Timberfarm PANARUBBER 19 – Kautschuk in Panama

Die Timberfarm hat jetzt ihr neuestes Projekt initiiert. Es ist die PANARUBBER 19 GmbH & Co. KG. Anleger der müssen sich bewusst machen, dass es sich bei PANARUBBER 19 um eine unternehmerische Beteiligung handelt, der ein hohes Totalverlustrisiko innewohnt. Viele Dinge sind dem Fonds PANARUBBER 19 ungeklärt. Es fehlt am Know-how der Initiatoren. Ein Markt für Kautschuk ist derzeit in Panama nicht vorhanden.

PANARUBBER 19: Was steckt dahinter?

Schaut man sich den Prospekt der PANARUBBER 19 an, dann erfährt man, dass der Unternehmensgegenstand der PANARUBBER 19 der Erwerb und der Betrieb von Kautschukplantagen zur Produktion und Verwertung von Naturkautschuk und Kautschukholz während einer Umtriebszeit von 15 Monaten ist. Dafür werden in der panamesischen Provinz Darién auf einer Fläche von 250 ha insgesamt 137.500 Kautschukbäume gepflanzt. Das kostet laut Prospekt rund 8,5 Millionen Euro, die durch Eigenmittel, das heißt, durch das Kapital von neu anzuwerbenden Anlegern, erbracht werden sollen.

PANARUBBER 19: Welche Zugriffsrechte haben die Anleger?
Der Prospekt ist weitgehend inhaltsarm. Es sei die 23. Plantage, die die Timberfarm seit 2012 in Kooperation mit Timberfarm S.A. in Panama plant, erstellt und betreibt. Gleichzeitig heißt es, dass die Timberfarm GmbH und die Timberfarm S.A. „selbstständige und unabhängige Unternehmen“ und „weder personell noch gesellschaftsrechtlich miteinander verbunden“ seien. Ob das gut ist? Das würde die Zugriffsrechte des deutschen Anlegers nicht unbedingt erleichtern.

PANARUBBER 19: Widersprüche in der Firmenhistorie
Inwieweit jetzt die vorangegangen 22 Kautschukplantagen erfolgreich geführt worden sind, lässt sich dem Prospekt nicht entnehmen. Auf der Homepage heißt es hingegen, dass man im Jahr 2014 die Timberfarm Kautschukfabrik Gran Piedra aufbaue bzw. dass diese Gestalt annimmt. Das dauerte allerdings eine Weile, denn im Jahr 2017 gibt es die Information, dass die Timberfarm damit begonnen hat, die Kautschukfabrik Gran Piedra zu errichten, um die Verarbeitung und Verwertung des in Panama gewonnenen Kautschuks unter dem eigenen Namen PANARUBBER Naturkautschuk Label zu beginnen. Wie das genau geschehen ist, wird nicht erklärt. Eigene Kautschukbäume werden es nicht gewesen sein, denn die brauchen bis zur Ernte ca. 15 Jahre, sie wären demnach frühestens 2030 erntereif.

PANARUBBER 19: Gibt es die Plantage wirklich?
Stutzig macht auch, ob die Plantage wirklich errichtet ist. Seit Jahrzehnten nämlich liegt das Land, auf dem die Kautschukplantage errichtet werden soll, brach. Das wird auch in dem Prospekt angedeutet, wo es heißt: „Als Herausforderung, welche sich auf die Finanz- und Ertragslage der Emittentin auswirken kann, muss die Tatsache angesehen werden, dass Kautschukholz in Panama selbst derzeit noch wenig verbreitet ist.“

PANARUBBER 19: Gelingt der Aufbau eines Kautschukmarktes?
Das kann eigentlich nur so verstanden werden, dass auf der Riesenplantage von 250 ha mit – wenn alles klappt – 137.500 Kautschukbäume in einem wirtschaftlichen Umfeld gepflanzt werden, wo bislang überhaupt noch keine besteht. Das heißt, dass ein Markt erst geschaffen werden muss. Ob das geht und wie es umgesetzt werden kann, bleibt völlig offen.

PANRUBBER 19: Der Erfolg ist wohl nicht einmal theoretisch möglich
Wie unter diesen Umständen die Anleger ihr Kapital zurückerhalten und danach 218 % Rendite erhalten sollen, bleibt rätselhaft. Ob sich die Prognosen auch nur annähernd der Wirklichkeit annähern, bleibt völlig offen. Nach dem Prospekt sollen die Verkaufspreise je Kilogramm Naturkautschuk von 2023 bis 2033 von € 1,49 auf € 1,90 ansteigen. Das verlangt einen festen Glauben. Der durchschnittliche Preis von Naturkautschuk hat sich in den Jahren von 2011 bis 2015 fast halbiert. Wenn man der von Timberfarm selber vorgetragenen Firmenhistorie folgt, wurde Timberfarm 2014 gestartet und kann schon allein deshalb nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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