ergebnis wird man feststellen können, dass nach deutschem Recht die Timberfarm jedenfalls die versprochene Leistung auf Übertragung von Eigentum an den von ihr verkauften Bäumen nicht erfüllen kann.

Timberfarm: Eigentumserwerb nach panamesischem Recht?

Ob der Eigentumserwerb nach panamesischem Recht möglich wäre, kann dahingestellt bleiben. Ein Hinweis, dass panamesisches Recht anzuwenden wäre, findet sich jedenfalls in den Unterlagen der Timberfarm nicht. Für den Erwerber ist allerdings die Frage der Eigentümerstellung von erheblicher Bedeutung. Rechtssicherheit ist für seine Eigentümerposition ein wesentlicher Aspekt, über den er aufgeklärt werden muss.

Rückzahlungsanspruch gegen Timberfarm

Dem Erwerber steht mithin ein Schadensersatz gegenüber dem Verkäufer zu. Das von ihm eingezahlte Geld muss von der Timberfarm zurückgezahlt werden.

Resch Anlegerrecht

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten Anleger der Timberfarm die rechtliche Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030/885 977-0.